Medien & Phantastik > Sehen
Filme und Serien - Smalltalk
BBB:
--- Zitat von: Sashael am 18.03.2024 | 18:30 ---Aber letzten Endes ist es auch nur ein Film und damit dem persönlichen Geschmack unterworfen.
--- Ende Zitat ---
Das ist ganz wichtig und ich möchte niemandem etwas absprechen, dem oder der der Film gefallen hat.
Aber wenn das:
--- Zitat von: Sashael am 18.03.2024 | 18:30 ---Es ist ein Film, wie scheisse das Patriarchat ist
--- Ende Zitat ---
der Kern ist... ich weiß nicht.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der Film fängt an, als alles in der Hand von Frauen, von Barbies ist. Ist das jetzt Patriarchat in weiblich? Matriarchat? Denn: Alles ist zwar "pretend" schön, aber man sieht sehr schnell, dass eigentlich alles scheiße ist.
Dann wandern sie in die echte Welt. Von der sie ja auch sagen, dass sei Patriarchat. Und ja, für Barbie ist das deutlich schlimmer. Aber, so leid es mir tut, es ist zumindest in meiner Wahrnehmung besser, als alle Alternativen, die sie zeigen.
Und das "schlechte" Patriarchat, dass sie dann in KenLand installieren, ist in meinen Augen das gleiche, was Barbie vorher gemacht hat, nur in nicht mehr rosa.
Die einzige "Lehre", die der Film für mich hatte, war "die echte Welt ist halt doch besser" und "Wenn du nur weißt, wer du selbst bist, dann ist auch Patriarchat nicht scheiße". Und letzteres fand ich sehr schwach.
Ist vielleicht auch zu viel erwartet, da eine Lehre draus zu ziehen. Keine Ahnung.
Aber deswegen frage ich mich, ob ich irgendetwas übersehen habe.
Sashael:
Das war doch genau der Kern.
Barbie hat am Anfang gar keine Ahnung, wie krass Scheisse sie Ken behandelt. Für sie (und alle anderen Barbies) ist Barbieland einfach das Tollste. Und Ken ist halt "nur Ken".
Exemplarisch dafür steht die Szene, in der Ken mit ihr noch Zeit verbringen will und sie ihm knallhart ins Gesicht sagt "Aber ich will das nicht. Heute ist Mädelsabend. Es ist immer Mädelsabend." und dabei fröhlich lächelt, weil seine Bedürfnisse für sie absolut Null Rolle spielen.
Aber dann ist sie auf einmal nicht mehr "Perfekt" und soll ihr "Problem" in der Realen Welt lösen.
Dort wird das Ganze komplett auf den Kopf gestellt und sie wird damit konfrontiert, dass sie eine Lüge lebt, die sich Männer für kleine Mädchen ausgedacht haben. Und dass es Mädchen gibt, die sie (Barbie) hassen.
Und als sie wieder in ihre heile Welt zurück will, findet sie dort die absolute Horrorversion vor. Idioten bestimmen über wortwörtlich hirnamputierte Barbies.
Erst als das Dilemma, vor dem Frauen in der Realen Welt stehen, überhaupt angesprochen wird und die Lüge über die "Perfektion", die einfach unerreichbar ist, thematisiert wird, finden die Barbies wieder aus der Hirnwäsche heraus zu sich.
Der Film hat auch kein echtes Happy End mit Friede, Freude und Eierkuchen für alle. Die Situation der Kens wird ein bißchen in Barbieland verbessert, nachdem erst mal der Status Quo wiederhergestellt wurde. Aber mit etwas Geduld bekommen sie bald genauso viele Rechte wie die Frauen in der Realen Welt. ;)
Naja, und Barbie begreift, dass Ken nicht nur ein Accessoire ist, sondern Bedürfnisse hat, auf die sie eingehen muss/sollte.
[Beitrag hat das Thema verkürzt dargestellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder objektive Richtigkeit.]
AndreJ:
--- Zitat von: Sashael am 19.03.2024 | 05:13 ---Naja, und Barbie begreift, dass Ken nicht nur ein Accessoire ist, sondern Bedürfnisse hat, auf die sie eingehen muss/sollte.
--- Ende Zitat ---
Und das "Ken als Acessoire" kann man sehr deutlich im Mug-Shot von Ken sehen, als die beiden in der realen Welt verhaftet werden:
Bei Barbie steht auf dem Namensschild "Barbie" auf Kens Schild steht "and Ken".
Grubentroll:
Was sagt ihr zu dem Meme, dass der eigentliche Held des Films Ken ist?
Jiba:
Dass das, wie es bei Memes so ist, eine unterkomplexe Betrachtungsweise ist. „Held“ ist sowieso ein falscher Begriff für den Film, überhaupt für die meisten Filme.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln