Medien & Phantastik > Sehen
Filme und Serien - Smalltalk
Nocturama:
Für alle Adventure Time-Fans: Der Gritty Trailer für eine (fiktive) Realverfilmung. Als ob die Serie nicht schon deprimierend genug sein könnte...
Ludovico:
Gerade die neueste Folge von The Walking Dead gesehen. Awesome! :d
Die sind mittlerweile echt zu einer ziemlich harten Truppe geworden. Besonders Carol ist knallhart.
Und das Ende hat mir auch einen Kloss im Hals bereitet.
La Cipolla:
The Flash ist wahnsinnig gut. Zweite Folge und der Hype bleibt. :D Wahnsinnskämpfe und -effekte, und tatsächlich ein paar schön emotionale Szenen.
Yerho:
Ich bin von "The Flash" bisher eher wenig angetan. Um genau zu sein, ich bin sogar ziemlich entäuscht.
Das Ganze ist mir zu glatt und geschniegelt und wirklich jeder - sogar die Schurken - sehen aus wie aus einem Modemagazin entsprungen. Außerdem scheint mir das Ganze schwer auf ein jüngeres Publikum ausgelegt zu sein, alles ist schön bunt und wird so linear und simpel erzählt, dass man problemlos minutenweise wegschauen - zum Beispiel, um hochwichtige Nachrichten auf dem Smartphone zu verfassen - kann, ohne aus der ebendrein recht dünnen Handlung gerissen zu werden.
Da schaue ich mir lieber noch mal die Serie aus den 90ern an, die war zwar auch keine Offenbarung, aber da hatte ich zumindest nie das Gefühl, Zoolander im Zeitraffer zu sehen; die Schurken waren echt fiese Gestalten mit Profil und man hatte das Gefühl, dass The Flash in Central City gebraucht wird, damit nicht alles vor die Hunde geht - und nicht nur dafür, jede Woche durch ein singuläres Ereignis erzeugte Superschurken einzusammeln. Mal ehrlich, sind die so arm dran, dass sie die Geschichte von Smallville noch mal mit einem anderen DC-Helden erzählen und das Ganze als kanadische Billigproduktion auch noch so drehen müssen, dass es billig aussieht?
Ansonsten bin ich an "Person of Interest" dran und muss sagen, dass der erzwungene Reset der "concerned third party" der Serie richtig gut tut. Man hat im Prinzip die Vorgeschichte der ganzen Serie und trotzdem wieder das Gefühl, dass da Underdogs gegen und für den Rest der Welt unterwegs sind - dass ist im Laufe der dritten Staffel ein wenig verloren gegangen, als es fast nur noch um Schattenpolitik ging.
Yerho:
Kleine Ergänzung: "The Flash" hat sich mit der zweiten Episode immerhin ein wenig gesteigert, liegt aber immer noch weit unter meinen Erwartungen nicht nur an diese spezielle Serie, sondern überhaupt an heute produzierte Serien.
Das Lineup ist immer noch ätzend: Nur Bubis und Püppchen, die sich mit krampfhaft pseudo-nerdigem Gehabe und durch massives (Grimassen-) Overacting der Darsteller ins Abseits stellen.
Besonders Hauptrolle spiegelt die Figur überhaupt nicht wieder: "The Flash" ist trotz seiner tragischen Familiengeschichte ein leichtherziger, manchmal peinlicher Sprücheklopfer, der - insbesondere, aber nicht ausschließlich, in romantischen Dingen - an chronischer Selbstüberschätzung leidet. In der Serie wird daraus jemand, der von Selbstzweifeln zerfressen ist, die Indolenz eines Mönchs ausstrahlt und außer ein paar mäßig bis gar nicht amüsanten Off-Kommentaren nichts zu sagen hat. Das Einzige, was sie beibehalten haben ist die leichte Schusseligkeit, die den Charakter aber ohne die anderen Aspekte nur noch unsympathischer erscheinen lässt. Grant Gustin wirkt äußerlich viel zu brav und darf oder kann den Charakter nicht wiedergeben, wodurch er in der Hauptrolle weniger Präsenz hat als in anderen Serien manche Nebenfiguren.
Was sich leider eher noch verstärkt hat, ist der Eindruck einer absolut billigen Produktion. Damit meine ich nicht einmal unbedingt die Spezialeffekte - die liegen zwar etwas unter dem heutigen Niveau, sind aber nicht schlechter als bei ähnlichen Serien dieser Machart. Es ist eher die Inszenierung; Kleinigkeiten die sich summieren und das Ganze im Vergleich amateurhaft erscheinen lassen. Beispielsweise hat sich meines Wissens schon seit den frühen 90ern keine Serie mehr getraut eine Szene zu bringen, in der sich Charaktere vor Beschuss hinter Blechfässern (!) verstecken und die "Einschläge" mit Knallfröschen zu simulieren. Da war nur einer der vielen Momente, bei denen ich dachte, das die das unmöglich ernst meinen können.
Kurz: Wenn eine Serie um den schnellsten Mann der Welt so was von überhaupt kein Tempo aufkommen lässt, besteht aus meiner Sicht massiver Verbesserungsbedarf. Mag ja sein, dass eine weitere Teenie-Soap mit leichten Fantasy-Einschlag momentan gute Zuschauerzahlen erreicht, aber ich werde mir höchstens noch ein, zwei Episoden lang anschauen, ob die Serie für mich doch noch interessant wird.
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