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Filme und Serien - Smalltalk

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Lyonesse:
The Many Saints Of Newark ist zwar nicht ganz neu (2021), aber ich habe den Film erst jetzt gesehen. Es handelt sich um eine Art Prequel zu der Sopranos Reihe, wobei der Film im Jahre 1967 startet und dann weitergeht. In jedem Fall sehenswert für Leute, die sich mit den Sopranos auskennen oder Mafiastoffe mögen, aber auch sonst bietet der Streifen ganz brauchbare Unterhaltung und gutes Drama mit einem kompetenten Cast und feiner Ausstattung. Der Geist der TV-Serie wird zwar nur teilweise eingefangen, aber es war immerhin ganz nett nochmal etwas von den Sopranos zu sehen.


Heilige muss man hier zwar mit der Lupe suchen, aber Tony und sein Onkel Dickie Moltisanti verstehen sich augenscheinlich gut. 

Edgar Allan Poe:
Ich habe zuletzt Welcome to Derry gesehen. Ich bin großer Fan des Buches. Ich liebe es sogar über alles und halte diese Geschichte für die beste Geschichte, die je verfasst wurde.

Den alten Film aus den 90ern mag ich - nicht weil er besonders gut wäre ... aber ich habe einen nostalgischen Platz dafür in meinem Herzen. Außerdem halte ich Tim Curry für einen fantastischen Pennywise (besser und vor allem beängstigender als Skarsgard).

Die neuen Filme fand ich alle beide gut. Ich habe hier zu wenig von der "Freundschaft" gespürt, die die Protagonisten verbindet. Aber an sich war das Ganze gut.

Jetzt also das Prequel in Serie.

Was meine ich dazu? Nun erst einmal muss man hier festhalten: Dieses Prequel ist tatsächlich ein Prequel zu den neuen Filmen. Nicht zum Buch. Das ist wichtig, damit man das Ganze tatsächlich mit den richtigen Augen bewerten kann. Ab hier Spoiler:

Es ist ganz spannend zu sehen, wie man hier dem Filmuniversum einige Punkte hinzufügt. Man lernt etwas über die Herkunft von ES. Man findet heraus, wie er zu Pennywise wurde. Ganz besonders hat mir gefallen, wie die Charaktere aus den Filmen (und teilweise auch aus dem Buch ES und anderen King-Büchern wie Shining) in die Geschichte eingewoben wurden. Die Story rund um die "Pfeiler" hätte auch von Stephen King stammen können. Ist sie so gut geschrieben, als hätte King sie geschrieben? Nein. Ist sie sicherlich nicht. Dafür fehlt auch einfach die Zeit. Aber insgesamt passend.

Ganz besonders hat mir gefallen, dass hier auch teilweise Eltern und Großeltern der Protagonisten aus dem Buch vorkommen. So lernen wir in der ersten Folge gleich einen Jungen kennen, der mit Namen Uris heißt. Ein Onkel von Stan Uris aus den Filmen. Wir lernen im Laufe der Serie Will Hanlon kennen. Der Vater von Mike Hanlon aus dem Buch. Richtig stark fand ich Marge - die in der Finalfolge als "Marge Tozier" enthült wird - Richie Toziers Mutter. Und es wird sogar klar, warum ihr Sohn Richie heißt. Allgemein ist diese Stelle wirklich stark, weil Pennywise hier das Vermisstenplakat von Richie hochhält (ja, Richie, der zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht geboren ist) und Marge von diesem Richie erzählt. Und dass dieser Richie und seine Freunde ihn einst töten würden. Das ganze gibt so einen richtigen temporalen Knoten im Hirn. ES scheint Zeit völlig anders wahrzunehmen. RICHTIG cool gemacht und passt ganz wunderbar zu King.

Auch grundgenial fand ich, dass man Pennywise erst sehr spät in der Serie überhaupt zu sehen bekam. Und sein Auftauchen ist heftig.

Außerdem heftig empfand ich, wie diese Serie mit ihren Charakteren umging. 4 Kinder werden in der ersten Folge als theoretische Protagonisten aufgebaut. Nur eines dieser 4 Kinder überlebt diese Folge. Aber auch die wirklichen Protagonisten sind nicht vor Schaden oder sogar Tod gefeit. Allgemein ist der Gore-Anteil recht hoch. Das muss man mögen, ist aber gerade für eine ES Story mehr als passend (und imho sogar nötig).

Ganz toll auch am Ende die Cameos von Beverly Marsh aus dem Film und tatsächlich die alte Mrs. Kersh (die als jüngere Person in der Serie eine größere Rolle spielt), die im zweiten Teil der Filme als grauenhafte Erscheinung für Beverly auftaucht. Einfach ein cooler Moment.

Ich fand aber natürlich nicht alles nur gut. Die Story rund um den General der ES für seine Zwecke nutzen möchte, habe ich als recht logikarm empfunden. Er hatte Derry 50 Jahre nicht betreten und hat sich am Ende doch irgendwie daran erinnert, dass er eine ganze Operation rund um dieses Wesen aus dem Boden stampfen konnte. Und das, obwohl Pennywise TODESÄNGSTE auslöst. So habe ich dieses Monster nie verstanden. Auch im Film nicht. Wer Pennywise erblickt UND überlebt, der wird alles tun, um dieses Monster nie wieder sehen zu müssen.

Als Fan des Stoffs und der Filme vergebe ich ohne zu zögern 8 bis 9 von 10 Ballons.

Für Horrorfans imho auch ohne Fanbrille eine solide 7 von 10 Ballons.

Kurna:
Wir hatten im Urlaub "Miss Sophie", die Prequel-Serie zu "Dinner for One" gesehen.
Passt zwar nur bedingt zu dem bekannten Sketch, aber insgesamt war es sehr lustig. Wir haben viel gelacht, wobei die letzte Folge wohl eher die schwächste war. Die Serie spielt natürlich mit extremen Klischees der Nationen und auch bei den dramatischen Handlungswenden, aber so bewusst gemacht, finde ich es okay.
Höhepunkte waren u.a. wie Mr. Pommeroy Sir Toby beleidigt und Admiral von Schneiders "Sinnsuche". :)

Eine Chance wurde mE vertan:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich hätte erwartet, dass nach der "Hahnenattacke" auf Mr. Pommeroys Kehlkopf seine Stimme piepsiger wird um besser zum Bühnenstück zu passen.

phant:
Gerade Der Tiger von Dennis Gansel gesehen.
Angeblich zur Zeit ziemlich gehyped.

Hmh, fängt an wie die deutsche Version von Iron Fury, etwas von Private Ryan, düsterer mystischer Twist kurz vor dem unbefriedigenden Ende.
Für einen Antikriegsfilm zu wenig Anti für mich.
Kann man gucken, muss man aber auch nicht.

Metamorphose:
Hab Chaos Walking gesehen, der seine nervigen Elemente hat, aber eigentlich ganz unterhaltsam ist. Schade, dass es wohl keinen zweiten Teil gibt.

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