Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Konsequentes ("logisches") Setting für D&D (3.X)
Feuersänger:
Jaja, mir ist schon klar, dass sich die Kosten im SRD am relativen Nutzen für den Spieler orientieren. Ein Mithral-Chainshirt hat halt für sich genommen in den meisten Fällen keinen Mehrwert (gegenüber einer Mithral Breastplate). Lediglich in Kombination mit der Twilight-Property ist das halt für Zauberer interessant -> 0% ASF.
(Da haben wir übrigens die Lösung für gepanzerte Kriegsmagier)
Feuersänger:
Fieser Doppelpost:
Es kommt halt bei der magischen Kriegführung nicht nur auf die verfügbaren Stufen, sondern auch sehr aufs Budget an. Wenn der Kriegsherr hochstufige Zauberer _und_ einen Haufen Kohle zur Hand hat, kann er z.B. Wands of Fireball en masse herstellen lassen und einsetzen.
Die "eternal Wands" aus Eberron sind so eine Sache; einerseits unendlich, andererseits nur 2mal am Tag benutzbar. Balancetechnisch wohl okay, aber wie effektiv sowas in einem Kriegsszenario ist, sei mal dahingestellt. Ist wahrscheinlich so gedacht, dass die Seiten sich zuerst mit ihren Eternal Wands beharken, bis die leer sind, und dann zum Nahkampf blasen. Wobei das aber natürlich wieder zu auseinandergezogenen Linien, Eingraben, Tarnung und anderen sehr modernen Elementen führt.
Das ist halt die Crux. Steht ja auch so im CW (aber ich bilde mir ein, der Artikel wäre aus einer älteren Publikation übernommen). Wenn man HM-Fantasy spielen will, erwartet man nicht unbedingt Schlachten, die mehr wie im 21. Jahrhundert geführt werden, und will das in der Regel auch gar nicht. Aber wenn man die Parteien "historisch" auftreten lässt, in Reih und Glied marschierend etc., macht halt der erstbeste Zauberer mit einem ganzen Regiment kurzen Prozess. Blödes Dilemma.
Weiter denken!
Wenn der Gegner ständig mit Feuerbällen um sich zappt, stattet man halt so viele Soldaten wie möglich mit Protection from bzw Resist Energy aus. Das Problem ist, dass permanente Resist-Items ziemlich teuer sind, und jeden von Hand aufzubuffen wird verdammt viele Slots in Anspruch nehmen. Aber: ein relativ billiger Wand kann schon 50 Soldaten mit Fire Resist 10 ausstatten, und das kann schon den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen, wenn auch der Feind mit seinen Feuerbällen haushalten muss.
Beispiel: ein Stufe 3 Soldat hat vielleicht 25HP. Mit Resist 10 hat er glatt ne Chance, selbst nen 10d6 Feuerball zu überleben, selbst wenn er den Save nicht schafft. Es werden aber die meisten Feuerbälle eher im Bereich 5-6d6 liegen, und davon kann so ein Kämpfer dann sogar mehrere soaken und trotzdem noch weiterkämpfen.
Aber wie gesagt, so oder so werden sich die Truppen in loser Formation bewegen, damit eben so ein Feuerball nicht 50 Soldaten erwischt, sondern nur z.B. 16.
Dies führt dann wiederum insgesamt zu kleineren Einheiten, da ja weniger Soldaten mehr Platz auf dem Schlachtfeld einnehmen, und die Buffs natürlich auch Geld kosten.
Da sehen dann die Einheiten vielleicht wirklich wie in den Sharpe Filmen aus: Kompanie 12 Mann, Regiment 80 Mann und so weiter. >;D Gut, das ist jetzt vielleicht extrem, aber mal echt jetzt.
Vielleicht etwa so eine Struktur wie zur spätrömischen Zeit, wo 1000 Mann als Legion galten.
Oder wenn man die moderneren Begriffe bevorzugt, alles um 1 Stufe reduziert: Zug 10 Mann, Kompanie 50 Mann, Regiment 200 Mann, Division 2000 Mann.
Traditionell rechnet man ja in Fantasysettings auch mit eher geringen Bevölkerungszahlen bzw -dichten. Ist das vielleicht auch wieder ein Denkfehler? Wieviele Einwohner hätte ein Land wie Deutschland in einem HMS? Die Einwohnerzahl hängt ja primär ab von: Kindersterblichkeit, Ernährungslage. In der Realwelt haben wir ersteres mit Schutzimpfungen ausgeschalten, zweiteres mit Kunstdünger und industrieller Landwirtschaft irrelevant gemacht.
