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Filme und Serien - Smalltalk
Timberwere:
Wir schauen gerade Bad Sisters auf Apple TV.
Vier Schwestern wollen den Arschloch-Mann ihrer fünften Schwester umbringen, weil der ihre Schwester gaslighted und völlig kaputtmacht.
Schwarzer Humor vom Feinsten.
Lovecraft:
Ich schaue gerade His Dark Materials auf Wow. Bin jetzt in der letzten Folge der ersten Staffel und muss sagen, dass ich ziemlich angetan bin. Ich habe die Bücher nie gelesen, aber das was ich sehe, gefällt mir gut. Eventuell ist es hier und da etwas schnell durch mit den Storysträngen. Aber nichts, was mich sonderlich stören würde. Und das CGI ist - wie ich finde - schwer beeindruckend für eine Serie.
flaschengeist:
--- Zitat von: Edgar Allan Poe am 1.01.2025 | 23:50 ---Ich schaue gerade His Dark Materials auf Wow. Bin jetzt in der letzten Folge der ersten Staffel und muss sagen, dass ich ziemlich angetan bin. Ich habe die Bücher nie gelesen, aber das was ich sehe, gefällt mir gut. Eventuell ist es hier und da etwas schnell durch mit den Storysträngen. Aber nichts, was mich sonderlich stören würde. Und das CGI ist - wie ich finde - schwer beeindruckend für eine Serie.
--- Ende Zitat ---
Ich fand die Serie bis zum Schluss ziemlich gut - würde ihr 8 von 10 Dämonen geben.
Lyonesse:
Nosferatu - Der Untote hat schon ein paar Längen - vor allem ab der zweiten Hälfte - und manche Dialoge wirken ein wenig seltsam respektive (unfreiwillig) komisch; es wird nicht alles sonderlich gut erklärt, und es gibt ein paar mehr oder weniger große plot holes, aber sei's drum: Die Atmosphäre im ersten Teil ist wahnsinnig gut, fiebrig und einfach mitreißend. Insgesamt liegt die schauspielerische Leistung zwischen sehr gut und sehr ordentlich, auch die Kostüme und Bauten sind wirklich gelungen.
Ja, die Handlung ist bekannt, und ich verstehe das Remake auch eher als Liebesbrief an Murnaus und nicht zuletzt auch Herzogs Verfilmung. Insgesamt ist der Film über weite Strecken gut und dann gibt es eben auch ein paar schwächere Momente, aber alles in allem eine solide Leistung von Eggers. Nicht zuletzt ist seine Neuinterpretation von Graf Orlok ganz interessant geworden, die von unserer heutigen Vorstellung davon wie ein Vampir zu sein hat, schon krass abfällt. Mehr davon wäre gut gewesen, denn eines der Probleme des Films ist sicher, dass sich Eggers zu sehr in die Vorlage(n) verliebt hat.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Eggers stellt den Grafen als wirklich verrottenden Kadaver dar, mit rasselndem Atem, Reibeisenstimme, echt abgefucktem (dakischen) Akzent (vor allem in der Originalfassung) und nicht zuletzt Walrossschnauzer.
Allerdings ist Orlok nicht sonderlich nobel. Er greift mit Vorliebe Frauen und Kinder an, oder auch mal einen verängstigten Seemann von hinten, oder einen verstörten Gast, der mehr oder weniger schläft oder sich in Trance befindet. Soll heißen, Eggers verzichtet praktisch komplett auf Action, weil der Graf sich auf keinen Kampf einlässt. Das ist vielleicht nicht unpassend, aber auch in dieser Hinsicht ist der Film ungewohnt, da er auf fast jede Form von Vampir-Grandezza verzichtet - was sicher nicht jedem gefällt.
Warum Von Franz denkt, dass die Durchführung des geradezu grotesken Rituals eine gute Idee sei, obwohl Orloks Ruhestätte zerstört wurde (oder werden soll) und er (dann eh) nirgends mehr hin kann, bleibt wohl für immer sein Geheimnis - aber Ellen ist ja praktischerweise genau so drauf.
Überhaupt bleibt das Verhältnis zwischen Ellen und Orlok - zu dem sie angeblich schon als Kind eine telepathische Fernbeziehung aufgebaut hat - ziemlich kryptisch, als wenn Eggers diesen Punkt nicht wirklich zu Ende gedacht hat, sondern ausschließlich für eher nervige Alpträume und nächtliche Szenen bei offenem Fenster mit wehenden Vorhängen nutzt. Am Ende erwächst für Ellen jedenfalls nichts Gutes durch ihr Unabhängigkeitsbestreben oder ihr Selbstbewusstsein oder ihren Durchblick, sondern sie opfert sich quasi für die Menschheit.
Ich würde eine 6,5 geben und vermute, dass der schon angekündigte Director's Cut den Film noch weiter ausschmücken und hoffentlich aufwerten wird - nachdem ich einen Blick in das Drehbuch von 2016 geworfen habe, müsste da in jedem Fall noch so einiges unter dem Schneidetisch liegen.
In Orloks Burg kommt erwartungsgemäß wenig Freude auf
Tomas Wanderer:
Deine Kritik an Nosferatu klingt mir sehr passend. Mir ist insbesondere sauer aufgestoßen, dass er jmd im Film mehrfach aussprechen lässt, was das Ende bedeuten soll, und nicht mittels filmischer Mittel einen Interpretationsraum aufspannt. Im Film unverzeihlich, eigentlich.
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