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alexandro:
Gotham ist auch in der 2. Staffel genauso dumm wie zuvor...  ::)

tartex:

--- Zitat von: alexandro am 17.09.2016 | 23:03 ---Gotham ist auch in der 2. Staffel genauso dumm wie zuvor...  ::)

--- Ende Zitat ---

Habe die zweite Staffel zwar noch nicht geschaut, aber stilisiert, statt gradeheraus 'realistisch' ist nicht dasselbe wie "dumm".

Das Argument ist ungefähr auf dem Niveau von "Moderne Kunst kann ja jeder 5jährige malen".  :P

(Disclaimer: Ich weiß, ich sollte um diese Uhrzeit niemanden was in den Mund legen, was er nicht gesagt hat. Ich weiß, ich sollte um diese Uhrzeit niemanden was in den Mund legen, was er nicht gesagt hat. Ich weiß, ich sollte um diese Uhrzeit niemanden was in den Mund legen, was er nicht gesagt hat. Ich weiß, ich sollte um diese Uhrzeit niemanden was in den Mund legen, was er nicht gesagt hat.)

Ich bin sicher, du kannst das "dumm" besser erklären. Ich mochte in der ersten Staffel halt den einzigartigen Mix aus beinahe Joel-Schuhmacher-Visuals bei gleichzeitig brutaler Grittiness. (Okay, die Fish/Dollmaker-Handlung war mir viel zu weit ausgedehnt. Das musste echt nicht sein.)

Habe bis jetzt nur Folge 1 der zweiten Staffel geschaut, aber die Kombination (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)aus einerseits vollkommen überzeichneten Kostümen und Charakteren im Arkham Asylum (ja, ich mag sogar die Parodie einer Barbara extrem), während gleichzeitig Gordon zur Bitch des Pinguins gemacht wird, hat mir wieder extrem viel Spass gemacht.

alexandro:
Für "stilisiert" müsste es mal einen Stil durchhalten, statt wild hin- und herzuspringen.  ::) Zumal der Stil auch des öfteren Story-Probleme schafft (Pinguins kleines Prohibitions-Abenteuer in Staffel 1, z.B.). Stil ohne Substanz ist nicht so meins (besonders wenn der Stil offensichtlich nur darauf abzielt, Erinnerungen an einen anderen Film abzurufen), aber darum geht es gar nicht primär.

Und mit "dumm" meine ich vielmehr solche Sachen, wie dass die Figuren erstmal GAR KEINE Charakterentwicklung haben (1. Staffel, über 20+ Folgen hinweg), um dann plötzlich, vollkommen unmotiviert, Sprünge in ihrer Entwicklung zu machen, welche durch NICHTS angekündigt waren
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)(Gordons 180° Drehung vom Pfadfinder zum Pinguin-Henchman; nachdem sich Selina im Staffelfinale komplett unmotiviert, und offscreen, Fishs Gang angeschlossen hat, schließt sie sich jetzt komplett unmotiviert, und wieder offscreen, Pinguin an; Barbara dreht sich plötzlich von "Ich gehöre nach Arkham, bitte sperrt mich ein" zu "Du miese Bitch hast mich nach Arkham gebracht, ich bring dich um!"; etc.pp.). Abgesehen davon, ist die Continuity verkorkster als bei All Star Batman & Robin - das alles soll in nur einem Monat passiert sein? Bitte. Inklusive des netten Tidbit, dass Bullock (nach der seltsamen Chronologie der Serie) zu trinken aufgehört und sein Leben auf die Reihe gekriegt hat, BEVOR er seinen Job bei der Polizei verloren hat.
Und das ist nur die erste Folge. Sorry, aber das fängt schonmal sehr krude an. Ich habe bei der Serie immer mehr den Eindruck, dass die einzelnen Storylines (Gordon-Storyline, Bruce-Storyline, Arkham-Storyline etc.) von vollkommen unterschiedlichen Autoren geschrieben werden, die sich nur sehr begrenzt austauschen.

tartex:
Also mir ist es lieber ein Charakter wird in jeder Folge ganz neu interpretiert, als dass irgendwas endlos ausgewaltzt wird.

Ich möchte soviele neue Eindrücke pro Folge wie möglich. Okay, vielleicht nicht wie möglich. Aber ich kann mich nur zum Play drücken überwinden, wenn ich denke, dass etwas kommt, was ich nicht erwarte.

Naja, jedem Tierchem sein Blessierchen. Mir hat die erste Staffel besser gefallen als das Arrowverse, obwohl zumindest Flash-Staffel-2 sehr deutlich zugelegt hat.

(Zählt Supergirl-Staffel-1 jetzt eigentlich auch zum Arrowverse?)

alexandro:
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Ich mag gerade Serien, die nicht den einfachen Weg gehen und zu Beginn jeder Serie einfach ne neue Setzung hinknallen, sondern die das organisch entwickeln (und sei es implizit). Gerade wenn ich die Serie am Stück schaue. für "Eindrücke" reichen mir auch einzelne Folgen, so wie bei der 60er Serie von Adam West - "Krach", "Peng" "Kapow", ein Haufen Eindrücke - aber, wie bei Gotham, leider keine Entwicklung, bei der ich mitfiebern könnte. Zumindest was zum Schmunzeln ist in beiden Serien dabei.

Arrow, Supergirl und Flash haben sich mit dieser Art von Entwicklung zugegebenermaßen auch etwas schwer getan, und ein Großteil der "Entwicklung" kommt maßgeblich durch das Shared Universe zustande (wenn sich die Figuren auch eher spärlich weiterentwickeln, so werden sie dadurch wenigsten ab und zu in neue Konstellationen gesetzt), weswegen Supergirl (die ja etwas außen vor ist), da auch am wenigsten punkten kann (evtll. ändert sich das in der nächsten Staffel, wenn sie die Charaktere dieses Universums ausbauen (Superman!) und evtll. auch häufiger Crossover mit den anderen Serien machen).

Ob sie damit an solche Kracher wie "Buffy", "Game of Thrones" oder "Preacher" herankommen, bleibt abzuwarten.

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