Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau
Hintergrundwerte - Sinn oder Unsinn?
Ein:
Sie bringen als Werte nur etwas, wenn sie auch im Spiel Relevanz haben. Das können aber genauso gut Stichworte auf dem Charakterbogen.
Grey (away):
Für meinen SL-Stil ziehe ich ganz klar Systeme mit Hintergrundattributen vor. Ein bauchgefühlmäßiges "bei deinem Wert auf Einkünfte kannst du dir das leisten" ist - zumindest für mich - schneller und unkomplizierter als das kupfermünzengenaue Abstreichen und wieder Draufaddieren von Geldmitteln und Nachschlagen in Preislisten.
Funktionalist:
Sie bringen dann richtig etwas, wenn man sie mit Erzählrechten verknüpft.
Im Endeffekt sind sie dann so etwas wie die Aspekte bei Fate2. Man hat sie auf Wert x und kann sie so jeden Abend x-mal einsetzen, um im themengebiet besser zu würfeln oder aber einen Fakt zu kaufen.
Das heißt z.B. ich habe gerade Geld über (evtl. mehr als einen Punkt ausgeben) oder ich habe einen Kontakt, der mir zumindest mittelbar helfen könnte oder da wir hier auf meinem Turf sind, kenne ich die Gegend wie meine Westentasche und ich weiß, wo sich die Dealer rumtreiben...
dadurch erhöht sich die Spielgeschwindigkeit merklich. Als SL muss man aber flexibler sein.
Ich als Spieler nutze soetwas immer sehr extensiv.
Wenn einem etwas Metagame nicht stört rocken solche Aspekte/Hintergründe.
Wichtig ist, dass man sie hart und schnell umsetzen kann und dass sie einen Effekt auf die Würfel haben, damit sie im Blickbereich bleiben und als gegengewicht zum Schnetzler dienen können/dem Schnetzler auch weitere Felder eröffnen.
Man merkt, aus welcher Ecke ich da komme. ~;D
Edit:
Wem Fate zu weit geht, kann die Hintergründe ja einsetzen, um den Scale also die Effektgröße oder den Einflußlevel bestimmter Aktionen zu erhöhen.
Bsp:
Ressource-> Bestechung ->mehr Einfluss/höhere Ebene
Verbündete -> mehr Manpower bei Personensuchen, Recherchen
Kontakte -> privatbewaffnungzu milit. Ausrüstung
-> Erste schicht der Verschwörung fliegt auf, es geht nun um die Hintermänner. (Mehr Einfluss in der Spielwelt dank des Chars mit
den kontakten=Spotlight)
Crimson King:
Persönlich mag ich keine weichen, nicht scharf mess- und belastbaren Werte zwischen dem Crunch. Bei Stake Resolution-Spielen sind Hintergrundwerte identisch mit Skills oder ähnlichem. Bei Task Resolution-Spielen würde ich sie nur so einsetzen, dass sie begrenzt belastbar sind. Aspekte bei Fate weisen da genau in die richtige Richtung.
Arbo:
"Werte" oder "Beschreibungen" ... alles Wurscht, denn das alles sind "Daten" ... nur in einer jeweils anderen Form.
Können die nützlich sein? Ja, a) wenn's direkt in das Rollenspiel einfließt und/oder b) wenn sie als Inspiration gelten. Ich meine, es gibt ja Systeme, da darf dann ein Charakter mit sehr ausgefeilten "Daten" (Fertigkeiten, Ressourcen usw.) kreiert werden, genutzt wird dann am Ende vielleicht nur 25%. Aber würde dieser ganze "Datenkram" fehlen, würde möglicherweise die "Vorstellung" leiden. Gut, lässt sich nicht verallgemeinern. Aber wenn's irgendwem etwas bringt, hat's seine Berechtigung. Fertig!
Wenn's im Spiel stört, nun ja ... dann muss es auch nicht zur Anwendung kommen. Gilt für "Hintergrundwerte" wie für alle anderen "Daten" und Regeln im Spiel.
Arbo
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln