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[3.5] Sind die alten Completes outdated?

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Feuersänger:
Ja klar, aber die Disziplinen und Manöver waren ja etwas ganz neues für D&D. Übrigens auch der Grund, warum ich mich so lange nicht darum gekümmert habe. Die drei ToB-Klassen frischen ihre Manöver ja auf unterschiedliche Weise auf: der Crusader bekommt zufällig welche zugelost (was bei den Spielern überhaupt nicht gut ankam, weswegen der Crusader insgesamt sehr unbeliebt ist), der Swordsage muss eine Runde aussetzen (und ist davon abgesehen aufgrund seines 3/4 BAB weniger beliebt), und der Warblade schließlich kann per Swift Action auffrischen und ansonsten noch wenigstens eine Standardaktion ausführen. Unterm Strich gilt der Warblade als die stärkste Klasse aus dem ToB; manche sagen sogar: die einzige, die zu spielen sich lohnt. Die Bonusfeats sind zwar eher Dekoration, aber dafür kann er die meisten Fighter-Feats mit Manövern substituieren.

Dann sind halt auch die Disziplinen unterschiedlich liebevoll ausgestaltet. Manche wirken wie hopplahopp hingeschludert, um das Buch noch vollzukriegen. Andere sind sehr detailliert ausgearbeitet. Da gilt z.B. Diamond Mind als hervorragend, Iron Heart als passabel, und Stone Dragon als Rotz. Aus o.g. Gründen konzentriert man sich da freilich auf die Disziplinen, die dem Warblade offen stehen.

Scylla:

--- Zitat von: Surtur am 25.09.2010 | 19:59 ---
Die Frage also ist, wenn der Bloodstorm Blade den Master Thrower locker in die Tasche steckt (was ich mal ungesehen glauben will), ist dann der Master Thrower nicht nurmehr unnötiger Balast innerhalb des CW, sobald man das ToB zur Verfügung hat?
Und hat z.B. der Abjurant Champion nicht den Eldritch Knight im Prinzip obsolet gemacht?

Das macht mich gerade etwas nachdenklich.

--- Ende Zitat ---
War das nicht irgendwie die Strategie des Marketing-Konzepts von WoC, dass die neuen Bücher "besser" sein sollten als die alten? Es muss doch eine Motivation geben, ein neues Buch zu kaufen, und wenn die Klassen/Feats/Optionen nichts bzw. weniger taugen als die, die ohnehin schon da sind, dann kann man sich das Geld auch sparen. Also nicht einfach mehr Optionen (was mir gut gefallen hätte), sondern echt mehr "Feuerkraft" für die Kröten. Das da einige Klassen zu stark geraten und andere überflüssig machen liegt in der Verkaufstaktik, denke ich...

EDIT: Und ja, um die Eingangsfrage zu beantworten. Ich denke, dass neueres Material in D&D 3.5 das alte teilweise ersetzen kann, weil einige der alten Materialen nicht nur einfach etwas schwächer sind, sondern deren Nutzung einfach sinnlos/unklug ist.

Feuersänger:
Ja, da ist sicherlich was dran.

Und ich kann das schon auch verstehen. Einfach nur "mehr Optionen" finde ich witzlos, wenn man unterm Strich nichts davon hat. Es gibt ja eh schon viel zu viele PrCs, die einen Charakter zum One Trick Pony machen. Und besonders blöde find ich's halt, wenn man sich schon mit viel Aufwand auf einen bestimmten Trick spezialisiert, und dann am Ende gar nicht so viel besser ist der nächstbeste Generalist.

Der Power Creep ist eine ganz natürliche Entwicklung. Wie du schon sagst, warum sollte ich Geld dafür ausgeben, um mir eine neue Option zu erschließen, die _schwächer_ ist als eine, die in den Grundregeln steht.

Ich glaube aber auch, dass mit voller Absicht viel Mist in die Splats eingestreut wurde, um weniger gewitzte Spieler (die Sorte, die den 3.0er Ranger für eine starke Klasse hielt) aufs Glatteis zu führen, und gleichzeitig den "Power Usern" die Genugtuung zu geben, aus der vielen Spreu das Weizenkorn ausfindig gemacht zu haben.

