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[DER] Der Eine Ring / The One Ring - neues HdR/LotR RPG
Achamanian:
--- Zitat von: LordBorsti am 25.02.2012 | 15:27 ---Der Eindrück der "Überelfen" kommt, denke ich, auch zum Teil aus der Darstellung in den Filmen. Legolas wird da gerade in den Kampfszenen ziemlich "Larger-than-life" dargestellt. Vor allem im Vergleich zu den anderen Gefährten, die eher bodenständig agieren.
--- Ende Zitat ---
Wobei es die Über-Elfen als Rollenspieldiskurs ja schon vor den HdR-Filmen gab ... trotzdem, von Tolkien kommen die m.E. so nicht. Wobei ich den Herrn der Ringe lange nicht mehr gelesen habe, ich weiß nicht, wie übermächtig die Elben da evtl. erscheinen. Ich hab's aber auch nicht so in Erinnerung, Legolas und Gimli waren für mich z.B. als Helden immer irgendwie gleichwertig, und Aragorn war dann ein Level drüber ...
Oberkampf:
Mal von den Rollenspieltraditionen abgesehen (wo in den 80ern iirc Elfen fast immer die besten Boni oder Fähigkeiten erhielten), habe ich die meisten Begründungen für die Überelfen von einem Tolkien Fan gehört, der dafür das Silmarillion anführte. Im Hobbit (lange her, darum mit Vorsicht zu genießen) fand ich die auch noch nicht so unausstehlich "Mary-Sue"-haft, aber andererseits war der Hobbit auch das Buch von Tolkien, das mir gefallen hat.
Übrigens finde ichs im Spiel ganz gut gelöst, dass die Schwäche der Elfen an ihrer schwindenden Hoffnung festgemacht wird. Sie sind schließlich eine niedergegangene Kultur, die sich mehr und mehr aus Mittelerde zurückziehen muss - und das Spiel macht sie deswegen anfälliger für den Schatten und schwächt ihre Hoffnung. Finde ich recht stimmig gelöst, eben ohne die "Elfen sind körperlich und geistig und magisch und handwerklich soooooooo überlegen"-Leier zwangsläufig zu provozieren.
Achamanian:
--- Zitat von: root hog or die am 26.02.2012 | 15:08 ---Mal von den Rollenspieltraditionen abgesehen (wo in den 80ern iirc Elfen fast immer die besten Boni oder Fähigkeiten erhielten), habe ich die meisten Begründungen für die Überelfen von einem Tolkien Fan gehört, der dafür das Silmarillion anführte.
--- Ende Zitat ---
Hm, Silmarillion habe ich lange nicht gelesen, aber ich denke, das ist bei Tolkien eher eine Frage der Zeitalter als der Völker. In "Kinder Hurins" kann der Mensch Hurin durchaus Morgoth die Stirn bieten, und sein Sohn Turin zeigt sich im Kampf allen Elben überlegen - also müssten auch die Menschen eigentlich Über-Menschen sein. Ich denke vielmehr, dass die Protagonisten des Ersten Zeitalters (die eben größtenteils Elben sind) bei Tolkien prinzipiell überlebensgroß sind und gewaltige Taten vollbringen können, während die Protagonisten des Dritten Zeitalters "menschengroß" (geworden) sind. Die Elben des Dritten Zeitalters sind gegenüber denen des ersten "verblasst" (selbst, wenn es sich z.T. um die gleichen Personen handelt), ebenso wie selbst ein Menschenheld wie Aragorn niemals vergleichbare Taten vollbringen könnte wie Turin.
Man muss da einfach bedenken, dass das Silmarillion einen anderen Erzählmodus hat als Hobbit und HdR. Und vielleicht auch, dass Tolkiens Mittelerde-Texte eigentlich alle in Form der einen oder anderen Art von "Überlieferung" herkommen und die in ihnen beschrieben Ereignisse nicht einfach einen objektiven "Tatsachenbericht" darstellen, sondern auch den Erzählkonventionen der jeweiligen Textform (Mythos, Märchen, Roman) angepasst sind.
Vanis:
--- Zitat von: Swafnir am 25.02.2012 | 13:13 ---Na ja bei Tolkien sind die halt so toll. Ich würde sie daher gar nicht als Spielerrasse zulassen. Aber wenn ich sie als Spielerrasse mit reinnehme, dann sollte ich sie auch so darstellen wie das Literaturvorlage halt vorgibt. Ich leite ja eine Herr der Ringe-Kampagne nach dem CODA-System, da klappt es sehr gut ohne Elben als SCs.
--- Ende Zitat ---
In der Literaturvorgabe kommen aber meist nur über 3000 Jahre alte Elbenprinzen, -Könige und Halbgötter vor. Die mit einem jungen Elb zu vergleichen, halte ich für falsch. Nicht alle Elben müssen so übermächtig sein. Da finde ich das mit den spielbaren Waldelben bei Der Eine Ring eigentlich ganz gut gelöst. Noldor gibt es Ende des Dritten Zeitalters kaum noch. Und solche, die aus Aman stammen, sind mal schlappe 6000+ Jahre alt. Die dürfen dann auch mal rocken, sollten aber nicht spielbar sein.
Jiba:
Exakt. Ich höre grade das Silmarillion als Hörbuch und muss auch sagen: Elben sterben in Schlachten, genauso wie Menschen, Elben sind genauso emotional angreifbar wie Menschen und Elben sind (man denke an Feanors Geschichte) mitunter gar noch einfacher vom Schatten hinters Licht zu führen als die anderen Völker. Ich finde Balancing in Regelwerten immer extrem wichtig und es ist auch keine Gleichmacherei, IMHO.
Wir machen am Wochenende übrigens Charaktere für meine DER-Minikampagne um den Tod von Arathorn II. und Gilraens Flucht nach Bruchtal. Ich nutze dazu Regeln für die Dúnedain, die ich im offiziellen Forum gefunden habe. Es wird sicher. :d
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