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[Aus Supernatural]Synchronisierungen Pro - Kontra

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Teylen:
Ich pappe mittlerweile fast unter alles nicht deutsche Untertitel, auch in Fremdsprachen (NL), einfach weil es bequemer ist.
Nun und es stört mich auch nicht wenn im Kino zweisprachig Untertitelt wird und ich eine Sprache nicht spreche.


--- Zitat von: Callisto am 11.11.2010 | 17:54 ---Aber wenns englisch ist ziehe ich so gut wie immer das Original vor. Ausnahme sind Animierte Filme. Der Grund dafür ist, dass in einem animierten Film die Originalsprecher eben keine Originalschauspieler in ihrer Rolle sondern nur Synchronsprecher für künstlich erschaffene Figuren sind.
--- Ende Zitat ---
Also ich kann meine Kollegen wesentlich mehr Schocken wenn ich ihnen erzähle das ich die Simpsons und Southpark nur auf deutsch kenne, als wenn ich nun von einer deutsch vertonten amerikanischen TV Serie erzähl. Einfach weil die Leute die Figuren noch mehr nur über die Stimmen identifizieren. (und weil sie es entsetzlich finden sich vorzustellen das der Deutsche Homer "Nein" statt "D'oh" sagt oder es heißt "Oh mein Gott ! Sie haben Kenny getötet! Ihr Schweine")


--- Zitat ---Achja, zu OmU vs OoU: Hauptsache Original. Feuersänger hatte mal einen Film empfohlen namens Cuckoo (?), in dem Russisch, Finnisch und Sämisch geredet wird, mit englischen Untertiteln. Der Film ist unsynchronisierbar! Nichtsdestotrotz hervorragend, auch wenn ich quasi nur Untertitel gelesen hab.
--- Ende Zitat ---
Ich würde mir so etwas eher nicht antun. Das ich richtig fremdsprachige Filme OmU anschaue ist eher selten und da hängt es mit an der Sprache. Japanisch ist okay. Spanish kommt auf den Film an. Der einzige Grund wieso ich mir noch nicht die Millenium Trilogie ansah ist das ich die original Sprache nicht mag.


--- Zitat von: Callisto am 12.11.2010 | 01:47 ---Gegen die sagt ja auch keiner was. Damals hat man sich noch was getraut. Heutzutage würde keine Synchro mehr so umgesetzt. Leider.
--- Ende Zitat ---
Ich finde auch die Synchros von Doris Day alike Filmen toll. ^^
Nun und zumindest bei Filmen fällt mir auch kaum eine schlechte dt. Synchro ein.
(Volver hab ich im OmU geschaut da es falsch und etwas lieblos wirkte)

Falcon:

--- Zitat ---Naja, solange sie einem nicht Amerikaner als deutsche Muttersprachler verkaufen wollen, stört mich das nicht  Smiley
--- Ende Zitat ---
sowas meine ich. Gruselig



Untertitel benutze ich nicht, weil die ungenau (zu kurz) sind und mich vom Film ablenken.

Vash the stampede:
Yeah, ich bin ein Synchronazi! :cheer:

korknadel:
Jaja, die Synchros. Die meisten Länder der Welt kommen ohne aus, und da sind die Leute das UT-Lesen dann eben von Kindesbeinen an gewöhnt. Bei uns ist es andersrum. Für viele wäre die Vorstellung, dass ein Schauspieler nicht mit seiner eigenen Stimme zu hören ist, einfach nur absurd, und bei uns treibt das gar solche Blüten, dass die eigentliche Schauspielerstimme dann zuweilen gegenüber der Synchro verschmäht wird ....

Bei mir hat das OmU Gucken angefangen mit Serien, die auf deutsch keinen Spaß machen (Buffy) oder erst gar nicht erhältlich waren/sind. Wobei ich englische Sachen immer mit englischen UT gucke, einfach, um die Verständigungschwierigkeiten beim reinen Hören oder das Problem heftiger Akzente auszugleichen.

Inzwischen ertrage ich Synchros nur noch schwer. Vor allem bei Serien und "Programmkinofilmen", wo die Sprache oft alltäglicher ist und es um viele Nuancen beim Sprechen geht. Bei den "großen" Produktionen (das letzte, was ich in der Art gesehen habe, war dieser neue Robin Hood, gähn) ist es eigentlich tatsächlich wurscht, ob mir die gestellten coolen (oder wahlweise martialischen) Sprüche und das orchestergrundierte Pathos auf Synchro-Deutsch oder im Original um die  Ohren gehauen wird.

Für mich spielt gerade auch das Akzent-Argument eine große Rolle. True Blood, Friday Night Lights, The Wire, Gavin & Stacey, Extras, Shameless, da wird überall sehr viel über Akzent(e) transportiert. Das geht bei einer Synchro verloren und kann auch nicht mit Bud Spencer-Terence Hill-Dialogen gerettet werden  ;)

Und in anderen Sprachen: Ich habe den Eindruck, dass die mir bekannten romanischen Sprachen einen anderen Duktus haben, der sich so stark auf die Redehaltung auswirkt, dass das mit Deutsch meist nicht zusammengeht. Bei enorm vielen französischen und italienischen Filmen habe ich seit meiner Kindheit den Eindruck, dass der deutsche Text mit den Original-Gebärden nicht zusammenpasst (dieses Problem hat man beim Englischen weniger). Bei ruhigen Filmen oder Szenen geht das meistens, aber wenn's rasanter wird, geht's oft schief, und ich glaube, das ist einer der Gründe, wieso diese Filme dann oft billig oder albern wirken .... Benigni in Night on Earth ist nicht so schlimm wie in einer Synchronfassung von Das Leben ist schön. Er macht beide Male dasselbe, aber es wirkt eben anders.

Und bei mehrsprachigen Filmen geht Synchro schon gleich gar nicht mehr.

Und seltsamerweise schaue ich mir die Band von nebenan lieber an als Bud Spencer-Filme ... komisch.  

Yerho:
Das Beispiel der Italo-Klamotten ist ja eher eines dafür, dass Original und lokalisierte Fassung häufig eigenständige Werke sind, die man gar nicht mehr vergleichen sollte. Die meisten Filme mit Bud Spencer und Terence Hill sind im Original purer Klamauk, der sich aus den Bildern ergibt, während die Dialoge vor ich hindümpeln. Wer die glorreiche Idee hatte, das Ganze in der deutschen Fassung durch massive Kalauerei aufzuwerten, weiß ich nicht, aber es hat den Filmen den Anarcho-Humor verliehen, auf den der hiesige Kult-Status fußt.

Man kann allerdings nicht sagen, dass die Synchro sonderlich gut wäre. Sie geht oft um etliche Lichtjahre an den ursprünglichen Texten vorbei, oft stimmt die Abstimmung von Hintergrund und Dialogspur nicht. Nur: Für solche Filme ist das egal (in diesem Fall sogar positiv egal), während es für andere eben nicht gleichgültig ist, wie Korknadel schön ausführlich schrieb.

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