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Konsequentes ("logisches") Setting für D&D (3.X)
Skele-Surtur:
Adamantinpfeile muss man aber erstmal haben, damit geht es los - Adamantin fällt ja nicht gerade alle hundert Meter von Himmel, der Aufwand, das Zeug zu verarbeiten mal ganz außen vor gelassen.
Und es gibt genug fliegende Kreaturen, die man abrichten oder anheuern kann - Wyvern, Greifen, Hippogreifen, Rocs etc. Einige davon würden sich wohl schon allein des gebotenen Fressens wegen einspannen lassen.
Du solltest vor allem eins nicht außer Acht lassen: Kleriker gehören zu einer Kirche.
Wenn Kirche und Staat nicht per se Hand in Hand arbeiten, dann werden Kleriker ganz sicher keine Offiziere sein - entweder, weil sie nicht in die Militärstruktur passen, da sie zu einer NGO (nämlich einer Kirche) gehören oder garnicht erst an kriegerischen Auseinandersetzungen teil nehmen. Ergo wird jeder Staat, in dessen Armee Kleriker sind, eine Theokratie sein oder zumindest eine Staatsreligion und Staatskriche haben - oder sie heueren Kleriker von einer "Söldnerkriche" an.
Alternative wäre eine Art "Wehrpflicht" für alle Kirchen, die in dem Staat Tempel unterhalten wollen.
Barden sind da wohl eher das Mittel der Wahl. Von der Alignmenteinschränkung mal abgesehen, sind diese als Offiziere blendend geeignet. Sie sind nicht nur in der Lage, ein paar Buffspells rauszulassen, ihre Bardic Music ist richtig praktisch und ihr hohes Charisma besorgt des Rest, wenn es um mundane Führungsqualität geht.
Warmages sind ganz sicher keine Unteroffiziere, sondern hochgradig effiziente Spezialisten und mit Sicherheit im Offiziersrang. Sie können in leichter Rüstugn, später sogar in mittelschwerer und mit dem entsprechenden Feat sogar in schwerer Rüstung zaubern, was sie zu recht effizienter, gepanzerter magischer Artillerie macht und in dem Gebiet dürften sie jeden anderen in die Tasche stecken. Das macht sie auf dem Schlachfeld extrem wertvoll und die würden sich garantiert nicht mit pobligen Ufz-Rängen abspeisen lassen.
Hochstufige Warlocks könnten auf dem Schlachtfeld verheerend sein. Sie haben unendlich Munition und ab einer gewissen Stufe auch Flugfähigkeit. Ein Regiment aus, sagen wir 10 Warlocks mit Fly und Eldritch Spear sowie einem 20% Schutz vor ranged Attacks kann aus dem Himmel mächtig Schaden anrichten - die Frage ist nur, wer ein Regiment aus Leuten zusammenstellt, die alle einen Packt mit Bösen oder Chaotischen Mächten geschlossen haben und ob die sich überhaupt in Regimenter zusammenfassen lassen.
Feuersänger:
@Barden: ja stimmt, der 3.5er Barde ist in der Tat gutes Offiziersmaterial.
@Kleriker: je nun, erinnerst du dich, wo das Bild des gepanzerten, streitkolbenschwingenden Klerikers herkommt? Von diversen Bischöfen der Realhistorie, wie z.B. Ulrich, der 955 Augsburg gegen die Ungarn verteidigte. Das mit dem Streitkolben kommt daher, dass sie als Geistliche kein Blut vergießen sollten - aber die Feinde zu zermatschen war okay.
Klar, eine gewisse Bindung von Staat und Kirche muss da schon vorhanden sein. Allerdings geben die Regeln ja auch die Möglichkeit für Kleriker ohne bestimmte Gottheit - das sind die, die sich ihre Domänen frei aussuchen dürfen. Wenn das im Setting auch erlaubt ist, müssen die Kleriker nichtmal zu einer Kirche gehören.
@Warmages: ist vielleicht meine persönliche Abneigung. Ich finde die hochgradig langweilig. "Guck mal, ich kann Bumm machen!" - "Und was kannst du noch?" - "öööhm.... guck mal, ich kann Bumm machen!" - "Ja passt schon, geh nach draußen spielen."
@Adamantpfeile: wir reden hier von militärischer Logistik. Wenn der Feind einen Eisengolem für 150K ins Feld führen kann, und man selber hat nichtmal Pfeile für lausige 1,5K in Reserve, dann, ja dann ist man wirklich am Arsch. Im Gegenteil, wenn ich eine Armee ausrüste, deren Feinde Golems ins Feld führen können, investiere ich auch noch in ein paar Mighty Construct-Bane Longbows. Es ist ja nicht so, als würde in einem HMS niemand damit rechnen, dass Konstrukte im Kampf mitmischen. Dann geht es im Ernstfall nur noch darum, die "Panzerjäger" in Kampfreichweite zu bringen -- und die müssen natürlich gut genug schießen können, um ACs von 27-30 zu treffen.
