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Konsequentes ("logisches") Setting für D&D (3.X)

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Skele-Surtur:
Kann man das nicht mit einem Windkanal oder so verstärken? Hab leider von Physik keinerlei Ahnung.

Feuersänger:
Jein. Diese Kraft wirkt bei einer 5' durchmessenden flachen Scheibe, die genau senkrecht zum Wind steht. Wäre es die Innenfläche einer Halbkugel, wäre die Kraft größer. Kurzum, es zählt der Luftwiderstand. Wenn man aber eine Turbine antreiben will, hat man natürlich nochmal anderweitige Verluste. Also, _wesentlich_ verstärken kann man das nicht.
Und entsprechend viele "Gusts" nebeneinanderzuschalten - das geht dann freilich langsam ins Geld bzw. in die XP, da ja jede Permanency 1500XP kostet.

Was die Alternative angeht, Wall of Fire, so lässt sich da noch viel schlechter irgendwas berechnen, da ja nirgends geschrieben steht, wie heiß die Flammen brennen, oder sonst ein Hinweis, mit dem die Leistung berechenbar würde.

Nunja, soviel dazu für den Moment.

Mir ist noch ein anderes Thema eingefallen:
Militär.

Neulich hab jemand in einem anderen Thread geschrieben (und das hat diesen Thread mit inspiriert), dass in einem High Magic Setting stehende Heere überhaupt keinen Sinn mehr machen würden. Für diese Theorie spricht es wohl, wenn eine handelsübliche 4er-Party der meinetwegen 11. Stufe durch ganze Regimenter Lowlevel-Soldaten einfach durchpflügen können, und der Wizard hunderte am Stück grillt.

Wie sehen die Streitkräfte eines High-Magic Staates aus?

Skele-Surtur:

--- Zitat von: Skírnir am 29.09.2010 | 23:43 ---Was die Alternative angeht, Wall of Fire, so lässt sich da noch viel schlechter irgendwas berechnen, da ja nirgends geschrieben steht, wie heiß die Flammen brennen, oder sonst ein Hinweis, mit dem die Leistung berechenbar würde.
--- Ende Zitat ---

Naja, ein normales lagerfeuer macht 1d6 Schaden, das ist ein Durchschnittsschaden von 3,5
Die Wall of Fire maximal 2d6+20, als ein Durchschnittschaden von 27, nicht ganz das achtfache.

Davon abgeleitet müsste die Energieleistung, also die Hitze, einer Wall of fire das achtfache eines gewöhnlichen Lagerfeuers sein. Soweit komme ich, aber das ist natürlich eine ewtas abenteuerliche Berechnung.

Schätzungsweise wie Special Ops Teams bei uns. Gehen wir von deiner Berechnung aus, dann ist der Durchschnittssoldat immerhin schon ein Rang 6 Charakter, das wird dann auch für Rang 11 Charaktere nicht mehr ganz so einfach.

Das Complete Warrior und das Heros of Battle dürften viele deiner Fragen beantworten.
Große Monster stellen Lufteinheiten, Golems fungieren als Kampfpanzer, Einsatztruppen werden hinter die feindlichen Linien teleportiert und Rary's Telepathic Bond fungiert als Funkverbindung zwischen den Teammitgliedern.

Durch die Verfügbarkeit von Flächenangriffen und vor allem magischer Langstreckenkommunikation ist eine geschlossene Formation nur noch selten von Nutzen. Vermutlich würde es eher wie im zweiten Weltkrieg aussehen. Mächtige Zauber wie Cloudkill, Meteor Strike, Delayed Blast Fireball und Chainlightning müssen entsprechend ausgekontert werden.
Letztendlich gewinnt den Krieg, wer in der Lage ist, die feindlichen Magier auszuschalten, wofür Rouges und Monks eingesetzt werden - schon sind wir wieder bei den Special Ops.

Falke359:
Ich will nochmal nen Kommentar beisteuern zur Frage der NSC-Stufen und Anzahl mächtiger Charaktere:

Wieviele NSC welcher Stufen es in einer Welt gibt, ist doch unabhängig von der Frage der Steigerung, da der SL die NSC passend kreiert und diese eben nicht durch "Eigenanstrengung" im Level aufsteigen. Das ist ein dem Spieler vorbehaltenes Spielelement. Damit halte ich jegliche Diskussion, wie und wie schnell ein NSC steigern kann, für unsinnig. Es gibt genau die NSC, die der SL bestimmt hat. Dass auch einem hochstufigen Helden immer noch ein scheinbar harmloser Straßendieb zur Bedrohung werden kann, bleibt dabei ein Problem, liegt aber eher am Hitpoint-System.

Ich lese hier auch oft, was hochstufige Zauberer mit ihren Fähigkeiten machen könnten: Herrschen, ein Transportunternehmen gründen etc. Die Frage wäre: Wieso sollten sie das wollen? Denkt ein Magier rein kapitalistisch oder ist es nicht vielmehr unsere Unfähigkeit, uns aus diesem Denken zu lösen?

Wenn wir uns klassische "Helden" vorstellen, denken wir mal für einen Moment an Herakles: Er gründet doch kein Ein-Mann-Unternehmen, um mit seinen Fähigkeiten Gold zu verdienen, nein, er muss Buße für eine schwere Sünde in seiner Jugend tun und strebt letztlich Göttlichkeit an. Das sind seine wahren Ziele, politische oder militärische Macht interessieren ihn nicht.

