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Scorpio:
Es ist eher so, dass Kinder eher von Gegebenheiten Angst haben, die in ihrer Lebenswelt aktive Angstzustände auslösen, wie etwa "Verlassen werden". Explizite Gewalt wird öfters (niemals nie nicht pauschalisieren...!) eher als Überspannung der Wirklichkeit wahrgenommen, weil die Realität ausgehebelt wird. Deswegen sind auch Zeichentrickfilme so beliebt bei Kindern. Deswegen kann "Der König der Löwen" einen sehr viel negativeren Effekt auf ein junges Kind haben, als z.B. das Orkmetzeln in "Herr der Ringe".

Doch ich kenne mich da nur am Rande über den Umweg der Mediengewaltforschung aus.

Lyris:

--- Zitat von: Woodman am 13.06.2008 | 09:56 ---Solange sich bücher nicht in besonders detaillierte beschreibungen ergehen vermute ich mal, dass sich der geist des lesenden etwas baut womit er klarkommt.

--- Ende Zitat ---
Deswegen meinte ich ja auch, speziell bei Spiderwick, mit Auslassungen. Ab und zu mal ein Detail weglassen tut der Geschichte keinen Abbruch und dann passt sie auch. Dann hat der Troll die Kobolde halt gefangen, dass sie dabei im Fluss ertrunken sind... muß kind nicht wissen. Solange die "Guten" unbeschadet davonkommen und nur die "Bösen" bestraft werden. Das ist für ein Kind normal und nachvollziehbar.

AlexW:
"Psychology for Screenwriters" - Freud, Adler, Erickson und andere in 5 Minuten.

Oraler Sadismus und Midlife-Krise als Motivatoren fuer Charaktere. Bisher macht's Spass.

Patti:
Mal wieder alles mögliche parallel:

100 Stunden von Rufin. Sehr empfehlenswerter Thriller um einen Arzt und Ex-Spion, der wieder in den alten Job einsteigt, um gegen eine Gruppe Öko-Terroristen zu kämpfen, die der Menschheit Übles antun wollen. Wer errät, wieviel Zeit ihm dazu bleibt, kriegt 100 Punkte.

Gefährliche Täuschung von Kornbichler. Bedingt empfehlenswert. Eine Frau wird entführt, wieder freigelassen, durchleidet ein typisches Stockholm-Syndrom und gerät in den Verdacht, ihre eigene Entführung inszeniert zu haben... Bisher noch kein Meisterwerk der Autorenkunst, aber ich kann daraus grade herrlich für meinen UA-Charakter klauen.

Als Hörbuch:
Der nasse Fisch von Kutscher. Empfehlenswert. Berlin 1929, Polizist Rath ist zur Sitte strafversetzt worden und mischt sich in einen Mordfall ein. Klasse Beschreibungen der Mentalitäten in den wilden 20ern, incl. Politik und allem Drum und Dran. Auch für Historiker gut zu hören. Der Sprecher (Sylvester Groth) fängt die Stimmung super ein.

Boni:
Lawrence Watt-Evans - Dragon Weather
Nette Fantasy-Geschichte um einen jungen, dessen Dorf von Drachen zerstört wird. Als er aus den Ruinen gerettet wird, finden ihn Plünderer und verkaufen ihn als Sklaven. Jahre später flieht er und macht sich daran, die ihm gegenüber verübten Verbrechen zu rächen.

Interessant geschrieben, richtig gute Dialoge und durchdachte Intrigen. Leider habe ich gerade bemerkt, daß es der erste Band einer Trilogie ist. Warum können Fantasy-Autoren eine Geschichte nicht mal in einem Buch beenden?

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