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GURPS - Smalltalk
OldSam:
--- Zitat von: Christoph am 1.02.2012 | 18:14 ---Dann werde ich mir die 2 mal zulegen. Ist weniger Regelmaterial als ich dachte, was gut ist !
--- Ende Zitat ---
Dann sag ich mal: Welcome aboard! :d
Ja, das Entscheidende ist ziemlich wenig, es gibt halt sehr viele Optionalregeln, aber die sind eben aus gutem Grund optional, so dass man es zu Anfang möglichst einfach hat, bis man später noch mehr Stoff will ^^
Das "Lite"-Material ist der Großteil dessen was man meistens braucht, im Basic-Buch dann z.B. direkt für die nächste RPG-Schlacht "Combat Lite" lesen... Ist nach dem Testspiel Dein Eindruck: Das war total easy und mir sogar schon zu "langweilig", dann springe gleich zu Advanced Combat, ansonsten erstmal gepflegt mit Lite zocken, bis Du es aus dem Handgelenk schütteln kannst =)
Boba Fett:
Wo wir gerade beim Basis-Set sind...
Kann mir mal jemand sagen, wo die Regeltechnischen Unterschiede zwischen dem letzten in deutscher Sprache erhältlichen (GURPS3?) und dem aktuellen in englisch erhältlichen Werk (Gurps 4?) ist, inwiefern sich ein Umstieg lohnt und wo echte Vorteile liegen, die den Verlust des Vorteils "in deutsch" kompensieren könnten?
teep:
--- Zitat von: Boba Fett am 1.02.2012 | 21:36 ---Wo wir gerade beim Basis-Set sind...
Kann mir mal jemand sagen, wo die Regeltechnischen Unterschiede zwischen dem letzten in deutscher Sprache erhältlichen (GURPS3?) und dem aktuellen in englisch erhältlichen Werk (Gurps 4?) ist, inwiefern sich ein Umstieg lohnt und wo echte Vorteile liegen, die den Verlust des Vorteils "in deutsch" kompensieren könnten?
--- Ende Zitat ---
Ein paar Beispiele:
-Health Points sind jetzt von ST abhängig und FP von HT, also genau umgekehrt wie in Gurps3
- DX und IQ sind teurer - nach den Regeln der 4th Edition lohnt es mehr, die Attribute gemäßigt zu halten und Punkte in die für die Figur charakteristischen Fähigkeiten zu investieren.
- dabei hilft einem eine weitere Neuerung: Talents. Ein derartiger "pool" gibt je nach Kosten einen Bonus auf ein begrenztes Feld von Zeugs, zB. "Allure 1 (5pts)" gibt nen einser Bonus auf Tanzen, Singen, Liebeskunst, Makeup und Sex Appeal.
- Es gibt mehr Fähigkeiten, Vor- und Nachteile usw...
Aber das Entscheidende liegt IMHO in der Neustrukturierung - Unstimmigkeiten wurden beseitigt, Regeln zusammengeführt und verschlankt bzw. ausgebaut. Und das in einer übersichtlichen Darstellung, so zwecks Layout, Index und Tabellenteil. Das neue Basisset reicht erstmal dicke, um schön zocken zu können, aber die ganzen Zusatzbände und Ergänzungsregeln aus der vierten Edition haben auch so ihre Reize. Da gib's sachen...
Genug Geschmachte - der Umstieg lohnt sich auf jeden Fall :P
OldSam:
--- Zitat von: Boba Fett am 1.02.2012 | 21:36 ---Kann mir mal jemand sagen, wo die Regeltechnischen Unterschiede zwischen dem letzten in deutscher Sprache erhältlichen (GURPS3?) und dem aktuellen in englisch erhältlichen Werk (Gurps 4?) ist, inwiefern sich ein Umstieg lohnt und wo echte Vorteile liegen, die den Verlust des Vorteils "in deutsch" kompensieren könnten?
--- Ende Zitat ---
Der wesentlichste Vorteil ist wohl das "Streamlining" der Regeln, im Zuge der Weiterentwicklung mit den ganzen Community-Erfahrungen aus der 3e wurden diverse Komponenten des Systems im Detail verbessert und man versuchte noch konsistenter, skalierbarer, universeller zu werden u.ä. Es wurden auch Regelteile entfernt und durch einfachere/elegantere Mechanismen ersetzt, die früher ungünstig gelöst waren, wie z.B. die Passive Verteidigung durch Rüstungen. Ein paar Sachen hat teep grad schon genannt, wie z.B. die Neugewichtung der Attribute, bspw. an diesem Punkt sind sowohl Überlegungen zu Logik und Konsistenz als auch zum Balancing eingeflossen.