Wieso sollte ein hochstufiger Zauberer seine Fähigkeiten niederem Volk massenhaft zur Verfügung stellen? Er würde sich doch nur selbst erniedrigen, wie Herakles, der den Stall des Augias ausmisten soll.
Oder wieso sollte ein Magier danach streben, über ein Königreich zu herrschen, wenn es ihm letztlich darum geht, die Geheimnisse des Kosmos zu ergründen und andere Sphären zu erkunden? Alle Politik, alles menschliche Streben liegt doch oft genug weit unter seinen Interessen. Ich denke, dieser Aspekt wird viel zu oft übersehen.

Feuersänger:
Hmh, also ich gehe normalerweise davon aus, dass Level 6 jetzt zwar nicht extrem rar, aber auch nicht alltäglich ist. Also: hartgesottene Veteranen, Sergeants und niedrige Offiziere (die sich ihren Rang verdient und nicht erkauft haben).

Der "Standardsoldat" dürfte wohl so etwa bei Level 4 liegen, wenn er gut ausgebildet und einigermaßen erfahren ist. Dürfte also so ungefähr 30 HP haben. Iirc empfiehlt das DMG für Level 4 NSCs etwa 2500GP. Das reicht grad so für 1 MW Waffe, normale Zweitwaffe, Schild, Fullplate (oder andere Rüstung +1) und einen CLW Wand oder anderes schwaches Item.
-> AC ca. 18-21, Angriffbonus ca. +8.

Kleriker werden natürlich besonders gefragt sein, aber vielleicht nichtmal unbedingt als Sanis, sondern eher als Anführer, wegen der Buffs und so. Also vermutlich grundsätzlich als Offizierskarriere.

Wizards werden ebenso allein aufgrund ihrer Macht einen Anspruch auf Offiziersrang haben, wobei man die Führungsqualitäten wohl eher außen vor lässt. Vielleicht multiclassen die ein wenig, um Martial Weapons zu bekommen, z.B. mit Ranger. Vielleicht können sie sich auch eine Fähigkeit aneignen (abgesehen von Still Spell), mit der sie wenigstens in leichter Rüstung zuverlässig zaubern können, ähnlich wie der Barde. (Fällt euch dazu was ein?)
So oder so werden sie nicht in wallenden bunten Roben rumlaufen, sondern vielleicht eher in zweckmäßigen Uniformen; optisch so nah wie möglich an die weltlichen Truppen angepasst (Problem, siehe Rüstung). Man muss sich ja nicht mit aller Gewalt auf zehn Meilen gegen den Wind als Primärziel darstellen.

Warmages (CArc) wiederum werden zwar sicherlich ebenfalls gern genommen, aber mehr so als Artillerie, und aufgrund ihrer sehr eintönigen Zauberliste nicht in so hohem Ansehen stehen wie richtige Magier. Daher keine Offiziersränge, sondern maximal auf Unteroffiziersniveau.

Thema Monster zur Luftunterstützung etc.: ich denke, das kann man großteils bedenkenlos ausklammern. Kreaturen wie Drachen, Riesenadler etc. werden besseres zu tun haben, als sich von Menschen und ähnlichem Gesocks für ihre Kriege einspannen zu lassen. Bei beschworenen Kreaturen schaut das wieder anders aus, aber dafür gibt's ja wieder Dismissal und solche Sachen.

Golems: Clay ist weniger nützlich, weil die nach wenigen Minuten außer Kontrolle geraten. Das ist für 40.000gp nicht gerade ökonomisch.
Iron und Stone sind so teuer, dass sie auch sicherlich die Ausnahme auf jedem Schlachtfeld darstellen werden. Und wenn man bedenkt, dass sich diese 150-200K teuren Biester von ein paar (guten) Bogenschützen mit nem Köcher voll Adamantpfeilen auskontern lassen, wahrscheinlich keine so gute Investition.



@Falke:
1. Magier brauchen auch Gold, zum Beispiel um ihre Studien zu finanzieren. D&D geht offensichtlich davon aus, dass ziemlich viele Zauberer ihre Macht in der Tat für relativ überschaubares Geld zur Verfügung stellen. Wäre das Angebot geringer, wären die Preise deutlich höher.
2. warum sollten Magier _nicht_ nach weltlicher Macht streben? So wie es unter uns normalsterblichen Menschen immer wieder mal einen mit ausgeprägten Machtgelüsten gibt, gibt es diese sicherlich auch unter fantastischen Zauberern. Im Gegenteil, 99% der Fantasy geht davon aus, dass Zauberer es damit zufrieden sind, in ihrem Elfenbeinturm zu hocken und Bücher zu wälzen. Gerade das finde ich wenig plausibel.
3. Klar, ein 17.stufiger Magier hat es sicher nicht mehr nötig, in einem Laden zu hocken und auf Kunden zu warten, die irgendwas billig gezaubert haben wollen. Aber ein König könnte einen Hofmagier auf solchen Stufen haben. Während ich für die Standard-Dienstleistungszauberei primär so mit leichter Verfügbarkeit bis ca. Grad 5 rechne; für höhergradige Zauber muss man vielleicht länger suchen, bis man einen Caster gefunden hat.

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