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Capes, Cowls and Villains Foul -- Superhelden-Spiel von Spectrum Games

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Jed Clayton:
Es ist fertig ... und veröffentlicht! Das war zum Ende hin noch jede Menge Arbeit, aber jetzt ist das Ding draußen.

Ich habe mir mal die Zeit genommen, gleich die offizielle Pressemitteilung von Spectrum zu übersetzen. (Okay, die ist offenbar immer noch recht amerikanisch formuliert, so wie das bei Indie-Kleinverlagen in Amerika eben üblich ist.)


Spectrum Games ist stolz darauf anzukündigen, dass nun „Capes, Cowls and Villains Foul“ veröffentlicht wurde, ein Rollenspiel, das danach strebt, das Superhelden-Comic-Genre akkurat nachzubilden.

Nach den Worten von Cynthia Celeste Miller, der Präsidentin von Spectrum Games: „CC&VF ist nicht einfach nur ein weiteres Rollenspiel über Superhelden. Natürlich bin ich in der Sache nicht unparteiisch, aber ich bin der Ansicht, dass Rollenspieler mir in diesem Punkt voll zustimmen werden können. Das Spiel ist keine Superheldensimulation. Es wurde geschaffen, um diejenigen Geschichten nachzuahmen, die tatsächlich in Comicheften erzählt wurden, beginnend mit dem so genannten „Goldenen Zeitalter“ der 30er und 40er Jahre und bis zu einschließlich den heutigen, modernen Serien. Es verwendet die Logik der Comics anstatt der Logik der realen Welt, denn wenn wir mal ehrlich sind, funktionieren die Dinge in Comicserien immer drastisch anders als im wirklichen Leben. Das liegt einfach an der Art und Weise, wie dieses Genre aufgebaut ist… und das ist auch genau die Atmosphäre, die wir in dem Spiel CC&VF einzufangen versuchen.“

Das Spiel verwendet frei gestaltete Merkmale als Attribute oder Fähigkeiten eines Charakters, aber dennoch ist es weit davon entfernt, keine Struktur zu besitzen: Jedes Merkmal kann mit Modifikatoren ausgestattet werden, um seine Funktionsweise noch präziser darzustellen. Merkmale werden außerdem mit der Zeit weniger wirkungsvoll, und zwar je häufiger man sie benutzt. Diese Regel soll Spieler davon abhalten, sich zurückzulehnen und einfach in jeder Spielsituation immer wieder nur ihr bestes oder effizientestes Merkmal zu benutzen.

Dazu sagt Miller: „Echte Comic-Autoren schreiben die Manuskripte für diese Geschichten schließlich auch nicht so, dass ihre Helden und Schurken in jedem Heft immer wieder genau das Gleiche machen. Der Grund dafür ist, dass dies eine ziemlich langweilige Geschichte wäre. Und rein zufällig ist es auch so, dass ein Rollenspiel dann genauso langweilig werden würde. CC&VF ermutigt die Spieler dazu, ihre eigene Kreativität ausgiebig zu nutzen, um die Action aus den Comicserien noch weiter und noch besser nachzuahmen.“
Merkmale können auch miteinander verknüpft werden, wodurch man eine endlose Aufstellung interessanter Stunts und Effekte erschaffen kann.

Der Designer des Spiels, Barak Blackburn, hat dies zu sagen: „Statt immer nur eine einzelne Fähigkeit des Charakters zu benutzen, kann der Spieler hier nun seinen Charakter die coolen und aufregenden Dinge tun lassen, die Comicfiguren eben normalerweise tun -- auf einen Gegner zufliegen, die Fäuste des Charakters mit Plasma-Energie aufladen und seinen Erzfeind mit dem Gebrauch seiner Superstärke umhauen, und so weiter. Zusätzlich zu offensichtlichen Beispielen wie diesem können Charaktere zu ihrem Vorteil ihre Gewitztheit benutzen, sowie ihre Intelligenz, oder ihr Wissen über außerirdische Anatomie, und vielleicht können sie sogar die Vierte Wand zum Leser durchbrechen, um ihren Gegner zu bekämpfen.“

Ein anderes herausragendes Kriterium von CC&VF ist, dass es so gestaltet wurde, dass man auch den jugendlichen Assistenten im Team mit dem fast unbesiegbaren „Mann aus Stahl“ spielen kann, ohne dass der Erstere dabei im Staub zurückgelassen würde. In ähnlicher Weise kann auch ein genialer Oberbösewicht mit begrenzten körperlichen Fähigkeiten eine genauso große Bedrohung darstellen wie ein Welteneroberer mit den Kräften der Megamacht.

