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A Song of Ice and Fire 5: A Dance with Dragons
LöwenHerz:
--- Zitat von: Samael am 2.07.2012 | 13:50 ---Warum? Glaubst du, es besteht keine Hoffnung mehr, dass Martin nochmal zur Hochform der Bücher #1-3 zurückfindet?
--- Ende Zitat ---
So sehe ich das! Ich vermute sogar, dass in guter Tradition (R. Jordans Wheel of Time) der gute Brandon Sanderson eines Tages die schöne Geschichte zuende schreiben wird.
korknadel:
--- Zitat von: Bad Horse am 9.07.2012 | 23:52 ---Ich fand die Victarion-Kapitel unglaublich langweilig und teilweise ziemlich abstoßend. :-\ Die hab ich gelesen, weil sie im Buch waren und weil ich gehofft habe, dass sich der öde Strang mit den anderen verbindet; genauso ging es mir bei Arya. (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Meine Begeisterung für Meuchelmörder-Charaktere jeglicher Art hält sich stark in Grenzen, und ihr Training kam mir wie eine Mischung aus Kung-Fu-Movie und dem üblichen Assassinen-Geschwafel vor.
Stannis finde ich als Charakter ebenfalls kreuzlangweilig. :P
--- Ende Zitat ---
Tja, aber nur weil Du da keine Begeisterung für entwickeln kannst, heißt das nicht -- wie Deine vorige Aussage war --, dass da nichts passieren würde, was man nicht durch Vorwärtspulen überspringen könnte.
Und da bin ich halt auch bei Luxferre und seinem Brandon Sanderson:
Ich halte Sanderson für einen guten Autor für die Art von Fantasy, die mich nicht mehr interessiert. Und da verstehe ich eben nicht, wie man irgendein Kapitel aus Feast/Dance nehmen, es gegen Sanderson halten und dann behaupten kann, bei Martin würde nichts passieren. Man nehme zum Beispiel so etwas wie den Sanderschen Prolog von Way of Kings. Da muss ich mich mehrere Seiten lang durch einen(!) Kampf lesen, in dem jede Bewegung, jeder magische Effekt, jeder Schweißtropfen und jede konzentriert zerknitterte Stirnfalte beschrieben wird. Aber am Ende erfahre ich kaum mehr, als wie der Kampf ablief, und zwar minutiös.
Vergleicht man zum Beispiel die von Bad Horse geschmähten Kapitel von Arya mit der Ausbildung von Vin in Kinder des Nebels, dann passiert auch in den Arya-Kapiteln auf kleinerem Raum (Seitenzahlen) mehr, bzw. es wird mehr Info geliefert, als wenn ich zwanzig Seiten lang lese, welches Metall nun welchen Effekt hervorruft und warum das wann bei wem wie funktioniert (zumal man das zu diesem Zeitpunkt als Leser ja ohnehin schon weiß).
Ich hatte Way of Kings wirklich mit Vorfreude in die Hand genommen und bin über den Prolog nicht hinausgekommen, weil mir hier etwas, was in einem Comic oder im Film Spaß macht, nämlich die bis in die kleinste Bewegung zerlegte Action mit Bullettime, haarklein beschrieben wird und das weitgehend uninteressant ist. Brienne kommt in Feast mit einer halben Seite aus, um drei (?) Gegner auszuschalten. Auf der Länge, die Sanderson braucht, um einen Kampf zu schildern, bekomme ich bei Martin einen Kampf, Flashbacks, Hintergrundinfos, innere Entwicklung der Figuren, Beschreibungen und vieles mehr (ob mich das nun im Einzelnen interessiert oder nicht, sei dahingestellt, aber literarisch geht da eben etwas ganz anderes ab als beim genormten Unterhaltungsmumpf. Und da ist Sanderson im Vergleich zu vielen anderen ja noch wirklich vergleichsweise gut. Ich kann noch immer nicht nachvollziehen, was an diesen ausgedehnten, immer mit denselben Mitteln arbeitenden Actionsequenzen spannend sein soll -- und folglich auch nicht, wie man Sanderson über Martin stellen kann).
Lord Verminaard:
Das geh ich ja alles mit, Korki. Sanderson fand ich auch eher so, naja, leichte Kost zum Weglesen. Da spielt Martin in einer anderen Liga. Wenn, ja wenn denn nur irgendein Konflikt auch mal aufgelöst worden wäre. Wenn, ja wenn denn nur irgend ein Handlungsstrang auch mal irgendwo hin geführt hätte in den letzten zwei Büchern, statt einfach nur vor sich in zu meandern. Er kann es ja, siehe Fevre Dream, siehe Armageddon Rag, siehe Dying of the Light, siehe SoIaF 1-3. Aber na ja. Wir drehen uns im Kreis.
(Die Arya-Kapitel fand ich im Gegensatz zu den Victarion-Kapiteln übrigens nicht so schlimm, hatte allerdings auch so ein bisschen diesen Shaolin-Film-Beigeschmack...)
korknadel:
--- Zitat von: Lord Verminaard am 10.07.2012 | 10:40 ---siehe Armageddon Rag,
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der absolute Wahnsinn, dieses Buch! Meiner Meinung nach sein bestes. And having that said, muss ich erst mal wieder zum CD-Schrank pilgern ... ;D
Xemides:
Nunja, ichg mag Country und Western.
Ich find Martin einen großartigen Autor, ohne frage. Sonst würde ich nicht seine Romane verschlingen. Aber ich mag auch Sanderson und halte ihn für einen der besten neuen Autoren. Ich fand die Mistborne-Trillogie absolug grandios, wie er es geschafft hat, aus einem klassischen Rebellen-Stoff etwas viel größeres zu machen. Und das Magiesystem mit den Metallen ist eine für mich originelle Idee, die ich noch nie gelesen hatte.
Die Nachfolgewerke kenne ich noch nicht, werde sie aber nach Dance lesen.
Für mich ist Sanderson auch der Autor,dem ich zutraue, das Lied zu vollenden, wie er es auch beim Wheel of Time macht.
Damit stelle ich ihn nicht über Martin, aber zumindest nur knapp unter ihm.
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