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Filme und Serien - Smalltalk
Luxferre:
Ich habe gerade Penny Dreadful gesehen. Und bin ziemlich begeistert. Die langsame Erzählweise, ruhige Kameraführung und Ausstattung sind oberhammermäßig :d
Gut, einige Dialoge sind recht dünn, einige Kamerafahrten wiederholen sich, aber ich mag diese skurrile Anordnung von Märchencharakteren in dieser Atmosphäre und auch den Handlungsbogen finde ich cool.
Ist halt kein Kind dieser Generation, wo alles schnell, knall und uber sein muss, um überhaupt noch eine Wirkung zu erzielen.
Heinzelgaenger:
Penny Dreadful war fein, witzigerweise war die erste Folge nix, wie bei ach so vielen Serien.
Ich vermute, man muss halt alles reinstopfen, was irgendwie geht und vergisst dabei, dass der Plot-Karren überhaupt noch nicht angelaufen ist.
Wiederhole und betone eine sehr klare Empfehlung für Marco Polo.
Die Kritikpunkte sind grösstenteils ein Witz und wie bereits erwähnt liegt der Hund woanders begraben:
Es wird überhaupt kein Ami gefeatured (Lorenzo Richelmy alias Marco ist...Italiener), "nur Asiaten und Araber".
Das ist nunmal für die Kritik traditionell Gift, auch wenn die sich windet und beispielsweise die Sexismus-Nebelkerze schwenkt.
La Cipolla:
Lass vielleicht erstmal den Nebelkerzendampf aus Zeile drei hinter dir, bevor du anfängst, über Nebelkerzen zu reden. Ist ja nicht so, als wäre die Serie nur in Amerika kritisiert worden (oder nur von "Weißen"), oder nur von Kritikern, was das angeht. Ernsthaft, wtf ... Ich weiß, andere Meinungen können weh tun, aber sowas muss doch nun echt nicht sein.
Für mich ist Marco Polo ein ganz typischer Guilty-Pleasure-Fall. Ich habe so richtig hart Spaß dran, gerade an den Production Values, an der Auf-180-Exotik und an einigen grandiosen Schauspielern, was aber zugegebenermaßen auch nur deshalb funktioniert, weil ich so einige Sachen akzeptiert habe oder gut tolerieren kann, die ich ziemlich lächerlich und streckenweise einfach nur schlecht finde. Allem voran diese schrecklich aufgesetzte HBO-Sex-and-Gore-Anbiederung und wie berechenbar das Ganze ist. Und natürlich die Auf-180-Exotik.
Heinzelgaenger:
Nee, sorry, das ist Fakt: Hollywood nimmt selbst britische Formate auseinander (the Office, Skins, Shameless etcetc) um sie zu amerikanisieren. Gilt nat. auch für europäische Filme (Taxi, Stieg Larssons Trilogie, Vanilla Sky).
Sexismus ist im Moment die Nebelkerze schlechthin.
Wenn du selber nicht siehst, das Marco Polo keine Sexposition a la Game of Thrones nutzte, dann hast du witzigerweise die amerikanische Mentalität angenommen.
Bloss weil eine Figur nackt ist =/ Sexismus. Lass dir das doch nicht einreden.
Und: Wo hatte Marco Polo bitte Gore?
Haben wir die gleiche Serie geguckt?
La Cipolla:
Ich glaube, du hast auf einen Post geantwortet, den du zwar erwartet, den aber niemand geschrieben hat. Von Sexismus war keine Rede (das ist noch mal ein ganz anderes Fass), und zur Kritik wurde schon einiges gesagt, das weggefallen ist. Ich fände es produktiver, wenn du auf die Argumente eingehen und nicht nur nur deine generelle Meinung zum Thema dagegen stellen würdest.
Davon abgesehen: Ja, ich nehme bei amerikanischen Serien schon eine amerikanische Mentalität an, bis sie mich eines besseren belehren. Finde ich jetzt auch nicht sonderlich absurd (selbst Netflix besteht aus Menschen, die irgendwo ihre Kohle herkriegen müssen), und Marco Polo hat mir nur in wenigen Facetten Anreiz dazu gegeben.
Bei Gore haben wir augenscheinlich unterschiedliche Maßstäbe. Das ist okay, und das war ja auch mein Punkt: Subjektive Meinungen und so. Kein Grund, sämtliche Kritik an einer Serie als voreingenommen abzutun, vor allem hier in Deutschland, wo amerikanische Serienkritiken sowieso vorrangig die Serien-Geeks erreichen.
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