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3.x Fighter zu schwach ?

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Skele-Surtur:
Also ich hatte mit meinen Fightern eine Menge Spaß. Punkt 3 kann ich nicht im geringsten nachvollziehen.

Der Oger (Im Exil):
Ein Kämpfer kann genau das, was ein Spieler ihn zu tun lassen in der Lage ist. Wenn sich die einzigen Einflussmöglichkeiten eines Spielers auf den Kampf beziehen, ist entweder er selbst ein Idiot, oder, wenn die Abenteuer tatsächlich nichts mehr Encounterrailroading sind, auch der SL.    

Und das Argument, ein Charakter könne nicht mehr in das Spielgeschehen eingreifen, weil die Regeln dies nicht unterstützen - das kenne ich schon aus der Debatte über Zauberwirker, die ihre täglichen Zauber aufgebraucht haben.

Völliger Schwachsinn, in meinen Augen.

Denn ein Spieler hat zu fast jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, irgend eine Entscheidung zu treffen, und seinen Charakter diese ausführen zu lassen - auch wenn er in bestimmten Situationen schlechter darsteht als andere Charaktere. Noch, und darüber bin ich sehr froh, können Regelwerke Spielerfertigkeit nicht ersetzen. Man kann immer irgend etwas tun, wenn man wirklich will.

Natürlich schmeckt das nicht jedem, es bedeutet halt, das man sich auch einsetzen muss und nicht nur vom Spielleiter in mundgerechten Happen bespaßen lässt. Seinen Hintern hochkriegen, sich etwas überlegen, sich in eine Situation aktiv hineinversetzen.

Ein anderes, was hier vollständig übersehen wird, ist, das es bis zur 4E eine Art Balancing zwischen Kämpfern und Magiern gab - der Kämpfer hatte auf den frühen Stufen die höheren Überlebenschancen, die Magier hatten auf höheren Stufen mehr Schadenspotential und waren dafür am Anfang deutlich schwächlicher. Es ist halt eine Art Einsatz, den ein Spieler bei der Erschaffung eines Charakters setzt.

Skele-Surtur:

--- Zitat von: Der Oger am  8.09.2010 | 18:02 ---Ein anderes, was hier vollständig übersehen wird, ist, das es bis zur 4E eine Art Balancing zwischen Kämpfern und Magiern gab - der Kämpfer hatte auf den frühen Stufen die höheren Überlebenschancen, die Magier hatten auf höheren Stufen mehr Schadenspotential und waren dafür am Anfang deutlich schwächlicher. Es ist halt eine Art Einsatz, den ein Spieler bei der Erschaffung eines Charakters setzt.
--- Ende Zitat ---
Das habe ich durchaus nicht übersehen - ich finde es einfach nur blöd.

Feuersänger:
Thema Möglichkeiten des Fighters: okay, was _macht_ ihr denn dann in Nicht-Kampfsituationen, um das Abenteuer voranzutreiben? Keine Fangfrage, interessiert mich wirklich.


--- Zitat von: Surtur am  8.09.2010 | 18:22 ---Das habe ich durchaus nicht übersehen - ich finde es einfach nur blöd.

--- Ende Zitat ---

Und hier halt ich's wieder mit Surtur. Das "Balancing über die Level" ist zwar leider oft anzutreffen, aber ganz großer Mist. Das funktioniert schon deshalb nicht, weil mit einem etwaigen vorzeitigen Ableben eines Wizards ja der Spieler nicht raus aus der Runde ist. Entweder wird der Charakter geresst, oder der Spieler steigt mit einem neuen Charakter wieder ein. Selbst wenn er dabei eine Stufe verliert, wird dadurch sein Advancement nur etwas verzögert. Jetzt mal den noch um unendlich viele Potenzen größeren Blödsinn außen vor gelassen, einen verblichenen Charakter nur durch einen Erststufer ersetzen zu lassen; die Diskussion haben wir hier auch schon lang und breit geführt.

Zweitens bestraft dieser Ansatz, also "Balancing über die Level", wie ich schon öfter andernorts sagte, in erster Linie nicht den Magierspieler, sondern den Rest der Gruppe: erst müssen sie soundsoviele Stufen lang auf einen blutkotzenden Fingerwackler aufpassen, der schon umfällt wenn man ihn mal scharf anschaut; und wenn sie den dann nach einer monatelangen ununterbrochenen Eskortqueste auf einen lebensfähigen Level gebracht haben, dauert es nicht mehr lang, bis die anderen Charaktere vom Wizard komplett abgehängt und zu Wasserträgern degradiert werden. Funktionierendes Gruppengleichgewicht sieht anders aus.

Tudor the Traveller:
@Felix: Naja, hast du meinen Beitrag richtig gelesen? Ich habe nicht geschrieben, dass ein Kämpfer NUR kämpfen können soll. Ich habe geschrieben, dass das seine Kernkompetenz, seine Nische sein sollte. Wenn man Kämpfer als Klasse wählt, dann entscheidet man sich imo ganz bewusst dafür, dass der Char hauptsächlich in Kämpfen sein Spotlight haben soll. Das würde auch funktionieren, denn D&D ist ja klassischerweise in der Tendenz kampfbetont. Würde, wenn nicht die anderen Klassen so stark in seine NIsche drängen würden, dass sie ihm sein Spotlight klauen.
Ich bin aber durchaus der Ansicht, dass ein Kämpfer auch außerhalb des Kampfes nicht nutzlos ein soll. Ist er auch nicht, er hat einige nützliche Class-Skills (Intimidate und Survival z.B.). Wer sich natürlich mit seinen Attributen einseitig auf STR und CON beschränkt, ist selberschuld, wenn er sonst nix kann.
In meinen Augen ist die Kämpferklasse im Übrigen vom Flair her prädestiniert für Anführerrollen. Krieger sind fast von Natur aus "Macher", "Platzhirsche". Ich habe noch nie einen Krieger mit niedrigen CHA oder niedriger INT gespielt.
Allgemein bin ich ohnehin der Auffassung, dass D&D/PF zu sehr mit Skillpunkten geizt. 4+INT sollten imo das Minimum für jede Klasse sein. Habe auch nie verstanden, warum Barbaren mehr Skillpunkte bekommen als Kämpfer.

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