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Eurovision Song Contest

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Lyonesse:
Der deutsche Beitrag krankte für mich an dem eher pessimistischen, nachdenklichen Inhalt -
das will das Publikum an so einem Abend eher nicht hören - und besonders einmalig klang der
Song jetzt auch nicht. Gut, 6 Punkte waren, auch im Vergleich zu einigen anderen Beiträgen,
sicher unterm Strich zu wenig, aber wer will das am Ende schon beurteilen?

Sir Mythos:
Naja, die 6 Punkte muss man m.E. auch wieder etwas relativ sehen:
* Es gab 5 Songs (Schweiz, Australien, Aserbaidschan, Belgien und Tschechien), die vom Publikum weniger Punkte bekommen haben (bei allen außer Tschechien weiß ich nicht, wie die es ins Finale geschafft haben).
* Bei den Fachjurys hat Deutschland keine Punkte bekommen - es gab aber diverse Songs, die da eine große Diskrepanz zwischen Fachjury und Publikum hatten.
* Nur die ersten 10 Plätze (von 25 bekommen immer Punkte). Du kannst also bei 40 Ländern auf Platz 11 landen (sowohl Fach- als auch Publikumspunkte) und doch mit 0 nach Hause gehen.

Persönlich fand ich den Songs halt zu nichtssagend - insofern verstehe ich den Platz.
Allerdings fand ich den Briten auch nicht besser... da verstehe ich die Platzierung halt nicht.


--- Zitat von: tartex am 17.05.2022 | 16:43 ---Es ist doch simpel: Deutschland und England und Frankreich werden nie Sympathiepunkte kriegen. Die kriegen Punkte, wenn der Song wirklich gut ankommt.

--- Ende Zitat ---

Das ist ein Punkt, den ich durchaus teile.

Ich glaube aber auch, dass der Musikgeschmack in ähnlichen Kulturkreisen durchaus mehr Ähnlichkeit zueinander hat, als in unterschiedlichen.
Und Deutschland hat da halt nur begrenzt Überschneidungen in Europa - ähnlich die Frankreich oder Spanien.

6:

--- Zitat von: Sir Mythos [N/A] am 17.05.2022 | 23:25 ---Das ist ein Punkt, den ich durchaus teile.

--- Ende Zitat ---
Ich nur sehr bedingt. Es gibt da ein Paper, das dieses Nachbarschaftsvoting untersucht hat (Sorry. Ich finde es nicht mehr. Es gibt da einfach viel zu viele Papers zum Thema ESC). Klar haben wir da nicht die Nachbarschaftsstärken wie der Balkan die ehemaige UDSSR und vor allem die Skandinavien, aber wir haben durchaus mit den Schweizern, den Östereichern, den Dänen und den Polen Nachbarn, die da für uns stimmen (dieses Jahr kamen 2 Punkte aus der Schweiz und 2 Punkte aus Österreich. 2018 gab es uA aus der Niederlande und Dänemark 24 Punkte, wenn ich mich noch richtig erinnere. Der dänische Siegerbeitrag 2013 wurde damals vom NDR abgelehnt, weil der Sterngaard, dessen Mitkomponist, übrigens auch von den Sisters nicht durch einen Vorentscheid wollte).
Und wie effektiv dieses Nachbarschaftvoting ist, zeigen schon seit Jahren die Länder aus dem Balkan, die regelmässig im Halbfinale scheitern. Dieses Jahr ist nur Serbien weiter gekommen.
Also ja, das Nachbarschaftsvoting hat einen gewissen EInfluss, aber den kannste nicht oder nur sehr begrenzt anzapfen, wenn Du Grütze schickst.

EDIT: Ach ja. Total vergessen. Ich mag da den Begriff "Sympathiepunkte" nicht. Die Russen haben bisher bis auf einmal regelmässig hohe Nachbarschaftspunkte eingesammelt und ich denke das man da nicht von "Sympathie" reden kann.

6:
Anderes Fass aufmach:

--- Zitat von: Sir Mythos [N/A] am 17.05.2022 | 23:25 ---* Es gab 5 Songs (Schweiz, Australien, Aserbaidschan, Belgien und Tschechien), die vom Publikum weniger Punkte bekommen haben (bei allen außer Tschechien weiß ich nicht, wie die es ins Finale geschafft haben).

--- Ende Zitat ---
Azerbaijan hat übrigens 10 Punkte im Halbfinale von unserer Jury bekommen :)
Die Schweiz haben wir auch nicht verstanden. Beim zweiten Halbfinale war es so, dass da ja 10 Länder weiter kommen mussten und Besseres gab es da nicht, aber die Schweiz ist im ersten Halbfinale gewesen und hatte da uA die Däninnen und die Albanierin raugekegelt.

Sir Mythos:

--- Zitat von: 6 am 18.05.2022 | 06:25 ---Ich nur sehr bedingt. Es gibt da ein Paper, das dieses Nachbarschaftsvoting untersucht hat (Sorry. Ich finde es nicht mehr. Es gibt da einfach viel zu viele Papers zum Thema ESC). Klar haben wir da nicht die Nachbarschaftsstärken wie der Balkan die ehemaige UDSSR und vor allem die Skandinavien, aber wir haben durchaus mit den Schweizern, den Östereichern, den Dänen und den Polen Nachbarn, die da für uns stimmen (dieses Jahr kamen 2 Punkte aus der Schweiz und 2 Punkte aus Österreich. 2018 gab es uA aus der Niederlande und Dänemark 24 Punkte, wenn ich mich noch richtig erinnere. Der dänische Siegerbeitrag 2013 wurde damals vom NDR abgelehnt, weil der Sterngaard, dessen Mitkomponist, übrigens auch von den Sisters nicht durch einen Vorentscheid wollte).
Und wie effektiv dieses Nachbarschaftvoting ist, zeigen schon seit Jahren die Länder aus dem Balkan, die regelmässig im Halbfinale scheitern. Dieses Jahr ist nur Serbien weiter gekommen.
Also ja, das Nachbarschaftsvoting hat einen gewissen EInfluss, aber den kannste nicht oder nur sehr begrenzt anzapfen, wenn Du Grütze schickst.

--- Ende Zitat ---

Du verkennst hier einen Punkt: Sympathiepunkte sind keine Nachbarschaftspunkte.  ;)
Das Punkte aus Nachbarländern stammen liegt - zumindest nach meiner Vermutung - auch am kulturellen Austausch der über die Grenze hinweg stattfindet. So dass ich die Punkte weniger als Sympathiepunkte sondern eher als Kulturpunkte bezeichnen würde.
Sympathiepunkte sind für mich solche, die man vergibt, weil man zwei Lieder zwar ungefähr gleich gut fand, aber halt das eine Land sympathischer findet als das andere. Und da dürften wir halt wenig von bekommen.  ;D
Deine übrige Analyse zu Nachbarschaftspunkten teile ich aber völlig.  :d


--- Zitat von: 6 am 18.05.2022 | 07:06 ---Die Schweiz haben wir auch nicht verstanden. Beim zweiten Halbfinale war es so, dass da ja 10 Länder weiter kommen mussten und Besseres gab es da nicht, aber die Schweiz ist im ersten Halbfinale gewesen und hatte da uA die Däninnen und die Albanierin raugekegelt.

--- Ende Zitat ---

Ja, das ist mir auch aufgefallen: Das erste Halbfinale war gefühlt durchgehend besser besetzt als das zweite.  ;D

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