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Filme und Serien - Smalltalk
tartex:
Hundert Jahre Einsamkeit auf Netflix
Ich muss zugeben, ich habe das Buch nie gelesen, und wegen des Titels wird es von Nerds weltweit wohl gemieden, aber wirklich toller, teil sehr unheimlicher phantastischer Realismus.
Da kriegt man von der Atmosphäre sicher viel mehr verwertbares für die nächste Rollenspielkampagne raus als wenn man die x-te 08/15-Fantasy-Serie schaut.
Und das Worldbuilding - Folge für Folge, Layer für Layer, Generation auf Generation - begeistert auch. Kaum zu glauben, dass nach 4 Folgen das sich stetig entwickelte Setting (eine fiktive Stadt, die in Folge 1 erst in einem Sumpf gegründet wird) wie ein alter, wachsender und wachsender Bekannter vorkommt.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
--- Zitat von: Outsider am 12.01.2025 | 00:33 ---Ich habe gerade American Primeval (NF) abgeschlossen und bin begeistert.
Vielleicht ein wenig kurz (6 Folgen jeweils zwischen 50-65 Minuten lang) aber für mich sehr unterhaltsam. Inhaltlich entwickelt sich die Geschichte rund um den Utha-Krieg zwischen der US-Regierung und den Mormonen. Starke aber zu weilen extrem gewalttätige Bilder die einem da vorgesetzt werden. Für mich genau die richtige Mischung aus Charakterentwicklung, Drama, ein wenig Pathos, gutem Soundtrack und Action. Für eine Miniserie gut in Szene gesetzt. NF beweist wie bei "Godless" auch, ein gutes Händchen für Westernserien.
Die sind selten, aber wenn dann (in meinen Augen) gut.
--- Ende Zitat ---
Hmmm, ich schau momentan Godless (finde ich bis jetzt sehr gut), und hab auch mal in American Primeval reingeschaut, und war bis zum ersten Überfall auf die Siedler auch ganz gut bedient. Wobei mich gleich gestört hat, dass man da bei den Klamotten nicht mehr auf 1850er Jahre gemacht hat, es sah - abgesehen von den Mormonen- noch sehr nach generischer Wild-West-Jacke-und-Hose-Kombination aus, aber okay.
Der Überfall dann hat mich aber doch leicht genervt - erstens hatten die Siedler nach dem Standoff mit den Mormonen ja gleich gesagt, dass sie jetzt besser mehr Wachen aufstellen - und trotzdem schaffen es Horden von Gegnern, sich dem lager ungesehen auf Pfeilschußweite zu nähern? Und schießen mit Pfeilen, die sich verhalten wie moderne Hochgeschwindigkeitsgeschosse (durchdringen komplette Schädel, ein Pfeiltreffer, und der Getroffen fällt sofort tot um...), sowas ärgert mich sehr, besonders, weil bis dahin das Ganze irgendwie die Prämisse "grim realism" zu vermitteln schien.
Naja, ich werde es wohl weiterschauen, die Charaktere gefielen mir ja durchaus, aber sowas entwertet mir das Ganze schon etwas...
Outsider:
Die Pfeile sind übertrieben, ohne Frage und.das ist mit auch gleich aufgefallen. Das Mantra ein Pfeil, Körpertreffer = Tot wird ja regelmäßig zelebriert. Ich glaube Fast nur Chars wie Boromier sind da eine Ausnahme, Minions haben in solchen Filmen nur einen TP. Wenn ich jedesmal wenn in einer Szene die Handhabung oder die Wirkung auf Mensch und Deckung in Filmen falsch dargestellt wird einen Cent bekommen hätte, könnte ich jetzt in Rente gehen. Über sowas sehe ich inzwischen eher hinweg, wenn das Gesamtbild passt.
Bezüglich der Wachen, in der Szene mit den Mormonen werden die "Meisterschützen" des Wagenzuges ja noch mal eingeblendet. Ich hatte den Eindruck der Anführer hat da ziemlich einen auf dicke Hose gemacht. Dementsprechend schlecht waren auch die Wachen. Will sagen die wirkten alle nicht sehr Kompetent als Kämpfer / Wachleute.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Ich werde es jedenfalls weiterschauen, und das mit den Wächtern hat mich mehr gestört als das mit den Pfeilen - da kann ich mir dann ja sagen "Okay, dann stell dir vor, der Kerl hat fünf Pfeile abbekommen, dann funktioniert die Szene" ;D
Und wenn ich die Wächter in die Kategorie "hat sich stets bemüht" einordne, dann kann ich das Ganze weitergucken, danke für den Hinweis ;)
Lyonesse:
Die schiere Menge der Pfeile war doch fast noch lächerlicher als deren Wirkung. ::)
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