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Filme und Serien - Smalltalk
Chiarina:
Kann schon sein. Aber die Handlung und die Bilder sind in beiden Filmversionen dieselbe, oder? Das reicht mir schon, vielen Dank.
Eulenspiegel:
Die Bilder sind die gleichen. (Naja, es wurden einige Szenen rausgeschnitten.) Die Handlung wurde aber stark geändert:
Im japanischen Original wird stärker die Umweltverschmutzung thematisiert, während in der Synchro der Kampf gut gegen böse thematisiert wird.
Chiarina:
Ich habe mich über die Weichspüler-Herangehensweise geärgert. Mir ist schon klar, dass ein Anime mit Spielfilmlänge nicht alle Aspekte der Comicserie erfassen kann. Gekürzt wurde aber alles, was im Comic meine Aufmerksamkeit erregt hat... weil es etwas drastischer dargestellt ist, als üblich... schade, weil ich diese drastische Darstellung angemessen fand.
Ja, der Umweltaspekt ist noch vorhanden, aber ziemlich schlapp. Wenn er im japanischen Original stärker ist: prima. Dazu kommen aber:
- Kein Kampf von Bruder gegen Schwester und Vater gegen seine Kinder in Torumekia,
- Kein religiöser Fanatismus und keine staatlich verordnete Gehirnwäsche
- Keine unterdrückten Minderheiten innerhalb eines Staates
- Skrupelloser Machtwille nur sehr abgeschwächt: Machthaber, die über Leichen gehen sind im Film eigentlich nur Kushana. Im Comic ist das aber die Regel!
- Die unschönen Folgen von Lebensverlängerung oder gar Unsterblichkeit sind draußen
- Die Auseinandersetzung zwischen Pantheismus und Monotheismus (besonders im Showdown)
- Und vor allem: Der Wertverlust des Lebens in Krisenzeiten, die tausenden von Leichen am Straßenrand, Flüchtlinge, zurückgelassene Kinder, die ganze humanitäre Katastrophe... die ist viel zu stark verharmlost.
Da frage ich mich schon, wo ist mein Lieblingsmanga geblieben?
Talasha:
Hat sich noch jemand die SchleFaZ-Doku über Sharknado 3 angesehen? Mich hat überrascht mit wie viel Liebe und Hingabe die Special Effekt-fuzzis ihre Puppen bauen und das man Szenen mit Tara Reid zigmal gedreht hat.
alexandro:
Gerade zwei neue Superhelden-Animationsserien für mich entdeckt.
Bei Marvel war ja gerade mit "Avengers Assemble" der Tiefpunkt erreicht und auch wenn die Spider-Man und Hulk-Serien langsam besser wurden, war es noch nicht der große Wurf. Jetzt haben sie jedoch mit Guardians of the Galaxy eine neue Serie rausgebracht, welche von Stimmung und Inhalten her perfekt an den Film anschließt (ausgehend von Interviews mit Sean Gunn geht die Serie letztlich in eine andere Richtung als die "echte" Fortsetzung, aber das merkt man beim Ansehen nicht) und auch auf die dämlichen Slapstick-Einlagen und 4th-wall-breaking-moments der anderen drei Serien verzichtet. Die Handlung kommt schnell in Fahrt und scheint recht episch zu werden, das lob ich mir.
Auf der DC-Seite wurden in den letzten Jahren zwar ein paar mäßige Filme (und das unterirdische Machwerk "Assault on Arkham") rausgehauen, an der Serienfront war es nach der Absetzung von "Young Justice" ( :'( ) aber sehr ruhig (gut "Teen Titans GO!" gab es noch, aber das erinnert mich nur daran, wie sehr ich die echte Teen Titans Serie vermisse). Jetzt haben sie mit Vixen den neuesten Eintrag ins Flash/Arrow-Universum am Start und der scheint, ausgehend vom Erzähltempo und den Animationen, sehr gut zu werden (bisher gibt es leider nur 5minütige Shorts, ich hoffe da kommen noch vollwertige Episoden - bei Guardians haben sie auch mit Shorts angefangen, bevor sie vor kurzem die erste Episode gezeigt haben).
Bleibt zu hoffen dass die Serien Erfolg haben und die entsprechenden Verantwortlichen ausnahmsweise auch anspruchsvollen Konzepten eine Chance geben. Und vor allem: dass diese vielversprechenden Serien nicht wieder nach 1-2 Staffeln gekappt werden. >:(
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