Hier mal was detailliertes zum Hintergrund dazu, was für Dich als alten Hasen vermutlich ganz interessant ist, um die "Güte" der Systementwicklung zu beurteilen - wissen muss man davon aber nichts, nur designer background ;)
Ein relativ bekanntes unglückliches Problem der 3e, wo Ausdauer auf ST basierte, war, dass Magier von der Tendenz her relativ kräftig sein mussten, um viele Erschöpfungspunkte zum zaubern zur Verfügung zu haben - das passte mit vielen Charbuilds nicht grad gut zusammen (typische RPG-Wizards sind ja meist eher schwach). Zudem zeigte sich, dass es sauberer ist, eine implizite Relation zwischen Stärke und Masse zu haben, also Wesen mit deutlich mehr Masse haben tendenziell auch mehr Stärke (es gibt natürlich Ausnahmen/Abweichungen). Dementsprechend sind jetzt die Hitpoints durch die ST-Basis auf die Masse des Körpers bezogen. Konstitution dagegen ist nun ein Maß, dass in Relation zur eigenen Rasse steht, d.h. auch eine durchschnittlich gesunde winzige Fee könnte ebenso wie ein Mensch einen Wert von 10 haben, trotz ihrer geringfügigen Masse - was sinnvoll ist, da sie prinzipiell die gleiche Chance hat, um bspw. Krankheiten zu widerstehen.
Was das Balancing angeht, steckt in der Kostenerhöhung von DX u. IQ die Reflektion, dass durch die vielen Skills, die darauf basieren deren Wertigkeit höher gesetzt werden musste, die zu oft ausartenden 1/2 CP-Skills wurden entfernt und man hat auch einige Skills auf andere Attribute verteilt - etwa auf Perception und Willpower, die als eigene Sekundärattribute eingeführt wurden.
Zudem besonders toll für Fans von Indy-Games und kurzen Skill-Listen: Es gibt schon im Basic sogenannte "Wildcard Skills", wie z.B. "Sword!" oder "Detective!". Diese sind kompatibel zu den klassischen, differenzierten Fertigkeiten, ermöglichen aber parallel dazu den Rundumschlag z.B. mit allen schwertähnlichen Waffen umzugehen und überhaupt (im Rahmen des Fertigkeitslevels) alles mögliche zu können und zu wissen was mit Schwertern zusammenhängt oder auf der anderen Seite alles zu wissen und zu können was einen entsprechend kompetenten Detektiv auszeichnen würde...
Eine große Stärke der 4e ist nun v.a. das es eine sehr weit tragfähige Basis gibt, man hat von Anfang an darauf hingearbeitet, das praktisch alle Zusatzgeschichten aus weiteren Sourcebooks sich später praktisch aus dem Basismaterial ableiten lassen, so das möglichst keine skurillen und womöglich noch unbalancierten Sonderregeln entstehen. In der 3e war das später ein Problem, weil es zig Sourcebooks gab und man die richtige Kompatibilität untereinander nicht mehr vernünftig gewährleisten konnte (diese Erfahrungen wurden für die Weiterentwicklung genutzt).
For further interest: Hier hab ich mal zwei Artikel zum Entstehungsprozess der 4e verlinkt, wo zwei der Menschen, die es am allerbesten wissen, selbst diverses dazu berichten, nämlich die Hauptentwickler Sean Punch und David Pulver ;) Von Steve Jackson selbst gibt es glaub ich keinen Designer-Artikel zur 4e, im Folgenden also diese beiden Designer's Notes:
http://www.sjgames.com/pyramid/sample.html?id=4874
http://www.sjgames.com/pyramid/sample.html?id=4650
Woodman:
Es kommen alle GURPS Conan Bände als pdf http://www.sjgames.com/ill/a/2012-02-09, ich hatte die ja unter Lizenzprodukte verbucht und daher gedacht die hätten keine Chance als pdf zu kommen, aber anscheinend haben sie da eine Lizenz für die Veröffentlichung organisiert.
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