Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Konsequentes ("logisches") Setting für D&D (3.X)
Feuersänger:
Feuersängerscher Naturalismus? *lol*
Klar gibt es in so einem Spiel Helden und Normalos. Aber dazu ist es trotzdem nicht zwingend notwendig, und m.E. auch nicht zielführend, die Normalos auf Stufe 1 / 1HD zu beschränken.
Menschen beginnen bereits ab 35 Jahren, körperlich abzubauen. Nach meinem Pi-mal-Daumen XP Modell hätte ein Normalo in dieser Zeit 20.000XP kumuliert, was also knapp unter Stufe 7 liegt. Wenn einem das schon zu hoch ist, kann man ja das Tempo von 3XP auf 2 oder 1 pro Tag reduzieren -> immer noch knapp Stufe 6 bzw. Stufe 4. Vielleicht wäre das ja sogar eine gangbare Methode, Berufe und Laufbahnen in "tiers" einzuteilen; also hochqualifizierte Berufe geben 3XP, mittelmäßige 2XP und unqualifizierte Minusjobs 1XP pro Tag.
Die echten "Helden" gehen dann halt erst ab Level 10+ so richtig los, und ab da wird auch die Luft sehr dünn. Stufe 20 ist immer noch wesentlich mächtiger als Stufe 10. Und von den epischen Stufen erst gar nicht zu reden - die heißen ja nicht umsonst so.
Vor allem würde ein solches Bewusstsein der Stufendistribution vielleicht mal die Verklemmtheit einiger Spieler/Spielleiter auflösen, nicht über die mittleren Stufen hinaus spielen zu wollen. Klar, wenn die ganze Welt Stufe 1 ist, ist ein Stufe 9 PC schon der große Held. Aber dabei entgeht einem so viel, was das System bzw. die Klassen noch alles zu bieten haben. Auch die hohen Stufen sind zum spielen da, sonst gäbe es sie nicht.
Nunja, eigentlich ist das hier ja nur ein Nebenkriegsschauplatz. Aber doch ein nicht ganz unwichtiger, ergibt sich doch aus der Stufendistribution, welche Zauber nun alltäglich sind und welche außergewöhnlich bleiben.
Offtopic, da kommt mir grade ein Gedanke. Wenn mal wieder ein SL keine Temple Services rausrücken will:
"Bitte Hochwürden, einer unserer Kameraden ist gefallen, könnt Ihr ihn wiederbeleben? Wir zahlen auch dafür."
"Tut mir leid, in diesem Tempel gibt es keinen Priester, der über derart viel Macht verfügt."
"Soooo... ist ja interessant... dannnnnn gebt uns Euer Geld, wenn Ihr keine Hiebe wollt!"
EDIT: was anderes hab ich auch noch übersehen, das hat mich noch etwas angefuchst:
--- Zitat --- Dass es irgendeine "Degeneration" geben sollte, ist nicht im Mindesten nachvollziehbar, da man ja eben bei D&D keine "magische Begabung" braucht
--- Ende Zitat ---
Aber das Leben im Luxus verweichlicht. Genau das ist doch auch in der Historie passiert. Schau dir doch mal an, wie sich das Feudalsystem von seinen Anfängen bis zur Aufklärung entwickelt hat. Am Anfang war noch die Idee, dass der Ritter / Adlige höchstselbst für den Schutz seiner Leute einstand. Dann haben sie zwar ihre Leute auch auf dem Schlachtfeld gebraucht, aber haben selber an vorderster Front mitgekämpft. Über die Zeit haben sie sich dann immer weiter nach hinten zurückgezogen, bis sie schließlich gar nicht mehr hingingen. Vergleiche doch mal einen Ritter aus sagen wir mal der Ottonischen Zeit mit so einer gepuderten Barockschwuchtel à la Louis XIV.
Skele-Surtur:
Viel interessanter finde ich die Frage, wie eine Welt aussieht, wo man nach Belieben andere Leute wiederbeleben kann. Ich meine: Jemanden umbringen wäre ziemlich doof, denn die "Polizei" lässt einfach den Polizeikleriker kommen, den Typen wiederbeleben und fragt ihn dann wers war.
Nur Zauberer mit dem Soulbind-Spell und ein paar Monster können jemanden dauerhaft ins Reich der Toten schicken.
Dazu kommen noch Teleportzauber und potentiell Unsichtbare Taschendiebe.
Wie sieht eine Welt aus, in der so etwas möglich ist?
SeelenJägerTee:
Mörder lösen ihre Opfer einfach in Säure auf. Alternativ Zerstückeln sie sie und werfen die Einzelteile in den Fluss.
Die Polizei benutzt magisch verzauberte Brillen, mit denen sie die unsichtbaren Taschendiebe sehen kann.
...
Feuersänger:
Ich denke, die vernünftige Konsequenz wäre, dass entsprechende Wards weit verbreitet wäre. Jeder, der es sich leisten kann, lässt sein Haus gegen Teleport und dergleichen warden.
Ebenso gäbe es auf öffentlichen Plätzen vielleicht Wards gegen Unsichtbarkeit.
Das mit dem Raisen ist so eine Sache: abgesehen von den Kosten (5000gp Material) lässt sich Raise Dead auch ziemlich leicht aushebeln: wenn der Mörder den Körper verstümmelt, kann er schon nicht mehr raised werden ("the body of the creature to be raised must be whole"). So einfach geht das.
Somit kann der Tote nur noch mit einer Resurrection zurückgeholt werden, und die kostet schon 10.000gp Material und benötigt einen mindestens 13.stufigen Cleric. Will der Mörder auch das ausschließen, muss er in der Tat die Seele einfangen _oder_ den Körper komplett und rückstandsfrei vernichten.
Bleibt noch True Resurrection, was einen Caster der 17. Stufe erfordert, 25.000gp Material kostet, aber dafür ohne sterbliche Überreste funktioniert. Dagegen hilft dann nur noch, die Seele zu binden.
Wenn ein Mörder also absehen kann, dass niemand willens ist, die Kosten für eine Res zu bezahlen, oder dass kein Caster verfügbar ist der das Wunder wirken kann, reicht es vollkommen, dem Opfer einen Finger abzuschneiden.
Holothuroid:
Vermutlich wird Mord jedenfalls in einer solchen Welt geringer bestraft.
Man könnte auch dazu übergehen Mord und übrigens auch Körperverletzung wie Sachbeschädigung einzusetzen: Zertrampel ihre Äcker, verstümmel ein paar Leute oder bring wen um. Kost sie alles Geld.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln