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Mass Effect 2

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Falcon:
Ja, Spieletester ist ein harter Job.

Besonders interessiert mich, ob sich Ermüdungserscheinungen (sich wiederholendes Gameplay) nach 10+ Stunden auftreten.

vor Allem, es gibt so viele gute Taktik Shooter und Entwickler, die sich darauf "spezialisiert" haben, da frage ich mich, wie Bioware da überhaupt mithalten will.

Yerho:
Zur Langzeitmotivation, die mir bei "Mass Effect" doch sehr fehlte, kann ich beim zweiten Teil noch nichts sagen, aber es ist zumindest schon einmal deutlich kurzweiliger, weil man seinen Charakteren nicht mehr minutenlang dabei zusehen (und monoton klappernderweise) dabei zuhören muss, wie sie durch sterile Riesenräume rennen, nur um von A nach B (und häufig noch mehrfach hin und wieder zurück) zu gelangen.

[EDIT]
Es zeichnet sich jetzt ein wenig ab, dass die Langzeitmotivation höher sein könnte. Das liegt weniger daran, dass das Spiel umfangreicher wäre oder es mehr Punkte gäbe, wo sich die Handlung durch Entscheidungen verzweigt, aber das Spiel hat gegenüber seinem Vorgänger einen deutlich besseren Flow: Eigentlich passiert immer dann etwas Cinematisches, wenn man gerade das Gefühl bekommen könnte, der Spielablauf wäre zu repetitiv.

Auch werden die plotrelevanten Ereignisse durch die eigenen Entscheidungen deutlich schneller ausgelöst, was den Effekt eines interaktiven Films verstärkt. Ich weiß nicht, ob mir diese Entwicklung gefallen würde, wenn sie eine generelle Tendenz bei Computerspielen wäre, aber zumindest für ME wirkt es irgendwie konsequent ... Als hätten sich die Entwickler gedacht: "Hm, wir packen's eh nicht, aus Teil 2 ein komplexes Action-RPG oder einen reinrassigen Shooter zu machen, also betonen wir die unbestrittene Stärke des ersten Teils, nehmen nervige Längen heraus und sehen, wie es aufgenommen wird.". - Wenn die Handlung ausreichend umfangreich ist und dabei spannend bleibt, könnte ich damit leben. Es bliebe nur der bittere Beigeschmack des Etikettenschwindels.

Meister Analion:
Ist das dumme Panzerfahren und die anderen Minigames raus?

Bluerps:
Ich meine gelesen zu haben, das das Panzerfahren raus ist, ja.

@Yerho: Machts denn immer noch Spaß? Also das reine gameplay, abseits der Inszenierung - Gegner abballern und Charaktere steigern?


--- Zitat von: Yerho am 26.01.2010 | 19:58 ---Es bliebe nur der bittere Beigeschmack des Etikettenschwindels.
--- Ende Zitat ---
Wieso, mit welchem falschen Etikett versucht Bioware denn Mass Effect 2 zu versehen?


Bluerps

Yerho:

--- Zitat von: Bluerps am 27.01.2010 | 10:21 ---Ich meine gelesen zu haben, das das Panzerfahren raus ist, ja.
--- Ende Zitat ---

Bis jetzt habe ich jedenfalls noch nichts fahren müssen, allerdings sind Steuertasten für Fahrzeuge definiert, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das nur rudimentär ist.


--- Zitat ---@Yerho: Machts denn immer noch Spaß? Also das reine gameplay, abseits der Inszenierung - Gegner abballern und Charaktere steigern?
--- Ende Zitat ---

Ja, macht es. Die Gegner zeigen sogar so etwas wie Taktik, können also etwas mehr, als sich nur irgendwo zu verbarrikadieren oder todesverachtend auf die Party loszustürmen. Die teilen sich jetzt auf, geben sich quasi Feuerschutz, versuchen einem in die Flanke zu kommen ... Das Ganze wirkt ein wenig unbeholfen, ist aber schon eine spürbare Verbesserung.

Die reduzierte Fähigkeiten-Tabelle stört mich eigentlich gar nicht. Gefühlt wurden nur die Skills entfernt, die man schon in Teil eins nie benutzt hat. Schlösser knacken und Hacken wird jetzt komplett durch Memory- und Logikspiele gelöst, was nur anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist.


--- Zitat ---Wieso, mit welchem falschen Etikett versucht Bioware denn Mass Effect 2 zu versehen?
--- Ende Zitat ---

Meines Wissens wird es immer noch als CRPG mit starken Shooter-Anleihen vermarktet, nicht als interaktiver Film. Wer das erwartet, bekommt es nur ansatzweise.

Die Rollenspielelemente sind aber auch wirklich minimal: Die zu steigernden Fähigkeiten dienen eigentlich mehr dazu, Widerstände zu steigern und Fähigkeiten-Slots zu füllen und haben ansonsten keine rechnerische Auswirkung darauf, wie der Charakter mit seiner Umgebung interagiert. Das ist in etwa so, als ob man in einem reinrassigen Shooter bessere Waffen/Rüstungen/PowerUps findet und anwendet. Ach ja, und natürlich kann man auch wieder mit dem Personal anbändeln, was wohl auch zum Rollenspiel-Aspekt gehört, aber hier reiner Selbstzweck (oder gar purer Fanservice) sein dürfte - aber immerhin nett gemacht. Las Miranda Densevilla, sag' ich da nur. ;)

Für einen reinrassigen Shooter fehlt es da noch deutlich an Dynamik. Dafür fehlt den Charakteren schon die Leichtfüßigkeit oder das völlige Fehlen einer echten Dreidimensionalität - es spielt sich eben doch alles auf einer statischen Ebene ab, man kann nicht springen, nirgendwo hoch klettern oder unter durch kriechen und natürlich auch nicht schwimmen. Immerhin, ein paar dahingehende Moves haben sie spendiert, man kann nun per Tastendruck über Deckungen hinwegsetzen, was aber im Kampf ziemlich sinnlos ist, weil man damit direkt ins feindliche Feuer gerät. Dadurch, dass Feinde auch nachladen müssen, könnte es theoretisch Pausen geben, wo man das nutzen kann, aber meistens sind es mehrere Gegner, und wenigstens einer davon ballert immer. Mal sehen, ob und wie sich das später bei höheren Defensiv- und Overload-Skills taktisch nutzen lässt.

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