In einem HMS sieht es da allein von den magischen Mitteln nicht so rosig aus. Remove Disease hat keine impfende Wirkung, und streng nach Preisliste ist es ziemlich teuer. Plant Growth steigert den Ertrag auch nur um 1/3 (aber bei 200 Hektar pro Zauber lohnt sich das natürlich schon).
--> das deutet m.E. darauf hin, dass die Bevölkerungszahlen im HMS nicht viel anders aussehen dürften als in der historischen Vergangenheit, vielleicht etwas mehr und etwas sattere Leute.
Skele-Surtur:
Nun, wesentlich wichtiger als medizinische Versorgung ist die Hygiene. Wenn man den Leuten beibringt, sich regelmäßig zu waschen und nicht das Wasser aus dem Fluß zu trinken, in das hundert Meter weiter oben die anderen reinscheißen, wenn man dann noch eine Kanalisation anlegt etc. dann sinkt die Sterblichkeit rapide, um ein vielfaches mehr, als bloß magische medizinische Versorgung.
Der nächste Schritt, ist dann das richitge Desinfizieren von Wunden und medizinischem Besteck, Erreichbarkeit von Hilfe in medizinischen Notfällen, also viele Dinge, für die Magie nützlich, aber nicht notwendig ist und bei denen schon das Wissen um ihre bloße Beachtung schon viel hilft.
Bei Nahrung ist es oft auch wichtig, wie gut man die Sachen konservieren kann, insbesondere für den Winter.
Das ist einfach eine Settingfrage.
In groß angelegten, zentral gelegenen Krankenhäusern in kirchlicher Trägerschaft, in denen Kleriker und Adepten und evtl. sogar Paladine von der Kirche bezahlt und für die Bevölkerung weitgehend unentgeltlich arbeiten, einem Druiden oder Adepten in jedem kleineren Ort, der einen Animal Messenger oder vergleichbares als Funkspruch loslässt (Wir können um Hilfe Fuchsen!) und eine Erstbehandlung loslässt, sobald ein Kind 39 Grad Fieber hat, woraufhin sich die Ambulanz hinportet, wird die Sterblichkeit rapide abnehmen. Das ist eine Organisationsfrage. Wie gesagt, sind Kleriker häufig Überzeugungstäter, die nicht zwangsläufig so viel verlangen, wie in der Liste steht, besonders, wenn sie selbst keine echten Kosten dafür haben.
Dann gibt es immer noch Alchimisten, die evtl. sehr wirksame Desinfektionsmittel herstellen können und ganz mundane Mediziner, die ohne den Einsatz von Magie einfache Wunden, Entzündungen und Krankheiten zu heilen vermögen.
Der nächste Punkt ist, wie ertragreich die Pflanzen in dem Setting ganz ohne den ständigen Einsatz von Magie sind. In so einer Welt, in der ständig magische Hybriden herumlaufen, können Magier ja auch magische "Genmanipulation" vornehmen, um Pflanzen zu züchten, die mehr ertrag bringen.
Hier hast du wirklich die Möglichkeit, es so oder so zu machen, ohne einen Logikbruch zu produzieren, denn beides ist denkbar. Wenn einfach noch niemand auf die Idee gekommen ist, dass mit mehr Hygiene weniger Krankheiten ausbrechen, Kindersterblichkeit reduziert werden kann usw., dann wird das eben nicht passieren.
ErikErikson:
Kann man nicht einfach die Götter fragen? Da gibt es doch bestimmte Zauber. Also ich frage dann einfach als hochstufiger Kleriker/Magier den zuständigen Gott/Dämon wie man KraNKHEITEN verhindern kann, das Bildungssystem verbessert und bessere Waffen baut.
Feuersänger:
Achja richtig, Hygiene, das war ja so ein Hauptknackpunkt. Nunja, das ist keine Zauberei. ;)
Mit den (Guten) Klerikern als "Überzeugungstätern" hast du sicherlich auch recht.
Fuchse schicken! Genial ;D "Ich brauch die Unterlagen noch heute, können Sie die mir fuxen?"
Ich denke mal, für ein interessantes Setting mit vielen fantastischen Elementen ist eine eher niedrige (also: typisch mittelalterliche) Bevölkerungsdichte wünschenswert. Einfach damit es noch genügend unzivilisierte Gegenden gibt, in die man auf Abenteuer ausziehen kann. Sonst ist jedes Eck besiedelt, und für die verbliebenen Ruinen und Strongholds muss man Wochen im Voraus reservieren und Nummern ziehen; "I explored the Dungeon of Korolar and all I got was this lousy shirt", aber bitte jeder nur ein T-Shirt aus der Kiste nehmen, danke.
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