Die grundsätzliche Tendenz, insbesondere bei neuen Feats, ist meines Erachtens, dass diese meistens schwächer sind als die Standardfeats, nur manchmal stärker, und ganz selten auf dem gleichen Niveau. (Wobei natürlich auch die Standardfeats sehr unterschiedlich sinnvoll sind, ich sag nur Power Attack vs. Toughness.) Manchmal scheinen die Autoren geradezu panische Angst davor zu haben, eine wirklich sinnvolle Option anzubieten, und laden einen potentiell guten Feat mit absolut sinnlosen, ja geradezu zweckwidrigen Prereqs voll.

Dem gleichen Muster folgen auch die Traits aus UA. Die meisten sind ziemlich sinnlos, und nur einige wenige bieten wirklich einen handfesten Vorteil. Z.B. bietet "Quick" einen Vorteil, der seit Abschaffung des Fleet-Footed Feats (3.0) sonst kaum noch zu erhalten ist, und dessen Nachteil sich wiederum durch einen Feat (Improved Toughness) komplett ausbügeln lässt.

Skele-Surtur:

--- Zitat von: Feuersänger am 26.09.2010 | 16:15 ---Ja klar, aber die Disziplinen und Manöver waren ja etwas ganz neues für D&D. Übrigens auch der Grund, warum ich mich so lange nicht darum gekümmert habe. Die drei ToB-Klassen frischen ihre Manöver ja auf unterschiedliche Weise auf: der Crusader bekommt zufällig welche zugelost (was bei den Spielern überhaupt nicht gut ankam, weswegen der Crusader insgesamt sehr unbeliebt ist), der Swordsage muss eine Runde aussetzen (und ist davon abgesehen aufgrund seines 3/4 BAB weniger beliebt), und der Warblade schließlich kann per Swift Action auffrischen und ansonsten noch wenigstens eine Standardaktion ausführen. Unterm Strich gilt der Warblade als die stärkste Klasse aus dem ToB; manche sagen sogar: die einzige, die zu spielen sich lohnt. Die Bonusfeats sind zwar eher Dekoration, aber dafür kann er die meisten Fighter-Feats mit Manövern substituieren.

Dann sind halt auch die Disziplinen unterschiedlich liebevoll ausgestaltet. Manche wirken wie hopplahopp hingeschludert, um das Buch noch vollzukriegen. Andere sind sehr detailliert ausgearbeitet. Da gilt z.B. Diamond Mind als hervorragend, Iron Heart als passabel, und Stone Dragon als Rotz. Aus o.g. Gründen konzentriert man sich da freilich auf die Disziplinen, die dem Warblade offen stehen.
--- Ende Zitat ---
Jetzt kenne ich das ToB nicht und frage mal einfach nach Meinungen: Sind denn die Manöver grundsätzlich eine gute Neuerung und könnte man die nicht für alte BaseClasses Nutzbar machen?

Xiam:

--- Zitat von: Wondrous Item am 26.09.2010 | 16:23 ---War das nicht irgendwie die Strategie des Marketing-Konzepts von WoC, dass die neuen Bücher "besser" sein sollten als die alten? Es muss doch eine Motivation geben, ein neues Buch zu kaufen, und wenn die Klassen/Feats/Optionen nichts bzw. weniger taugen als die, die ohnehin schon da sind, dann kann man sich das Geld auch sparen. Also nicht einfach mehr Optionen (was mir gut gefallen hätte), sondern echt mehr "Feuerkraft" für die Kröten.

--- Ende Zitat ---
Ich denke, das war nicht von vornherein so. Am Anfang haben sie in erster Linie in die Breite publiziert, mit der "Races of..."-Reihe und den Complete-Büchern der ersten Generation. Aber irgendwann wurde das auch lächerlich und die Leute haben drüber genörgelt ("Oh, mehr Spieler-Völker, suuuper, genau das, was D&D braucht").

Dann haben sie angefangen, alternative Systeme zu entwickeln, ich denke da an Magic of Incarnum, über das in meinem Bekanntenkreis viele den Kopf geschüttelt haben und das in kaum einer Runde, die ich kenne, zugelassen war, weil es einfach überflüssig war.

Was gleichzeitig an Splatbooks erschien, war im Grunde überflüssig, weil damit das Wettrüsten nach oben anfing aber kaum was grundlegend neues kam. Im ToB hat man versucht Manöver zu etablieren und das war eigentlich der Moment,wo auch der letzte begriffen hatte, dass die Tage von 3.5 gezählt sind, weil hier die ersten Vorboten einer neuen Regeledition ihre Schatten voraus warfen.

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