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Filme und Serien - Smalltalk
manbehind:
--- Zitat von: Issi am 9.03.2024 | 21:28 ---Dann wohl nicht am Ende?
(Meine Homis haben gerade schon gemeint, dass die Szene vorbei wäre, ohne dass man was sieht (wissen es jedoch nicht genau) und ich traue mich noch nicht mit einzusteigen :P)
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Man sieht auch nichts. Die Türen zu dem Raum, in dem die beiden sind, werden geschlossen. Die beiden sieht man dabei nicht. Ende der Szene. Sehr viel später überbringt Hiromatsu Fuji zwei Urnen, eine größere und eine kleinere.
--- Zitat von: Lyonesse am 2.03.2024 | 18:39 ---Shogun gefällt mir bisher gut... Eine extrem hierarchisch organisierte, feudale Gesellschaft muss sich mit Eindringlingen von außen auseinandersetzen, die obendrein noch einen Haufen Glaubensprobleme mit sich bringen und nicht nur am Seelenheil der Bevölkerung interessiert
sind, sondern an (für sie) günstigem Handel. Ein paar Vibes aus dem Scorcese Film Silence schwingen mit, wenn man beobachten darf wie die Obrigkeit mit christianisierten Untertanen umspringt.
Auch die japanischen Charaktere finde ich durchweg einigermaßen interessant, selbst wenn es sich dabei um berechnende Psychopathen handelt. Empfehlenswert!
--- Ende Zitat ---
Das Thema des Ganzen geht ja noch etwas tiefer und kam mit dem Vertrag von Tordesillas und der Aufteilung der Welt zwischen Spanien und Portugal in der letzten Folge auf den Tisch. Japan steht vor einer Herausforderung durch Kräfte von außen, die es nicht verhindern kann. Das ist die Grundtatsache, die Toranaga zu erkennen beginnt. Toranaga und Ishido (Nomen est Omen) stehen letztlich für unterschiedliche Arten des Umgangs mit dieser Herausforderung, d. h. die Entscheidung über die Zukunft Japans wird hier als Zuspitzung, als Machtkampf zweier Protagonisten dargestellt.
Deine Behauptung, dass es sich um "berechnende Psychopathen" handelt, halte ich für falsch.
Raven Nash:
Mein Hauptproblem als ehemaliger Japanologe ist, dass James Clavell tatsächlich aus allen Poren tropft. Der Roman ist von 1975 und hat das westliche Bild vom feudalen Japan massiv geprägt, vor allem das des "Samurai".
Und auch in der Serie springt mich mal wieder die allgegenwärtige Todessehnsucht an, der angebliche Nullwert eines Lebens und die völlig starre Struktur, die dann aber für den Westler aufgebrochen wird. Clavell hat da schlicht Halbwahrheiten ausgeschmückt und mit breiten Pinselstrichen aufgemalt.
Und er hat auch recht wenig echte Recherche betrieben - der Mann hat Drehbücher für Hollywood geschrieben...
Meine Frau (übrigens mit Japanisch als Übersetzerstudium) sieht das ähnlich. Einzig das alte Japanisch in der höchsten Höflichkeitsstufe hat uns gefallen. Ansonsten haben wir nach der ersten Folge beschlossen, die Serie zu ignorieren.
Issi:
Ich bin am überlegen ob ich bei Folge 2 einsteigen soll
Das (arme Schwein) im Kochtopf habe ich wohl auch verpasst (zum Glück)
Vielleicht gibt es hier jemanden, der noch die ganz alte Serie kennt.
Frage: Gab es da eine vergleichbare Brutalität?
Ich möchte wetten nicht.
Den Roman kenne ich auch nicht.
Daher kann ich nur vermuten, dass man sich von GoT hat inspirieren lassen.
Isegrim:
Die Kochtopf-Szene gabs auch in der alten Szene, und die ist direkt aus dem Roman übernommen; dem von Clavell, nicht GoT. Wurde nicht bis zum Exzess gezeigt, aber die Schreie aus der Entfernung sind auch nicht schön...
An die Kindermord-Szene erinnere ich mich nicht aus der Serie. Könnt sein, dass das ähnlich wie offenbar in der neuen Serie war. Im Buch gabs das auch so ähnlich, in der Realität kams ohnehin nicht allzu selten vor. Die japanische Geschichte ist durchaus interessant, aber auch mindestens so blutig und unmenschlich; Feudalismus halt...
Lyonesse:
The Gentlemen ist eine schöne Aufbereitung des Films von Guy Ritchie mit einigen neuen
Varianten oder vielmehr Variablen der Geschichte als Serie. Gut ausgestattet und gespielt, atmet
die Serie den Geist der Vorlage ohne sie komplett nachzuäffen.
Kaya Scodelario spielt Susie Glass, die das Gangster-Imperium ihres knastierten Vaters verwaltet.
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