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Dragonage: Origins
Bluerps:
--- Zitat von: Yerho am 7.12.2009 | 16:57 ---Klingt einfach, muss aber natürlich so gelöst werden, dass es trotzdem immer Charakterentwicklung gibt. So spontan schwebt mir dazu vor, dass jede Fertigkeit eine spezifische Obergrenze (evtl. für jede Spezies unterschiedlich) aufweist, die einfach nicht zu toppen ist. Gleichzeitig müsste es natürlich eine Vielzahl an Fertigkeiten geben, welche - gegebenenfalls in Kombination - auch die Lösung komplexer Probleme zulassen.
--- Ende Zitat ---
Drei Probleme: Zum einen hat man so ein endliches Limit - wenn man dem Spieler unendliche Weiterentwicklung bieten will, dann funktioniert das nicht. Zum anderen werden generell Charaktere immer inkompetenter, je länger die Fertigkeitsliste wird. Wenn man die Differenzierung zu weit treibt, führt das dazu das Charaktere eine lange Zeit entweder total inkompetent bleiben, oder eine Art absurdes one-trick Pony werden, weil sie beschließen zumindest in einer Sache richtig gut zu sein und alle ihre Punkte auf den "Kartoffeln schälen"-Skill legen. Darüberhinaus sabotiert man die Idee der freien Welt, wenn man jeder Quest zu spezifische Lösungsmöglichkeiten gibt: Dann gibt es eine Welt für die Leute mit dem hochstufigen Fußball-Skill, es gibt eine Welt für Leute mit den krassen Häkel-Talenten und es gibt eine Welt für Leute mit den ausgemaxten Landwirtschafts-Fähigkeiten (sogenannte Bauergamer ... *scnr* ;D). Aber keiner kann machen was er will, weil die Dinge die er schaffen kann von vornherein feststehen.
--- Zitat von: Teylen am 7.12.2009 | 17:13 ---Naja und bei Fallout 3, ist ja kein Spoiler, hoffe ich, das man aus dem Bunker kommt um Daddy zu suchen. Nun und da stupst man auch erst mit dem finden weitere Ereignise an. Davor bleibt das Wasteland halt Wasteland wie es auch davor munter umher existiert hat.
--- Ende Zitat ---
Ah, ok. Aber es ist schon die meisste Zeit der übliche modulare Plot, der ständig auf einen wartet, wenn man was anderes machen will?
--- Zitat ---Bei Fallout 2 hingegen hatte man ja sogar ein Timelimit, wo der Kolonie das Wasser ausging wenn man vorher das GECK nicht ranschaffte >.>
--- Ende Zitat ---
Im ersten Teil auch, aber in beiden Spielen war der Hauptplot sehr dünn - im ersten Teil bestand der ja nur aus "Such den Wasserchip", gefolgt von "Finde heraus wo die Supermutanten herkommen und sorg dafür das die keine Bedrohung mehr sind", mit ein paar wenigen Dialogfetzen dazwischen, wenn man an verschiedenen Orten gefragt hat, wo man den Kram findet. Teil 2 war ähnlich, da gabs dann nur noch den Überfall auf das Dorf als "Plottwist", zur Einleitung des zweiten Teils der Hauptquest. Aber 95% der Spielzeit ist man rumgelaufen und hat irgendwas gemacht, das gar nix mit der Hauptquest zu tun hatte.
--- Zitat ---Soweit ich gehoert hat hat nur Morrowind bei den Gegnern kraeftig an Staerke drauf latzen muessen damit die Spieler noch eine Herrausforderung hatten?
--- Ende Zitat ---
Die Morrowind Add-ons hatten im Schnitt etwas kräftigere Gegner als das Hauptspiel, aber nicht sehr, wenn ich micht richtig erinner.
--- Zitat ---Mich bekaeme man fuer ein Spiel bei dem ich k.A. bei Dragon Age auch als Bihand Metzler als Main Char spielen muss net begeistert.
--- Ende Zitat ---
Fänd ich jetzt auch nicht so prickelnd. ;)
Bluerps
Yerho:
--- Zitat von: Bluerps am 7.12.2009 | 17:44 ---Drei Probleme: Zum einen hat man so ein endliches Limit - wenn man dem Spieler unendliche Weiterentwicklung bieten will, dann funktioniert das nicht.
--- Ende Zitat ---
Die Entwicklung geht immer mehr dahin, die virtuelle Welt mit einer Physik auszustatten, die der unserer realen Welt entspricht. Und in dieser ergeben sich aus der beschränkten Anzahl Fertigkeiten, die sich ein Mensch aneignen kann, schließlich auch unzählige Möglichkeiten bestimmte Probleme zu lösen. Und wenn man als Mensch noch nicht einmal in seinem ganzen Leben alle Fertigkeiten erlernen oder auch nur die ausreizen kann, die man besitzt, wird das ja wohl dicke für eine Spielumgebung ausreichen, der man (hoffentlich) nicht sein ganzes Leben widmet.
