Medien & Phantastik > Hören
Was hört Ihr gerade so?
Chiarina:
Govana: Mental Slavery
Govana singt über die Differenz zwischen sozialen Medien und sozialem Miteinander.
Zuerst habe ich gedacht: "Was für ein Scheißvideo!" Wenn man es bis zum Schluss ansieht... naja, dann geht´s einigermaßen.
Gotham Rundschau:
habe gerade den absoluten Ohrwurm, DJ Shuffle hat mich heute gepackt...
The Birthday Massacre - Falling Down
https://www.youtube.com/watch?v=Z0ylXyvJC_I&list=OLAK5uy_mEVhfCNqC2ckF4U_9sCc3VvOF2ZEwGb8s&index=3
Huhn:
Happy Huhn! ^-^
Danko Jones - King Of Magazines
Chiarina:
Joseph Haydn: Sinfonie in D-Dur Nr. 104
Haydns letzte Sinfonie (aus dem Jahr 1795).
Mal ein (mir) unbekanntes Orchester, mal ein (mir) unbekannter Dirigent.
Die machen ihre Sache gut und ich schaue dem Mann gern beim Dirigieren zu.
Zum Stück? Es heißt, mit ihm sei die Entstehung der Gattung Sinfonie abgeschlossen gewesen. Es besitzt also in gewisser Weise Vorbildcharakter für spätere Werke der Gattung, ist also stilprägend.
Soweit die Kurzfassung... aber wenn man genauer hinschaut stellt man fest, dass das doch nur zum Teil stimmt.
Nur ein Beispiel...
In der Theorie geraten in einer Sinfonie kontrastierende Elemente in einen Austausch. These / Antithese sozusagen, in diesem Fall 1. Thema / 2. Thema. Diese beiden Themen arbeiten sich im Mittelteil einer Sinfonie aneinander ab um dann am Ende in harmonischer Einigkeit dazustehen: Synthese.
Hier bei Haydn ist das 1. Thema nach einer donnernden und tragisch klingenden Einleitung von 2:27 - 2:43 zu hören. Dann setzt sich die Musik noch einen Moment lang fort und steuert einen Übergang an: Das 2. Thema wird vorbereitet. Bei 3:15 ist es soweit. Doch was ist das? Dieses 2. Thema steht zwar in einer anderen Tonart, ansonsten hat es aber genau dieselbe Melodie wie das erste Thema. Das soll These - Antithese sein?
Ich denke bei der Stelle immer: "Alles relativ!" Zwei unterschiedliche Tonarten sind ja in gewisser Weise auch schon ein Kontrast. Was für den einen eine Irritation darstellt, kann für den anderen völlig selbstverständlich wirken.
Haydn ist der erste Musiker, zu dessen Musik mir öfter solche Gedanken kommen. Angeblich lagen mit Haydns 104. Symphonie die Karten auf dem Tisch und die Gattung hatte sich formiert: Machst du´s wie Haydn oder machst du´s anders? Bedienst du die Tradition oder bist du ein Neuerer? Diesen Fragen wurde in langen Jahren Musikwissenschaft immer und immer wieder nachgegangen. Das Verrückte ist nur: Haydn selbst machts manchmal so und manchmal anders! Diese Kategorisierungen, die die Schulmusik immer noch ganz gern transportiert, das sind höchstens Tendenzen.
Wer genauer hinhört (oder hinschaut), stößt auf immer mehr Ausnahmen. Das könnte eine Warnung vor voreiligen Pauschalurteilen sein. Hier im Tanelorn muss ich oft daran denken.
Gotham Rundschau:
Absolut ccoler Zufallsfund gerade eben. Ein kleines, melodisches Punk-Stückchen, eingespielt und gedreht unter Social-Distancing Bedingungen.
Sehr, sehr nett gemacht, Anguckbefehl:
Trashkids - Hardcoreona Punkdemie
https://www.youtube.com/watch?v=8CQqF2P5AX8
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