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Erzählt mir von Barbarians of Lemuria

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korknadel:
Hallo zusammen!

Nachdem ich hier im Forum nun gelegentlich darauf gestoßen bin, aber immer nur kurze Begeisterungsstöße [Wortwiederholung! Mann, ey!] (die sich vielleicht auch nur auf das Cover mit oder ohne BH bezogen haben) aufgeschnappt habe, möchte ich mehr wissen. Zwar hat meine Suche ergeben, dass es hier auch eine Rezension gibt, aber -- obgleich die  Rezi gut ist -- irgendwie habe ich noch kein richtiges Bild von der Sache, vor allem kein Eindruck, was die Erlebnisse am Spieltisch angeht.

Von daher wäre es sehr nett von Euch, wenn Ihr hier Lob und Schimpf ablassen würdet, falls Ihr was wisst oder schon Erfahrungen mit dem Spiel gemacht habt.

Vielen Dank -- korknadel

P.S.: Meine Google-Suche hat ergeben, dass Ulisses eine deutsche Ausgabe davon macht. So weit bin ich schon mal. Aber googlen ist manchmal so anstrengend .....

Ein:
Erst einmal gibt es neben der Druckfassung, die demnächst als Übersetzung bei Ulisses erscheint, auch eine freie Version, die bei 1km1kt verfügbar ist.

In der freien Fassung wird Lemuria, der Fantasy-Kontinent von Lin Carter verwendet, während in der Druckfassung aus Copyrightgründen der Autor eine eigene Fantasywelt entwickelt hat. Das Setting entspricht dem, was man sich vorstellt, wenn man Barbaren hört, was nicht weiter verwunderlich ist, da Lin Carter derjenige war, der in den 60ern das Sword & Sorcery Genre wiederbelebt hat.

Das Regelwerk ist recht schlank, wobei es in der Druckfassung erweitert und zum Teil leider verschlimmbessert wurde. Den Kern bilden 4 Attribute, 4 Kampffertigkeiten und Karrieren. Wichtig ist, dass jeder Charakter passend zum Genre kämpfen kann.

Die Karrieren sind lockere Pakete, die in der Runde immer selbst interpretiert werden müssen. So gibt es z.B. den Gladiator oder den Sklaven oder die Schankmaid. Ob eine Karriere für eine Probe anwendbar ist, muss selbst entschieden werden.

Überhaupt merkt man dem Spiel stark an, dass der Autor davon ausgeht, dass man das Spiel eh hausregeln wird. Das heisst nicht, dass die Regeln schlecht sind, aber es schwingt immer ein gewisser oldschooler Geist mit.

Was man aus dem ganzen macht, liegt dann natürlich auch, wie immer, an der Runde. Wir haben z.B. ziemlich viel Spaß damit. Was ich gemerkt habe: Das Genre verlockt dazu, ferkelig zu werden. In jeder Sitzung kam bisher mindestens eine Verführungs/Sexszene vor. Was sicherlich aber auch daran liegt, dass meine Runde primär aus Mädels besteht.

Mehr evtl. später, muss zur Arbeit.

Joie:
Klingt ja doch recht spannend, freu mich schon auf weitere erläuterungen :)


--- Zitat von: Ein am 11.08.2010 | 08:45 ---Das Genre verlockt dazu, ferkelig zu werden. In jeder Sitzung kam bisher mindestens eine Verführungs/Sexszene vor. Was sicherlich aber auch daran liegt, dass meine Runde primär aus Mädels besteht.

--- Ende Zitat ---

pf..da soll ma einer sagen das Kerle versaut wären...wobei Jungs sich im RP immer mehr aufs Metzeln als aufs ficken fokusieren ::) Soviel zu den trieben der Männer :P

Tjorne:
Ich verweise mal wieder nach drüben, wo es dazu ein eigenes Unterforum gibt. :)

Ein:
Vielleicht noch etwas zu den Regeln:
Es wird immer mit:
2W6 + Attribut + Kampffertigkeit
oder
2W6 + Attribut + Karriere
gegen einen Mindestwurf von 9 gewürfelt.

Wichtig dabei: Grundsätzlich geben Karrieren keinen Bonus auf die Kampffertigkeiten. Auch Karrieren wie Gladiator oder Soldat nicht. Die Karrieren umfassen statt dessen alles andere. Wobei es in der Druckfassung die Möglichkeit gibt, dass eine Karriere in einer Kampfsituation einen Vorteil gibt, was bedeutet, dass man 3 Würfel würfelt und den Schlechtesten fallen lässt.

Werte beginnen bei 0, was dem Durchschnitt der Bevölkerung entspricht, und gehen in der Druckfassung bis 5. Anfangshelden sind schon recht kompetent. Das Steigern erfolgt in der freien Version linear, in der Druckfassung steigen die Kosten.

Erfahrungspunkte gibt es iÜ nicht dafür, dass man Monster erschlägt oder Abenteuer besteht, sondern dafür, dass man möglichst amüsant seine Schätze, die man in dem Abenteuer gefunden hat, zum Fenster rauswirft.

Der Kampf verläuft recht flott. Man würfelt einen Angriffswurf, der durch die Verteidigung des Gegners erschwert wird. Bei einem Treffer würfelt man Schaden, von dem (je nach Wahl) entweder ein fixer Rüstungswert oder ein Rüstungswurf abgezogen wird.

Es gibt Heldenpunkte, die ausgegeben werden können, um Würfe zu wiederholen, Erfolge zu verbessern oder Fakten zu etablieren. Die Heldenpunkte regenerieren sich aber nur zwischen Abenteuern, sind also wertvoller als zB ein Bennie bei SaWo.


--- Zitat von: Joie am 11.08.2010 | 09:06 ---Klingt ja doch recht spannend, freu mich schon auf weitere erläuterungen :)

pf..da soll ma einer sagen das Kerle versaut wären...wobei Jungs sich im RP immer mehr aufs Metzeln als aufs ficken fokusieren ::) Soviel zu den trieben der Männer :P

--- Ende Zitat ---
Das schlimme, die Verführungsopfer sind am Ende meistens auch noch tot. :P

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