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[Film] Robin Hood - 2010

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Lyonesse:
Scott's Filme haben oft das Problem, dass sie einen nicht packen obwohl ein Heidengeld ausgegeben wurde - siehe 'Königreich der Himmel' (selbst als Director's Cut nicht wirklich mitreißend, wenn auch besser als die Kinoversion).
'Robin Hood' fängt stark an und läßt dann zunehmend nach, um in einer hirnrissigen Landungsschlacht zu gipfeln, die dem Ganzen noch die Krone aufsetzt (Stichwort D-Day und Ponyhof). Praktisch von A-Z mißlungen, da ein Blockbuster wenigstens Spaß machen sollte, und das ist hier definitv nicht der Fall, auch wenn ein paar Schauwerte durchaus vorhanden sind, aber die macht der Holzhammer gleich wieder platt.

Samael:
AChja, was ich mich gefragt habe: Die Landungsboote sahen ja tatsächlich aus wie hölzerne DDay Boote. Ich nehme stark an, das ist völlig unhistorisch?

Lyonesse:

--- Zitat von: Samael am  9.02.2011 | 07:21 ---AChja, was ich mich gefragt habe: Die Landungsboote sahen ja tatsächlich aus wie hölzerne DDay Boote. Ich nehme stark an, das ist völlig unhistorisch?

--- Ende Zitat ---

Das firmiert wohl eher unter künstlerischer Freiheit. Bin kein Historiker, vermute aber das Langschiffe, die auch im seichten Wasser landen konnten, passender gewesen wären.
Warum die nie mal Kohle für eine anständige historische Beratung ausgeben, ist auch so eins der ungelösten Rätsel Hollywoods. Aber vermutlich gehen die davon aus, dass historisch möglichst korrekt gleich langweilig ist (uncoole Kostüme, Bauten, Waffen, etc...).

Yerho:

--- Zitat von: Lyonesse am  9.02.2011 | 09:19 ---Das firmiert wohl eher unter künstlerischer Freiheit. Bin kein Historiker, vermute aber das Langschiffe, die auch im seichten Wasser landen konnten, passender gewesen wären.
--- Ende Zitat ---

Landungsboote in der dargestellten Form besaßen schon die alten Römer. Die Konstruktion könnte also im mittelalterlichen Britannien aufgetaucht sein, aber ob sie es auch wäre, halte ich zumindest für fraglich ... Damals gab es mangels Küstenverteidigung mit Artillerie etc. einfach keinen Grund, Boote zu haben, mit denen man einen Strand stürmen kann. Auch die Römer hatten die Dinger nicht als Sturmboote, sondern einfach deshalb, um komfortabel Pferde und Belagerungsgerät an Land bringen zu können.

Da mir der Film nach einmaligem Sehen mehr als genügt hat, ist mir jetzt nicht mehr erinnerlich, wie die Strandschlacht konkret aussah, aber ich meine mich zu erinnern, dass da nur Infanterie an Land gebracht wurde. Und dafür hätte man in der Tat entweder die Langboote verwendet, mit denen man auch angereist ist, oder, falls man mit größeren Pötten ankam, hätte man die Leute einfach in stinknormale Kähne gesetzt.

Niniane:

--- Zitat von: Samael am  9.02.2011 | 07:21 ---AChja, was ich mich gefragt habe: Die Landungsboote sahen ja tatsächlich aus wie hölzerne DDay Boote. Ich nehme stark an, das ist völlig unhistorisch?

--- Ende Zitat ---

Die haben mich gar nicht so sehr gestört wie die Hansekogge von König Richard ;)

Und apropos Kohle für historische Beratung: der erwähnte Praktikant, der die Wikipedia durchforstet, kostet bestimmt nen Appel und nen Ei. Oder gar nix, wenns der Sohn des 3. Beleuchters ist..  ::)

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