Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[3.X] Nochmal von vorn: Reichtum nach Level
Heinzelgaenger:
--- Zitat von: Voronesh am 20.09.2010 | 23:32 ---Naja ich kenn das von Shadowrun, da wird auch immer diskutiert wieviel Geld pro Run sinnmacht. Weil Karma als Erfahrung ist vorgeschrieben. Und unterm Strich gehts da ja auch nur ums Balancing. Nen Adept braucht Geld nicht ganz so sehr wie mundane Straßensamurai etc.
Vorgekaufte ABs sollten ja auch nicht nen Monty Haul sein, nach dem die Krieger ausgerüstet sind wie Grafen und die Magier in die Röhre gucken.
Anderweitig Chars nur mit Skills weiterentwickeln funzt ja auch net. Will ja nicht jeder nen asketischen Kampfmönch spielen, sondern einige auch die "coole" Ausrüstung haben, und die wird nun mal halt nur über Geld geregelt.
Einzige Möglichkeit wäre eine andere Krücke, magische Gegenstände komplett über XP kaufen und Geld als Konzept praktisch aus dem Fenster werfen.
--- Ende Zitat ---
coole Ausrüstung kann man doch sowieso kaufen. Klappt in jedem RPG.
Niemand befürwortet ein Konzept, bei dem Abenteurern kein Gold zur Verfügung gestellt wird.
Warum muss aber die Ausrüstung von Amts wegen geregelt werden?
Ich merke langsam, ein DSA /D&D3.x Hybrid wäre das ultimative deutsche Bürokratenspiel:
"So bin jetzt Stufe 8, habe auch schon die Formulare vom Oberspielmeister.
Werde wohl einen Rondrakamm+2 beantragen, gehört sich ja so, macht 28 Unzen Gold Vorkasse, alles richtig vermerkt.
Wenns von einem Hauptspielmeister ordentlich genehmigt wurde, zahl ich noch mal 450,56 Bornland-Schekel sowie ein (1) Fischerboot.
Puh, das wird nicht billig!"
Wulfhelm:
--- Zitat von: Einzelgaenger am 21.09.2010 | 00:39 ---coole Ausrüstung kann man doch sowieso kaufen. Klappt in jedem RPG.
Niemand befürwortet ein Konzept, bei dem Abenteurern kein Gold zur Verfügung gestellt wird.
Warum muss aber die Ausrüstung von Amts wegen geregelt werden?
--- Ende Zitat ---
Weil man für Regeln, in denen zentrale Spielkonzepte erfasst werden, für gewöhnlich Geld bezahlt, weil man sich die Regeln nicht selber ausdenken will?
Ausrüstung ist bei D&D nun mal nicht "nice to have", sondern notwendig. Das muss man nicht gut finden - ich selber handhabe das in meinem Haussystem auch anders - aber es ist nun mal ins System so eingebaut.
Heinzelgaenger:
Nochmal: Ich bestreite ja nicht das es eingebaut ist.
Ich erkläre, warum es vielen nicht gefällt oder eben anders gespielt wird.
D&D5 wird sicher noch MMORPGiger (und sich damit den Todestoss versetzen)
Aber vielleicht lenkt Paizo in einer späteren Edition ein.
Es ist doch ein Trend, und ich sage das er doof ist.
Felix R:
So wie ich das sehe, werden die Monster in Pathfinder nunmal über "natürliche Fähigkeiten" besser - der zivilisatorische Charakter mit Klassenstufen und nicht mit Racial HD eben eher über die Ausrüstung die er sich leistet.
Insofern sehe ich da jetzt "Magic-R-Us" nicht als Krücke für eine Regelwerk dass nicht funktioniert sondern als geplanten Bestandteil des Regelwerkes.
Und ganz ehrlich - ich spiel jetzt seit etwas unter nem Jahr unregelmäsig Pathfinder und empfinde, dass die Sache mit den Kämpfen, den magischen Gegenständen und der Herausforderung durch Rätsel, Skillchallenges, Encounter, etc pp viel besser und passender verläuft als zB bei DSA.
