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Filme und Serien - Smalltalk

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Outsider:
Man on Fire (Serie; NF)

Großer Name, leider nichts dahinter. Jedenfalls wenn man einen vergleich zum filmischen Vorbild ziehen will. Yahya Abdul-Mateen II schafft es einfach nicht John Creasy in seiner Zerrissenheit darzustellen. Er bemüht sich redlich, aber die Rolle steht ihm einfach nicht. Er ist der Held, der krasse Mann und kein gebrochener Veteran auf seinem letzten Job. Auch wirkt das Spiel zwischen Billie Boullet und ihm eher dünn, wenn man an den Film und den Creasy / Lupita Arc denkt. Grundsätzlich ist alles da, aber eben nicht wirklich glaubhaft umgesetzt oder in der Tiefe und in starken Bildern ausgedrückt.

Trotzdem ist die Serie ein gutes Actionfeuerwerk und orientiert sich lose an den Handlungen aus dem filmischen Vorbild. Andes als der Roman (was evt. noch eine gute Entscheidung gewesen wäre) spielt der Film jetzt weder in Italien (Buch) noch Mexiko (Film) sondern in Brasilien und den Favelas von Rio de Janeiro. Der Plot ist politischer und der Maßstab größer. Auch wenn er teilweise recht brutal ist würde ich die Serie als Feelgood Actionserie bezeichnen und sie ist bei weitem nicht so düster, fatalistisch wie der Film. Ich will nicht spoilern aber das Ende suggeriert eine Fortsetzung, mag sich jeder selbst dabei denken warum ich die Serie als Feelgood Action betrachte.

Leider haben der Name und die Assoziationen die ich damit hatte mich etwas anderes erwarten lassen. Wer die Serie sieht sollte keinen Vergleich zum Film suchen, sondern sie als das sehen was sie ist, eine ein Mann Armee räumt auf :D

Um nochmal auf die mögliche Fortsetzung zurück zu kommen, das Ende deutet an, dass in Staffel 2 die Handlungen des Films und die Geschehnisse um „Die Stimme“ wieder aufgreifen. Spätestens da wären die Macher gut beraten keine allzu deutlichen Parallelen mehr zu ziehen, immerhin ist der Protagonist „Creasy“ in allen Enden des Filmes gestorben. Im Übrigen macht dieser Loop überhaupt keinen Sinn, da die Serie bis dato die Geschehnisse in Mexiko komplett ausblendet und eben da ansetzt wo der Film beginnt, mit einem ausgebrannten Elite-Soldaten welcher seinem Leben am liebsten ein Ende setzen möchte. Die Story ist an der Stelle nicht sehr konsistent. 

Outsider:
Suche mich nicht (Miniserie; NF)

Gestern die letzte Folge beendet und eine typische Harlan Coben Geschichte gesehen. Charaktere die man mag, ein wenig Skurril mit teilweise humoristischen Einlagen, auch wenn das Thema im wahrsten Sinne des Wortes todernst ist. Vorweg ich kenne die Bücher von Harlan Coben nicht, kann mir also kein Urteil darüber erlauben wie die Serie im Vergleich dazu abschneidet.

Woran man sich bei Harlan Coben wohl gewöhnen muss, und damit steht und fällt bestimmt ob man die Serie oder die Art der Serien nach seinen Roman mag oder nicht, er schreibt Geschichten wie Matrjoschka Puppen. Schichtweise kommt immer noch ein neues Geheimnis dazu, noch eine Erkenntnis, noch eine Enthüllung, noch eine Verästelung der Story. Wo alles am Anfang klar wirkt (Mädchen aus gutem Hause gerät auf die Schiefe Bahn und wird obdachlos, verschwindet und der Vater tut alles um sie zu finden) kommen immer neue Probleme und Rätsel auf die sich erst nach und nach auflösen. Dabei spielt der Autor damit immer wieder völlig banale Lösungen für vorher komplett überhöhte Probleme zu präsentieren. Vieles von der Spannung lebt davon dass sich die Protagonisten in etwas hineinsteigern, was am Ende eigentlich gar keinen Aufreger wert ist. Das vermischt sich dann mit der Hauptstory und deren Lösung, nur um am Ende wenn man denkt, jetzt ist alles gesagt, man weiß was passiert ist doch noch eine Wendung rauszuhauen mit der der Autor die Zuschauer dann alleine lässt, weil man eben nicht weiß wie gehen die Protagonisten jetzt damit um.

Kurzweilig mit für meinen Geschmack zu vielen Wendungen und am Ende einfachen Lösungen, daher von mir 7/10

Teilweise müsste ich die Serie noch mal sehen ob das präsentiert Ende wirklich Sinn ergibt, aber ich will hier nicht spoilern. Ich denke aber die Handlung vom Anfang der Serie passt nicht zum Ende. Wäre das schlüssiger, hätte die Serie vielleicht noch ein zwei Punkte mehr bekommen können.

Mr. Ohnesorge:
Das Buch war mega gut und iirc auch etwas anders zum Ende hin als die Serie.

Outsider:

--- Zitat von: Lyonesse am  4.04.2026 | 19:21 ---Privileges ist eine neue französische Hotel-Drama-Serie von HBO. Die junge Strafgefangene Adèle darf an einem Freigänger-Programm teilnehmen, bei dem sie in einem der luxuriösesten Hotels von Paris im Service arbeiten soll. Um sich in dieser neuen Welt der gehobenen Dienstleistung, der VIPs und superreichen Gäste zurecht zu finden, bleibt ihr so gut wie keine Zeit. Sie wird sofort ins kalte Wasser geworfen und muss sich zusätzlich noch vor dem diffizilen Machtgefüge unter den Angestellten in Acht nehmen. Gut inszeniert, gut ausgestattet und gut gespielt.


Manchmal muss man halt einfach Gas geben

--- Ende Zitat ---

Ich komme noch mal hierauf zurück. Die Serie ist ja inzwischen komplett raus und für meinen Geschmack erlebt sie nach einem starken Start leider einen Abwärtstrend. Die Rolle der Adéle ist einfach zu unglaubwürdig geschrieben. Faktisch dürfte sie kaum Freiheiten haben, man lässt ihr aber alles durchgehen. Dabei ist die Story um das Hotel gar nicht mal schlecht nur das Vehicle Adéle eignet sich für mich nicht wirklich sie zu erzählen. Was wie ein Sozialdrama anfängt verschiebt sich immer mehr in Richtung Intrige unter Superreichen bei der alle Protagonisten egal welche Stellung sie haben oder welchen Hintergrund vom superreichen Gelwäscher über international gesuchte Verbrecher bis hin zum abgebrühten Hotelchef der jungen Strafgegangenen auf Bewährung nicht das Wasser reichen können. Einzig das Ende ist dann wieder auf den Punkt, wenn auch mehr als unglaubwürdig, erschlägt man doch alle vorher hochgezogenen Problem mit einer Folge.

Solides HBO Handwerk, aber schlecht geschrieben bzw. ich habe das Gefühl man wusste am Anfang nicht so genau wohin mit der Serie und hat dann einen Mittelweg gewählt ohne die Erzählperspektive zu ändern.

6,5/10

Outsider:

--- Zitat von: Mr. Ohnesorge am 31.05.2026 | 13:25 ---Das Buch war mega gut und iirc auch etwas anders zum Ende hin als die Serie.

--- Ende Zitat ---

Das glaube ich gerne. Das Potential ist ja massiv da.

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