Die Seltenheit von Adamantine und die Schwierigkeit, es zu verarbeiten, sind bereits in den Kosten verrechnet. Mehr Aufhebens muss man darum nicht machen. Wieder gilt, wenn es noch schwieriger zu bekommen wäre, wäre der Preis noch höher.
(Frage, weil's bei uns bisher nie aufkam: gelten die +60gp für Adamant-Muni eigentlich "pro Pfeil" oder "pro Stack", also 20 Pfeile? Ich nehme mal an, ersteres.)
Samael:
--- Zitat von: Skírnir am 30.09.2010 | 11:02 ---(Frage, weil's bei uns bisher nie aufkam: gelten die +60gp für Adamant-Muni eigentlich "pro Pfeil" oder "pro Stack", also 20 Pfeile? Ich nehme mal an, ersteres.)
--- Ende Zitat ---
Richtig. Ein "Stack" wären ja 50 Pfeile, und die würden dann eben 3000 gp Kosten, genau wie eine Waffe. Eine Waffe ist ja auch schon bei Verzauberungen äquivalent zu 50 Pfeilen ode Bolzen.
Skele-Surtur:
--- Zitat von: Skírnir am 30.09.2010 | 11:02 ---@Warmages: ist vielleicht meine persönliche Abneigung. Ich finde die hochgradig langweilig. "Guck mal, ich kann Bumm machen!" - "Und was kannst du noch?" - "öööhm.... guck mal, ich kann Bumm machen!" - "Ja passt schon, geh nach draußen spielen."
--- Ende Zitat ---
Nuja, sind halt das Magieräquivalent zum Krieger:
Was kannst du? - Ich kann voll draufhauen!
Aber was erwartet man von schwerer Artiellerie? Die soll Bumm machen, das möglichst groß und heftig und wenn nur eine eingeschränkte Gruppe das (so gut) kann, dann ist ihr Marktwert entsprechend hoch. Zumal Advanced learning doch noch ein paar Optionen offen hält, wie z.B. Windwall und Leomund Tiny hut etc. Muss halt evocation sein.
Was Adamantinpfeile angeht: Das ist eine Settingfrage. Im europäischen Hochmittelalter hat man Rüstungen aus Stahl angefertigt - im Japanischen Mittelalter primär Verbundrüstungen aus Stahl, Leder und Hartholz, Bambus und Textilien. Bei den Inkas wurden aufgrund der reichen vorkommen teilweise Nägel aus Gold hergestellt, nur Stahlwaffen hatten die nicht bis zum bitteren Ende.
Du brauchst nicht nur Leute, die dir das Adamantin aus dem Boden graben, du Brauchst auch Boden, in dem Adamantin steckt. Und jetzt stell dir vor, du sitzt als Herrscher auf einer Adamantinader. Schmeißt du das Zeug auf den freien Markt oder lässt du es unter hohen Sicherheitskontrollen bunkern und verhängst die Todessstrafe auf Diebstahl und Hehlerei mit dem Zeug und rüstest deine Elitegarde damit aus?
Gut, Baneweapons sind da eine valide Option. Aber so ist das eben - es gibt Waffen und Konterwaffen.
Golems sind wie Panzer und es gibt passende Panzerabwehrwaffen und wie wir wissen ist ein Panzer auch teurer als zwei Panzerfäuste.
Es gibt Untote und Kleriker, Magier und Mönche, Summoner und Abjurer. Waffen und Konterwaffen.
Der Trick liegt darin, die richtige Waffe zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle zu haben.
@ Cleric: Ja, es gibt freie Kleriker. Aber selbst die beziehen ihre Macht aus dem Glauben an irgend etwas, beten dazu und leben im Einklang mit diesem Glauben. Diese Leute müssen mit der Militärstruktur kompatibel sein, denn es sind nunmal Überzeugungstäter und keine Söldner oder Soldaten. Und ín unserem Mittelalter gab es nunmal keine Trennung von Staat und Kirche. Das ist in den meisten Fantasy-Settings auch so und rechtfertigt das Vorhandensein von Klerikern in der Armee, aber man sollte es trotzdem beachten, wenn man schon ein plausibles Setting bauen will.
Will man Kleriker in der Armee haben - und freie Kleriker können diesen Bedarf ganz sicher nicht so gut decken, wie eine organisierte Kirche - dann wird die Kirche entsprechend hohe Privilegien dafür einfordern: Kirchenzehnt, Trauungsmonopol, Feste Sitze im Beraterstab des Königs oder im Senat, Handelsrechte und Steuervorteile, je nach Dogma. Oder der Staat ist direkt eine Theokratie.
Sashael:
Naja, die Pantheons von D&D bieten aber schon ausreichend Kriegs- oder zumindest Kampfgötter, deren Kleriker mit Sicherheit in militärischen Einheiten ordentlich mitmischen werden. Ganz offiziell und (siehe Threadtitel) logisch.
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