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Kowalski:
--- Zitat von: Bluerps am 29.10.2016 | 11:24 ---Ich finde zwar, es gibt bessere Bücher in der Culture-Reihe, und Algebraist ist meiner Meinung nach auch nicht Banks bestes "nicht-Culture" Sci-Fi Buch, aber das macht nichts. Banks ist immer gut und das sind zwei sehr feine Bücher!
--- Ende Zitat ---
Bei The Algebraist ist es der Versuch mal einen anderen Hintergrund als "Culture" zu etablieren, näher an Hard SciFi, deswegen das Fehlen der "echten" überlichtschnellen Antriebe und nur Wurmlöcher die man erzeugen und unterlichtschnell transportieren muss.
Durchaus reizvoll ausgearbeiteter Ansatz. Keine Ahnung wie der in der Übersetzung gewirkt hat, mich hat auf jeden Fall der Seher Taak und seine Exkursion zu den Dwellern faszinierend.
Auch und vor allem weil es mal wieder ein normaler Mensch ist der die Hauptrolle spielt. Bei "Culture" Romanen mußte man sich ja immer ziemlich strecken um einen Grund zu finden menschliche Haupt-Akteure zu platzieren. Die Aktion war da immer schon zu Knife Missiles, Drohnen und Minds hin verschoben.
Was halt auffällt ist das der Schluß so ein wenig offen war und es, laut Banks, auch durchaus eine Trilogie hätte werden können.
Genug Stoff bietet der Konflikt der "Hungerleider", "Jenseitigen" und der "Mercatoria" durchaus. Mag sein aus dem Grund hat er dem Luceferous keinen Garaus angerichtet.
"Against a Dark Background" ist trotzdem unerreicht, wenn man eines seiner Bücher lesen sollte, dann dieses.
Bei "The Hydrogen Sonata" könnte Iain M. Banks geahnt haben das ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Sein Ende war in gewisser Weise unbefriedigend. Das Ende dieses Buchs hat er absichtlich so gestaltet wie es war. Deswegen ist, zumindest in der Englischen Version, das angehängte Interview mit Banks so wichtig. Hat die Übersetzung das auch? Die Wirkung die Banks erzielen wollte, hat er bei mir voll erreicht. Deswegen hat er bei mir damit 5 von 5 möglichen, ganz speziellen, Punkten für ein Ende erreicht. Damit hat er mir mal wieder bewiesen welch großartiger Geschichtenerzähler er war. Und der Titel paßt wie so oft wie Arsch auf Eimer.
Bluerps:
Zur Übersetzung kann ich dir nix sagen, weil ich die Dinger auch auf Englisch gelesen habe.
Ich mochte im Algebraist insbesondere das Setting und einzelne Teilstücke, aber im Plot an sich passiert halt nicht derart viel, und das Ende ist etwas unbefriedigend. Eine Fortsetzung wäre schön gewesen.
Von den drei "nicht-Culture" Büchern finde ich auch Against a Dark Background am besten, auch wenn Feersum Endjinn ebenfalls ganz toll ist. Auch da gefällt mir das Setting etwas besser als der eigentliche Plot.
Ich empfehle von Banks allerdings am liebsten Player of Games, insbesondere wenn der Mensch dem ichs empfehle einen Bezug zum Spielen hat. Es ist eine bessere Einführung in die Culture als Consider Phlebas (zudem ist das das Buch von Banks das mir am wenigsten gefällt) oder Use of Weapons (das empfehle ich dann aber als zweites Culture Buch).
Was ich von Banks leider gar nicht kenne sind seine ganzen nicht-Sci-Fi Bücher. Bin ich bisher noch nicht dazu gekommen.
Bluerps
Infernal Teddy:
Ich mag auch Banks' nicht-SF bzw . (Weil da doch zwei SF-Romane dazwischen sind) seine "Ohne M"-Romane. The Crow Road ist vielleicht das beste, das er überhaupt geschrieben hat. Und The Wasp Factory hat eine Szene, welche auf grund meiner eh schon existierenden... abneigung gegenüber (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Maden dafür sorgt das ich mich lange und ausführlich duschen will wenn ich sie lese. Und mir die haut blutig schrubben will.
rillenmanni:
So, nun habe ich alle drei Bände von "die fünfte Welle" (Rick Yancey) durch und verbleibe durchaus angetan. Schon wieder hat mir das Ende gefallen, wie schon beim Monstrumologen. Das ist keineswegs selbstverständlich. Wenn ich ein gutes Ende, eine gute Auflösung lesen möchte, muss ich also zu einem Yancey greifen. ... Bei der fünften Welle geht es ja um den klassischen Topos, dass Außerirdische etwas an der Menschheit auszusetzen haben, um das mal so vage zu formulieren. Nur dass diesmal die Außerirdischen etwas anders vorgehen, als man es klassischer Weise von ihnen erwarten würde. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich die Motivation und die Herangehensweise der Extras schlüssig finde, aber immerhin ist die Ausführung kohärent. Ein bisschen Probleme hatte ich mit dem zweiten Band, der die (Entwicklung der) Beziehung zwischen Ringer und Vosch durchkaut. Dieses wesentliche Element finde ich sehr konstruiert.
Und nun lese ich mal wieder etwas ganz anderes, etwas mit Einfluss auf meinen Projektstapel: DSA1, Die Südmeer-Tetralogie, beginnend mit Das Grauen von Ranak.
Tindrana:
Lese das Silmarillion, dass nächste Buch wird die Wölfin dann sein, auf welches ich mich schon sehr freue.
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