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[Fernsehen] Vampire Diaries

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Jed Clayton:
Hallo critikus,

hatte sie denn in Heroes nicht so eine Rolle, wo sie für die Regierungsbehörde etwas Böses tun musste, aber eigentlich nicht böse sein wollte? Den Rest weiß ich nicht mehr, weil ich in letzter Zeit auch nicht mehr regelmäßig Heroes geguckt habe.

Ich habe Kristen Bell eben außerdem in Forgetting Sarah Marshall und Couples Retreat gesehen. Beides nette Filme, aber beide schlagen wieder in eine ähnliche Kerbe: Beides Pärchen-Romantik-Uralubsfilme mit Inseln. (Forgetting Sarah Marshall war aber meine Lieblingskomödie des Jahres 2008.)

Es ist glaube ich für alle Schauspieler immer schwierig, einmal auf einen Rollentyp festgelegt zu sein. Siehe zum Beispiel Mark Hamill... was kam schon nach Star Wars?

Über Brad Pitt, Ben Stiller oder Shahrukh Khan sagen auch viele Leute, sie spielen zwar in ihren Filmen verschiedene Rollen, aber im Grunde spielen sie jeweils immer den gleichen Typen, nur in unterschiedlichen Verkleidungen. Einer der wenigen "Stars", die richtig schauspielern, ist für mich Johnny Depp (aber selbst der hat zum Teil ziemlich eingefahrene Marotten und Manierismen, an denen man ihn erkennt).

Lyonesse:
Jeder Star in Hollywood ist Teil des Star-Systems und damit auf seine Rolle festgelegt. Dies ist von den Studios gewünscht und hat sich - zumindest finanziell - in all den Jahren bewährt. Dieses Star-System läuft sicherlich nicht mehr ganz so rund und trennscharf wie im Golden Age, aber es ist nach wie vor deutlich erkennbar, und was für John Wayne galt, gilt eben auch irgendwie für Kristen Bell (auch wenn sie sicher noch kein Superstar ist).

Jed Clayton:
Stimmt schon, aber das führt eben zu den immer gleichförmigen, vorhersehbaren Genre-Filmen mit immer den gleichen Gesichtern, nicht gerade zu großen künstlerischen Leistungen oder Experimenten, wenn es nicht ausnahmsweise mal eine Hillary Swank ist, die mit dem Oscar prämiert wird.

Mittlerweile ist das hier alles Off-Topic, aber ich wollte sagen: Ich finde es mittlerweile immer interessant, wenn kleine "ungewöhnliche" Filme wie zum Beispiel Cloverfield mit ganz vielen wenig bekannten Darstellern besetzt werden und die Fans später im Internet sagen: Ja, das muss natürlich so sein, denn wenn darin die großen Stars mitspielen würden, würde man immer zuerst den Star sehen und nicht die Figur, die er eigentlich darstellen soll.

Lyonesse:
Allerdings geht ein Teil von Tarantinos Erfolg darauf zurück, daß er in seinen Filmen Stars (von denen manche oft schon bessere Tage gesehen haben) sozusagen gegen den Strich besetzt, was indirekt wieder einen Popularitätsschub für den Star (etwa John Travolta) zur Folge hat.
Das Star-System, das im Gegensatz zum Studio-System immer noch weitgehend voll funktionsfähig ist, kann sich niemand entziehen, auch Hillary Swank oder Johnny Depp nicht, denn auch sie sind bemüht die Erwartungshaltung des Publikums zu erfüllen.

alexandro:
Fand die Serie ganz unterhaltsam. Sicher kein "True Blood", aber immerhin nicht so platt wie Twillight (sprich: mir sind die Hauptcharaktere nicht komplett egal).

Schön finde ich, dass die Unmenschlichkeit von Vampiren betont wird und herausgestellt wird dass der Protagonist eine Ausnahme ist. Dramaturgisch sehr geschickt auch der Einfall, dass unmenschliche Vampire auch automatisch mächtiger werden (muss ich mal als Hausregel bei Requiem ausprobieren).

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