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[Erzähl mir von...] How We Came To Live Here
Zarkov:
Interessant. Danke für den ausführlichen Überblick!
Wenn es übernatürliche Gegner gibt und kultische verehrte Ahnen als Mittler zwischen Menschen und Göttern, sind diese Gottheiten dann nur als Teil der Kultur im Spiel – also in Form von Mythen, Religion und Riten, die natürlich auch Auswirkungen haben können – oder tatsächlich als konkrete, aktive höhere Mächte?
Nin:
--- Zitat von: Chiarina am 12.11.2015 | 03:56 ---(...) Es nutzt die Eigenschaft des Rollenspiels Spieler in fremde Welten zu versetzen, um eine Art kulturellen Austausch mit einer Minderheit zu ermöglichen. Rollenspiele können wichtiger sein, als ich mir jemals träumen lassen habe!
--- Ende Zitat ---
Was für ein schönes Fazit. Ich wünschte mir, ich hätte beim Lesen einen ähnlich positiven Eindruck gewonnen.
Für mich sind die Regeln und der Aufbau künstlich konstruiert und strukturiert. Was - mit einem Abstand von ein paar Jahren - etwas ist, das mich bei vielen Indie Spielen stört / gestört hat. Für mich verhindert das jedes "Eintauchen" oder "in etwas hinein versetzen". Gut, dass es anderen nicht so geht.
Chiarina:
--- Zitat von: Zarkov ---Wenn es übernatürliche Gegner gibt und kultische verehrte Ahnen als Mittler zwischen Menschen und Göttern, sind diese Gottheiten dann nur als Teil der Kultur im Spiel – also in Form von Mythen, Religion und Riten, die natürlich auch Auswirkungen haben können – oder tatsächlich als konkrete, aktive höhere Mächte?
--- Ende Zitat ---
Willst du wissen, ob es in diesem Spiel sozusagen "Götter zum Anfassen" gibt? Das wird nirgends erwähnt, denkbar ist es aber eventuell schon. Die Götter werden so geschildert, als existierten sie wirklich und würden an ihrem Volk Anteil nehmen. Als potentielle Gegner der Charaktere werden allerdings nur Geister, böse Zauberer und diverse Monster beschrieben. Von daher denke ich mal, es ist eher nicht so gedacht, dass da jetzt gerade mal eben ein Gott "Guten Tag" sagt.
--- Zitat von: Nin ---Für mich sind die Regeln und der Aufbau künstlich konstruiert und strukturiert.
--- Ende Zitat ---
Ja, ich kann nachvollziehen, was du meinst. Man hätte aus dem Thema auch ein ganz einfaches Erzählspiel machen können und ich war auch ehrlich gesagt etwas überrascht, zu sehen, wie viele Möglichkeiten hier aufgefahren werden, nur um das Drehen eines Würfels zu regeln. Da steckt aber offensichtlich Absicht dahinter. Der Autor bemüht sich nämlich, möglichst viele der bei Setup und Charaktererstellung entworfenen Details zu einem Netz von Regeln zusammenzuziehen. Auch auf mich hat das erstmal etwas befremdlich gewirkt.
Trotzdem muss das in meinen Augen noch nichts über die Qualität des Spiels aussagen.
Erstmal sind die meisten Mainstreamrollenspiele immer noch eine ganze Ecke komplexer. Mit "How we came to live here" sind wir immer noch Lichtjahre von Battlemat und Ticksystem entfernt. Und wenn du dir einmal die am Ende meiner Rezension verlinkte Ceckliste für die Konfliktresolution anschaust, wirst du sehen, dass es letztlich vielleicht 6 oder 7 Regeln sind, auf denen die Konfliktresolution beruht.
Die kann man jetzt natürlich "künstlich" nennen... oder man kann sie einfach mal ausprobieren.
Ob das Ding ein Indie-Spiel ist, ist mir übrigens völlig egal. Und "Eintauchen" oder "nicht Eintauchen" hat für mich auch nichts mit "Indie" oder "nicht Indie" zu tun. Es gibt Indies bei denen mir das ausgesprochen leicht fällt... und andere, bei denen es mir schwerer fällt.
Ich bin vor dem Praxistest aber eher wohlwollend eingestellt, weil ich die Idee (Nutzung des "Eintauch-Mediums" Rollenspiel als Mittel für den Kontakt mit fremden Kulturen) so großartig finde.
Allerdings ist leicht nachvollziehbar, warum es das Spiel nicht ganz leicht hat. Es braucht mit seinem fremdartigen Genre dann nämlich auch noch zwei Spielleiter zur Vermittlung.
Wenn ich (Häuptling für das Äußere) meine Häuptlingsfrau für das Innere gefunden habe, werde ich wohl mal eine 3- oder 4-Runden-Minikampagne ausprobieren.
Holothuroid:
Was sind denn das für Regeln zum Würfeldrehen?
Auf jeden Fall vielen Dank, das könnte mir gefallen.
Zarkov:
--- Zitat von: Chiarina am 12.11.2015 | 20:13 ---Willst du wissen, ob es in diesem Spiel sozusagen "Götter zum Anfassen" gibt? Das wird nirgends erwähnt, denkbar ist es aber eventuell schon. Die Götter werden so geschildert, als existierten sie wirklich und würden an ihrem Volk Anteil nehmen. Als potentielle Gegner der Charaktere werden allerdings nur Geister, böse Zauberer und diverse Monster beschrieben. Von daher denke ich mal, es ist eher nicht so gedacht, dass da jetzt gerade mal eben ein Gott "Guten Tag" sagt.
--- Ende Zitat ---
Ja, so hatte ich mir das gedacht, oder eigentlich: erhofft.
Wenn du eine Runde zusammenkriegst, würde mich ein kleiner Erfahrungsbericht sehr interessieren.
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