--- Zitat ---Zum anderen werden generell Charaktere immer inkompetenter, je länger die Fertigkeitsliste wird. Wenn man die Differenzierung zu weit treibt, führt das dazu das Charaktere eine lange Zeit entweder total inkompetent bleiben, oder eine Art absurdes one-trick Pony werden, weil sie beschließen zumindest in einer Sache richtig gut zu sein und alle ihre Punkte auf den "Kartoffeln schälen"-Skill legen.
--- Ende Zitat ---
Die müssen dann eben zusehen, dass sie die Aufgaben damit lösen, dass sie Kartoffeln schälen. Oder dort, wo das partout nicht hilft, müssen sie eben Kartoffeln schälen, bis sie genug Geld haben, um sich NPCs anzuheuern, welche die fehlenden Skills mitbringen. Wobei ich prinzipiell unterstelle, dass jeder seinen Spielstil hat und nicht "Kartoffeln schälen" skillt, wenn man eigentlich der Spielertyp ist, der lieber Gegner direkt mit dem Messer bearbeitet.
--- Zitat ---Darüberhinaus sabotiert man die Idee der freien Welt, wenn man jeder Quest zu spezifische Lösungsmöglichkeiten gibt: Dann gibt es eine Welt für die Leute mit dem hochstufigen Fußball-Skill, es gibt eine Welt für Leute mit den krassen Häkel-Talenten und es gibt eine Welt für Leute mit den ausgemaxten Landwirtschafts-Fähigkeiten (sogenannte Bauergamer ... *scnr* ;D). Aber keiner kann machen was er will, weil die Dinge die er schaffen kann von vornherein feststehen.
--- Ende Zitat ---
Man muss nur die Quests abstrakt genug halten, dann steht es den Leuten frei, wie sie diese lösen. Klar, wenn die Aufgabe lautet "Bezwinge Bluerps die Klinge im Degenduell" ist der Kartoffelschäler gearscht. Lautet sie aber "Demütige Bluerps die Klinge", kann man versuchen, ihn zu einem Karoffelschälwettbewerb zu überreden, bei dem sich zeigen soll, wer besser mit der Klinge ist! Wenn man das so nicht mag, sollte man nicht das Kartoffelschälen, sondern Fechten skillen ... oder Bluerps die Klinge ungeschoren lassen.
Wenn man seine Erfüllung darin findet, seinen Fantasy-Acker zu bewirtschaften, ist das das okay. Wenn einem nun ein Zufallsereignis böse Buben auf den Hals schickt, muss man halt tun, was man als Fantasy-Bauer tun kann: Entweder Schutzgeld zahlen, den Landesherrn um Hilfe ersuchen, Söldner anheuern oder sich überlegen, ob man nicht doch zum Kämpfer werden möchte, weil es einem echt allmählich zu doof wird, ständig vor der Asche seines Gehöfts zu stehen.
Was konkrete Kampf-Skills angeht, bin ich übrigens altmodisch. Ich denke, dass man eine separate Fertigkeit wie Fechten nur soweit ausmaxen können sollte, dass man jeden möglichen einzelnen NPC-Fechter im ehrlichen Zweikampf besiegen kann. Kämpft dieser eine nicht fair oder sind es zwei Gegner diese Güteklasse, muss man seine Chancen anderweitig verbessern, zum Beispiel indem man einen Gegner ohne Vorwarnung (ggf. aus dem Hinterhalt) umnietet und sich den anderen dann im Fechtkampf zur Brust nimmt, oder indem man selbst Fertigkeiten besitzt, die das Fechten ergänzen.
Bluerps:
Du hast schon recht, das das ein interessantes Spiel ergeben würde, aber es wäre irrsinnig kompliziert, das zu desginen und implementieren.
Die Physik beispielsweise - es ist richtig, das die in Spielen immer mehr vorkommt. Aber bisher heißt das nur, das Dinge korrekt durch die Gegend fliegen, oder das etwas brennbares realistisch abfackeln kann, etc. Es beinhaltet aber nicht die Myriaden an Dingen, die ein Mensch in der realen Welt mit den Gegenständen um ihn herum anstellen kann. Das Spiel muss zum Beispiel wissen, das ich auf dem Keyboard hier tippen kann - aber das nur Buchstaben auf dem Bildschirm erscheinen, solange es angeschlossen und nicht kaputt ist - das ich es nehmen und werfen kann, das ich es kauputt schlagen kann, das ich Kaffee darüber gießen kann, das ich einzelne Tasten herauslösen und aufessen kann und noch eine gewaltige Liste anderer Dinge. Alles was im Spiel machbar sein soll, muss sich vorher ein Designer ausgedacht haben.
Oder das Questdesign: Auf wieviele Arten wird man den Degenfechter Yerho wohl demütigen können? Mit dem Degen, natürlich, aber nur wenn man ein Meisterfechter ist. Mit dem Kartoffelschäler, wenn man manipulativ genug ist, ihn dazu zu überreden. Wenn man das ist, könnte man ihn aber zu allem Möglichen überreden. Ein Wettlauf, ein Basketballspiel, ein poetry slam contest.