Bin ich glücklich mit allem bei Pathfinder? Sicher nicht, aber ich habe das Gefühl zu beobachten, dass Encounterlevel, durchschnittliches Charakterlevel, Wealt-per-Level und Co extrem durchdacht und hilfreich sind - und die Arbeit des Spielleiters extrem erleichtern (und damit meistens den Spielspass der Spieler erhöhen).
Ob man nun dieses Wealth-per-Level nur über offensichtliches Magic-R-Us einbringen kann bezweifle ich aber. Wir sind alle neu bei Pathfinder, unser Spielleiter in Kingmaker hat etwas D&D Erfahrung - und wir haben je nach Stand mal mehr Wert an uns getragen, mal weniger - derzeit zuckeln wir etwas hinterher, aber der Spielleiter hat ein Auge drauf. Und wir waren bisher NIE beim magischen Waren Discounter - magische Gegenstände werden nur langsam häufiger, wir feilschen extrem mit verschiedenen Händlern, kaufen auch mal eben was nicht wenns uns zu teuer ist und nehmen bewusst in Kauf dass wir dann halt etwas hinterher hinken.
Es läuft alles stimmig, mit viel Rollenspiel und keiner empfindet das als "nicht funktionierendes Regelwerk". Gold ist eben eine zweite Ressource in D&D gleichwertig zu XP.
Wem Gold & Co zu billig ist, der kann ja auch das abschaffen, eine frei verfügbare Punktressource einführen mit der sich dann zusätzliche Werte antrainieren lassen - und dann hat man eben nicht 1000 Gold gefunden sondern 1000 Zusatzpunkte verdient mit denen man erlernt, mit einer Waffe besser umzugehen, sprich, +1 auf Schaden und Treffen zu erhalten. Funktioniert genauso, kein Stress.
Es geht bei Wealth per Level in dem System meines Verständnisses nach ja nicht darum, dass die Ressource "Gold" heissen muss und so weite r- es geht darum, dass die Herausforderungen schwerer werden und man dem auf eine individuellere, freier wählbare Art und Weise folgen kann. Eben nicht über festgelegt dazu kommende Boni und Werte sondern über etwas das man sich aussuchen kann - ob man nun eben lieber erst wiederstandsfähiger wird (cloak of resistance), schwerer zu treffen (bessere Rüstung) oder ...
Wer das mit Gold Ressource zu "seltsam" findet, der soll die Ressource halt anders nennen und dann gibts eben Training etc pp anstatt besserer Ausrüstung oder göttliche Hilfe oder sonstetwas.
Edit: Im weiteren Zusammenhang zu Geld - welchen Skill sollte man in Pathfinder fürs feilschen benutzen? Oder ein Profession (Händler)?
Sashael:
Einzelgänger
Reichtum nach Level hat überhaupt NICHTS mit amtlich genehmigten Käufen von +3 Schwertern zu tun. Wenn sowas notwendig werden sollte, muss der SL ja wohl unter extremer und anhaltender Unkreativität leiden. Aber da man die Preise von magischen Gegenständen nachschauen kann, hat man auch ein ungefähres Bild davon, ob die Beute der Spieler ungefähr ihrem benötigten Ausrüstungsstand entspricht.
Die einzige magische Waffe, die meine damalige Gruppe je gekauft hat, war ein Wurfmesser, magisch, in einer dunklen Gasse von einer sinistren Gestalt.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)"Hey du."
"Wer? Ich?"
"Pssssssst! Jaaa, du. Willste n Wurfmesser kaufen? Magisch!"
"Öhm, klar!"
Später:
"Ich werfe das Wurfmesser auf die Orkwache!"
"Ok, das Messer fliegt auf den Ork zu, tipt ihn an, kommt zurück und sagt zu dir: Die Messung dieses Wurfes ergab eine Entfernung von 9,4 Meter."
"Äh ... WAS???"
"Ja, der Ork guckt auch etwas verdutzt. Dann brüllt er: ALAAAAAAARM!!!"
War also eher ein Reinfall. >;D
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