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Filme und Serien - Smalltalk

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Lyonesse:
Mit One Battle After Another liefert Paul Thomas Anderson einen gelungenen Genre-Mix für die große Leinwand ab. Der etwas schräge Film hat deutliche Screwball-Tendenzen, comichaft überzeichnete Figuren und wohl gesetzte und gefilmte Action- und Chase-Szenen. Da gibt es afroamerikanische Frauen, die direkt einem der alten Blaxploitationfilme der 70er entstiegen sein könnten; die radikale Untergrund-Vereinigung French 75, die den Umsturz und die Revolution zelebriert, und als Antagonisten eine Gruppe von White Supremacists, die den US-Fascho-Staat aus ihrem Elite-Clubhaus heraus lenken. Im Mittelpunkt des Chaos steht aber eine Vater-Tochter-Beziehung auf dem Prüfstand und Leo, der ganz uneitel über die Hälfte des Films in einem seltsamen, rot-gescheckten Fetzen von Hausmantel agiert und den Rest der Zeit wieder nüchtern zu werden versucht (oder vielleicht auch nicht).
Überdreht, unterhaltsam, mit sympathischen, fiesen und interessanten Charakteren (und tollen Schauspielern) bestückt, fein ausgestattet und gefilmt, und ganz vielleicht auch ein etwas plumper Kommentar zur aktuellen und zukünftigen Lage in den Vereinigten Staaten, oder (mal wieder) ein Verweis auf einige der fundamentalen Missstände, mit denen das Land im Prinzip schon seit seiner Gründung schwer zu kämpfen hat. Durchaus sehenswert.


Auch wenn es vielleicht so aussieht, aber das ist nicht Dittsches Vetter sondern Ghetto Pat im Einsatz

PS: Ja, Sean Penn agiert zwar am Rande der Parodie, aber kriegt tatsächlich grandios die Kurve - und vermutlich demnächst auch noch eine Oskar-Nominierung.


 

Outsider:

--- Zitat von: Lyonesse am 28.09.2025 | 22:42 ---Jake Friedken (Jude Law) führt in New York mit dem Black Rabbit einen angesagten Szeneladen, in dem seine gut betuchten Gäste auf hohem Niveau gastronomisch versorgt werden und Party machen können. Doch dann taucht sein seit ein paar Jahren verschwundener Bruder Vince (Jason Bateman) wieder auf, und droht ihn mit seinen Problemen und Versäumnissen in einen tragischen Strudel der fundamentalen Zerstörung zu ziehen - düstere 8-teilige Drama-Serie.


Vince hält Jake ganz schön auf Trab

--- Ende Zitat ---

Vielen Dank für den Tipp.

Der Serie würde ich eine glatte 10/10 geben. Gut gemacht, spannend und Chars mit denen man mitfiebern kann.

Mr Grudenko:
Auf Netflix mit "Dark Winds" angefangen.

Eine Adaption der Krimiromane über Polizisten der Navajo Stammespolizei von Tony Hillerman. Macht schon einmal einen guten Eindruck, obowhl einige deutliche Änderungen zur Vorlage gemacht wurden.
Etwa werden die Ereignisse aus "Listening Woman" (der Überfall auf einen Geldtransporter und ein Doppelmord) zeitlich gestaucht und auf Anfang der 70er verlegt, außerdem wird Jim Chee als Neuzugang auf dem Polizeiposten eingeführt und scheint das völlig Gegenteil zum Protagoinsten der späteren Romane zu sein.

Lovecraft:
Ich habe mit 2 Freunden eine Liste von 31 Horror-Filmen (bzw. es sind auch ein/zwei Filme mit Horror-Elementen dabei) zusammengestellt. Für jeden Tag des Spooktobers einen. Geboren ist unsere 31 Days of Halloween Challenge. Ich werde vermutlich nicht jeden Tag schaffen (auch weil schlicht nicht alle Filme auf der Liste in meinem Regal/bei meinen Streaming-Diensten zu finden sind). Aber ich werde versuchen so viel wie möglich mitzunehmen.

Tag 1 war Scream von Wes Craven. War damals ja ziemlich revolutionär und hat den Horror wieder zurück in den Mainstream gebracht. Ich fand allerdings, dass der Film nicht gut gealtert ist, nachdem ich ihn gestern nach tausend Jahren mal wieder gesehen habe. Ich musste viel zu oft an Scary Movie denken. Und Dewey und Doofy sind leider gar nicht so weit voneinander weg. Highlight des Films war für mich das Easter Egg mit Hausmeister Fred. Und wenn ein Easter Egg das Highlight ist, dann weiß man, was ich vom Rest des Films hielt. Ich vergebe 3 von 10 Horrorfilmregeln.

Tag 2 nun The Thing von John Carpenter. Das Teil halte ich hingegen bis heute - und auch nachdem ich ihn gerade nochmal geschaut habe - für einen fast perfekten Horrorfilm. Es sind gefühlt ein paar seltsame Zeitsprünge drin. Aber insgesamt ... von vorne bis hinten spannend. Die Atmosphäre ist der Wahnsinn. Und das Ende wirklich großartig. Die Paranoia, die die Charaktere über fast den ganzen Film spüren wird einfach auf den Zuschauer übertragen. Ist Macready das Ding? Oder doch Childs? Ich habe dieses mal genau darauf geachtet, ob Childs Atem am Ende zu sehen ist, da das häufig als Hinweis genannt wird, dass er wohl das Ding sein könnte. Aber ich kann bestätigen, dass man seinen Atem einmal deutlich sehen kann. Hier gebe ich ohne zu zögern 9 von 10 Bluttests.

Morgen folgt dann an Tag 3 der Film The Void von Jeremy Gillespie und Steven Kostanski. Hier bin ich gespannt, da ich diesen Film gar nicht kenne.

Raven Nash:
Gestern The Bayou auf Prime. Ein Meth-Labor in den Sümpfen Louisianas wird von der DEA hochgenommen. Dabei geraten Chemikalien ins Wasser - und verändern die Alligatoren, die dort leben.
Ein Flugzeug stürzt in genau diesem Gebiet ab, und die Überlebenden müssen nun sehen, wie sie gegen die Alligatoren bestehen...

Das ist so die Grundprämisse. Klassischer Creature-Feature Survival Horror. Mag ich sehr gern.
The Bayou hat zumindest noch eine nachvollziehbare Ursache für das Verhalten der Alligatoren, das unterscheidet ihn schon mal von anderen Filmen.
Ansonsten hat man eben das übliche 10 Kleine Jägermeister Spiel, das man erwartet.
Und natürlich hat man auch eine weibliche Mary Sue, die irgendwie mehr Erfahrung im Survival hat als ein Pilot und ein Ex-Militär. Begleitet von zwei unsympathischen Tussen bei denen man sich fragt, wann sie endlich gefressen werden, führt also eine College-Studentin die Gruppe aus dem Sumpf.

Am Ende ist der Film nicht unbedingt furchtbar schlecht, aber gut ist er auch nicht. Entfernt sich nach dem Sehen selbst aus dem Gedächtnis.

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