"Ihr mögt ein brillanter Fechter sein, werter Yerho, aber seid ihr auch so geschickt, wenn ihr eine Dame haltet statt einem Degen? Ich fordere euch zu einem Walzertanzwettbewerb auf!"
Nur das das eben nicht möglich ist, wenn niemand vorher daran gedacht hat, das der Spieler auf die Idee kommen könnte, den Yerho zum Walzerwetttanzen aufzufordern.
Was die Kampfskills angeht: Das ist Geschmackssache, oder nicht? Wenn der Meisterfechter im Alleingang locker drei kompetente Gegner besiegt, mag das nicht realistisch sein, aber das heißt ja nicht, das es keinen Spaß machen kann. :)
Bluerps
Teylen:
--- Zitat von: Yerho am 7.12.2009 | 18:20 ---Die Entwicklung geht immer mehr dahin, die virtuelle Welt mit einer Physik auszustatten, die der unserer realen Welt entspricht.
--- Ende Zitat ---
Und führte bei Rollenspielen zu Plot NSCs die verhungern weil sie das mit der Nahrungsaufnahme nicht hinbeamen ^^;
--- Zitat ---Wenn man seine Erfüllung darin findet, seinen Fantasy-Acker zu bewirtschaften, ist das das okay.
--- Ende Zitat ---
Um das bewirtschaften von Fantasy Ackern nebst Viechern drehen sich ganze eigene Computer Spiele Genre - so das der geneigte Acker-Mann doch eher zu "Harvest Moon", Via Pinata oder einem anderen Simulator greift.
Die in der Entwicklung durchaus auch hinreichend komplex sind.
--- Zitat ---Wenn einem nun ein Zufallsereignis böse Buben auf den Hals schickt, muss man halt tun, was man als Fantasy-Bauer tun kann: Entweder Schutzgeld zahlen, den Landesherrn um Hilfe ersuchen, Söldner anheuern oder sich überlegen, ob man nicht doch zum Kämpfer werden möchte, weil es einem echt allmählich zu doof wird, ständig vor der Asche seines Gehöfts zu stehen.
--- Ende Zitat ---
Was dann in etwa dem entspricht was man bei Der Pate 2 macht o.o;
--- Zitat von: Bluerps am 7.12.2009 | 18:45 ---Du hast schon recht, das das ein interessantes Spiel ergeben würde, aber es wäre irrsinnig kompliziert, das zu desginen und implementieren.
--- Ende Zitat ---
Nun und erst zu spielen XD
Ich mein wenn du da deine Wirtschafts Sim für X Wirtschafts Felder, Action Shooter Sim mit Captur the Flag und allem drum und dran, Rollenspiel mit tollen Plots und Gesinnungen, Sim-Simulator, Adventure Ding zusammen hast ... kA, ich glaub nicht dran ^^;
Das ist doch schon mehr als eine Eierlegene Wollmilch Wutz kann ^^
--- Zitat ---Oder das Questdesign: Auf wieviele Arten wird man den Degenfechter Yerho wohl demütigen können?
--- Ende Zitat ---
Bei der Pate gab es glaub ich um die 50? Methoden zahlungsunwillige Geschäftsinhaber willig zu machen :D
Falcon:
Ich verstehe nicht, wieso sich freie Spielwelt und Story ausschliessen müssen?
Das kann doch parallel laufen, dann ist die Story eben NICHT frei aber alles drumherum (angepasst daran natürlich). Im Grunde ist das bei Oblivion ja so. Man kann die Hauptquest jederzeit liegen lassen, während der Plot wartet. Finde, daß ist ein guter Kompromiß.
Im Optimalfall hat die Story natürlich diverse Entscheidungspunkte.
Auch verstehe ich nicht wieso die offene Spielwelt noch 1000Stunden nach dem Hauptquest spannend weiterlaufen soll? Ja, super, wenn sie es tut (gibt aber noch Spiel, daß dies kann), aber wenn ich meinen 80 Stunden Plot in einer sonst freien Welt +100gute Nebenquests durchhabe, kann ich auch einfach mal wieder von vorne anfangen. Wäre mal eine Überlegung wert.
Wenn Entwickler schlau wären könnten sie natürlich neue Metaplots in dieser freien Welt als Addon anbieten, dann könnte man weiter spielen und es bliebe spannend.
Das Problem ist eben, alle sehen nur, was die anderen besser können:
Jaaa, Oblivion hat eine offene Welt, aber Dragon Age die bessere Story.
Jaaa, Dragon Age hat richtige Persönlichkeiten, aber Oblivions Regelsystem ist viel abwechslungsreicher.
Jaaa, Gothic hat viel markigere Sprüche aber Dragon Age hat die besseren Nebenquests.
usw...
Daran sieht man ja, daß man im RPG eigentlich auch nix verzichten will. Es gibt immer was, was die RGPS besonders gut können aber ein rundes Bild erhält man eigentlich nie.
Egoshooter sind da nicht so anspruchsvoll :)
p.s.; Sim Farm ist der einzig wahre Fantasy-Acker :korvin:
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