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Sashael:

--- Zitat von: ghoul am 30.03.2026 | 15:21 ---Alles.

--- Ende Zitat ---
Was ja bedeuten würde, dass du das nicht mehr weitergucken kannst, denn er wird ja reguläres Crewmitglied.  :o

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:

--- Zitat von: Zed am 30.03.2026 | 15:57 ---Dass Jackson den leichteren Ton des Hobbit adaptiert hat, würde ich eine Fehlentscheidung nennen. Denn die Epik und Tragik ist das, was die Geschichten in Mittelerde ausmachen. Und die lustigen Spektakel im Hobbit gehen mangels Verbindung zu den Charakteren (und dem Vorwissen, wer alles überleben wird) für mich gar nicht auf.

--- Ende Zitat ---

Wäre ja schön gewesen, wenn er tatsächlich das so gemacht hätte - das wäre dann eher ein Film im Stil von Ronja Räubertochter geworden. Aber eben das hat er ja nicht getan, abgesehen mal von der Zwergenparty bei Bilbo (die dann auch sehr gut funktioniert hat). Ansonsten hat er eben genau das gegenteil gemacht: er hat versucht, tragische Epik im Stil des HdR mit Gewalt zu erzeugen, siehe die Darstellung Throins als tragisch-düsterem Bad Boy von Anfang an, die Rachestory mit Azog und die Verfolgung durch Azog usw.. Thorin im Buch ist eine ganz andere Gestalt, nur sein Ende hat dann wieder tragische Dimensionen.

Du hast ja in meinen Augen durchaus recht mit der Ablehnung des Klamauks in den Hobbitfilmen, aber der ist fast überall reine Dazudichtung, Tolkien darf man den nicht anlasten.  ;)

Zed:

--- Zitat von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 30.03.2026 | 16:06 ---Du hast ja in meinen Augen durchaus recht mit der Ablehnung des Klamauks in den Hobbitfilmen, aber der ist fast überall reine Dazudichtung, Tolkien darf man den nicht anlasten.  ;)

--- Ende Zitat ---
Das wollte ich auch nicht. Ich hätte besser "sehr frei adaptiert" schreiben sollen.  :)

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Aber gerade im "Bad Boy Thorin" hätte die Chance gelegen, Bilbo zu einem Gegenpol aufzubauen:

Thorin wird Bilbo nie akzeptieren -> Thorin beginnt, Bilbo zu schätzen -> Thorin beginnt, Bilbo zu vertrauen -> Thorin wird von Bilbo verraten.

Aus der Sicht von Bilbo: Wie bescheuert war ich bitte mitzugehen -> Sie verspotten mich, und Thorin wird mich niemals ernst nehmen -> Jetzt zeige ich es ihnen -> Ich kann etwas erreichen und bewegen -> Thorin beginnt, mich zu schätzen -> Ich bin fast einer von Ihnen -> Thorin vertraut mir -> Thorin handelt zutiefst falsch -> Ich muss mich entscheiden -> Ich muss Thorin verraten, um das Beste für alle zu erreichen, selbst wenn es mein Leben kostet.

korknadel:

--- Zitat von: Zed am 30.03.2026 | 15:57 ---Dass Jackson den leichteren Ton des Hobbit adaptiert hat, würde ich eine Fehlentscheidung nennen. Denn die Epik und Tragik ist das, was die Geschichten in Mittelerde ausmachen. Und die lustigen Spektakel im Hobbit gehen mangels Verbindung zu den Charakteren (und dem Vorwissen, wer alles überleben wird) für mich gar nicht auf.

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Da fehlen mir bei Tolkien jegliche Antennen. Ich finde das Buch vom Hobbit jetzt nicht episch und tragisch, und auch weite Teile des HdR zumindest nicht tragisch. Aber wie gesagt, mir fehlt wohl die Ehrfurcht vor Tolkiens Werk, um das empfinden zu können. Und mit einem wilden Mix aus Slapstick, Trakik, Epik, Komödie und Drama kann ich gut leben. Habe ja auch eine Schwäche für Bollywood, das ja, gemäß des klassischen indischen Theaters auch einen Hang dazu hat, sämtliche Ebenen in ein Stück/einen Film zu packen. Selbst im Mahabharata gibt es Slapstick. Und die Charaktere kann ich auch nicht recht beurteilen, ich hatte da bei meinen diversen Hobbit-Lektüren eigentlich auch nie den Eindruck, dass die Charaktertiefe, von Ausnahmen abgesehen, über das hinausgeht, was Jackson in den Filmen zeigt. Bei der Größe der Zwergentruppe wäre das ja auch ein ziemlich dickes Buch geworden, wenn Tolkien für jede Figur ein psychologische Charakterdarstellung ausgeführt hätte. Mir reicht es in den Filmen, dass die Figuren weniger posen als in vielen Action- und Superheldenfilmen, die ich gelegentlich durchleide, zwischendurch aufleuchten, und dann halt wieder alles fantastisch bunt weitergeht.

Zed:

--- Zitat von: korknadel am 30.03.2026 | 16:45 ---. Ich finde das Buch vom Hobbit jetzt nicht episch und tragisch, und auch weite Teile des HdR zumindest nicht tragisch.

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Beim Buch des Hobbit geht es mir wie Dir.

Beim Roman Herr der Ringe geht es mir ganz anders: Die gewaltigen Statuen am Fluss, uralte Kreaturen in vergangenen Minen, das entkörperlichte Böse, das Zeitalter, in dem die Elben von der irdischen Welt Abschied nehmen - das alles liegt als Ausdruck der Epik und Tragik unter der Heldenreise von Sam, Frodo und ihren Gefährten. Frodo wird das PTSD seiner Reise wohl niemals loswerden, obwohl die Engel selbst ihm seinen Lebensabend im Paradies gestatten.

Es ist die Kunst Tolkiens in meinen Augen, diese Welt mit langer Geschichte als Leinwand für die Ring-Quest zu nutzen, ohne ihre Geschichte zu sehr in den Vordergrund zu zerren.

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