So sagt Blackburn über das Spiel: „Comichefte sind voller Gruppenaktionen und CC&VF ist so geschrieben worden, dass es Charakteren erlaubt, sich zu einer effektiven Gruppe zusammenzuschließen, in der alle beteiligten Charaktere etwas beizutragen haben. In anderen Systemen macht es ja nicht besonders viel Spaß, einen Charakter zu spielen, der offensichtlich „schwächer“ als ein anderer Charakter ist. Darum kann bei uns jetzt der tapfere unerfahrene Teenager-Held zusammen mit dem Beschützer der Erde ins All fliegen und dort gegen die vorrückende Streitmacht der außerirdischen Eindringlinge kämpfen… und beide Spieler werden gleichermaßen Freude am Spielen ihres Charakters haben.“

Capes, Cowls and Villains Foul ist bereits als PDF-Produkt erhältlich und kann auf der folgenden Internetseite erworben werden:
http://rpg.drivethrustuff.com/product/104477/Capes%2C-Cowls-and-Villains-Foul

Die gedruckte Version des Spiels wird ab Ende August oder Anfang September erhältlich sein (zunächst als „print on demand“ Buch).


Ein kleiner Hinweis: Eine deutsche Fassung dieses Buchs befindet sich in Arbeit.

Jed Clayton:
In den nächsten Wochen soll es sogar noch bisher unbekannten "Downloadable Content" geben, habe ich gerade gehört.

Das ist Material, das ich noch nicht korrekturlesen durfte und deshalb selbst noch nicht kenne. Ich bin schon sehr gespannt...

Selganor [n/a]:
Apropos Korrekturlesen: Ist das oben gelistete Example of Play (bei dem mir irgendwie zu viele Querverweise auf Seiten die nicht im Example sind um die Regeln nur aus dem Beispiel zu kapieren) direkt aus dem PDF rauskopiert?
Mir ist da gleich beim ersten Lesen ein boeser Tippfehler (yustice) aufgefallen, der bei jeder Rechtschreibkorrektur haette angezeigt werden sollen.

BTW: Ist es Absicht, dass dass Example of Play als einziges Dokument auf der neuen (aber leider auch noch extrem leeren) Homepage NICHT direkt runterladbar ist sondern man sich erst bei einer anderen Website (wenn auch kostenlos) registrieren muss um es runterladen zu koennen?

Jed Clayton:

--- Zitat von: Selganor am  6.08.2012 | 10:47 ---Apropos Korrekturlesen: Ist das oben gelistete Example of Play (bei dem mir irgendwie zu viele Querverweise auf Seiten die nicht im Example sind um die Regeln nur aus dem Beispiel zu kapieren) direkt aus dem PDF rauskopiert?
Mir ist da gleich beim ersten Lesen ein boeser Tippfehler (yustice) aufgefallen, der bei jeder Rechtschreibkorrektur haette angezeigt werden sollen.

--- Ende Zitat ---

Hmm. Leider passiert so etwas. Hoffentlich gibt es davon nicht zu viele. Immerhin kann man solche Fehlerchen ja sammeln und in einem PDF noch korrigieren. Wie alle PDFs auf DriveThruRPG kann auch dieses Regelbuch kostenlos aktualisiert werden.

Es kann sein, dass Sachen, die ich zu Hause in Word korrigiert hatte, sogar mehrmals, in die PDF-Fassung trotzdem wieder hineingerutscht sind. Ich kann leider nicht alles kontrollieren.


--- Zitat ---BTW: Ist es Absicht, dass dass Example of Play als einziges Dokument auf der neuen (aber leider auch noch extrem leeren) Homepage NICHT direkt runterladbar ist sondern man sich erst bei einer anderen Website (wenn auch kostenlos) registrieren muss um es runterladen zu koennen?

--- Ende Zitat ---

Weiß ich nicht, kann ich heute mal nachfragen.
Danke.

Jed Clayton:
Okay, der Schreibfehler "yustice" (der zum Glück nicht von mir stammt) kommt ein einziges Mal vor. Das ist übrigens auf Seite 117. Ich habe das schon gewissenhaft auf die Errata-Liste gesetzt.

Aber mal ehrlich... das ist ein einziger Buchstabe. Kaufst du das Regelwerk nun deshalb nicht? ;)

Ich habe in den letzten zehn Jahren kein einziges Rollenspielbuch gesehen, das völlig frei von Druck- oder Schreibfehlern war. Das gilt für alle Verlage, alle Autoren. Deshalb machen heute ja alle Online-Errata.

Zu meiner großen Zufriedenheit kann ich heute Abend schon mal sagen, dass CC&VF momentan auf Platz #2 der Top 100 Liste von RPGnow.com ist (sowie auf Platz #7 auf der Seite DriveThruRPG, unter Top 100 Produkte der Kleinverlage). Ein überragender Erfolg.

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