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schneeland:

--- Zitat von: Luxferre am 25.06.2020 | 22:12 ---...
TIAMAT - Visionaire

Holy moly ist das lange her, als ich damalsTM mit meinem portablen CD-Player am Netzteil angeschlossen und diesem Album/Song in den Ohren gestöpselt eingeschlafen war und diesen Song eine komplette Nacht auf Repeat hatte  :o

--- Ende Zitat ---

Lange her, dass ich Tiamat das letzte Mal gehört habe :think:. Ich war nie der größte Fan, aber das war ein schöner Nostalgietrip :)

Chiarina:
Hier nochmal eine relativ frühe Haydn-Sonate, die aber groß angelegt ist.

Joseph Haydn: Klaviersonate No. 19 in D-Dur

Der erste Satz (Moderato) steht wie häufig in der Sonatenhauptsatzform. Ab 0:08 ist das behagliche aber gleichzeitig auch etwas bizarr-verschrobene Anfangsthema zu hören. Ab 1:07 erklingt das zweite Thema. Zu etwas nervösen Tonwiederholungen werden tiefer gelegen zweistimmige Tonfolgen abwärts geführt. Ab 4:12 erklingt die Durchführung: beide Themen geraten tatsächlich in einen dynamischen Austausch miteinander, wechseln einander ab, verändern sich. Dann ab 5:24 folgt die Reprise mit der Synthese. In harmonischer Eintracht erklingt ab 5:57 das 2. Thema in derselben Tonart wie das erste. Allerdings wird es bei dem Vorgang doch stark verändert und deformiert... vielleicht ein Zeichen dafür, dass Assimilierungsprozesse manchmal nicht so einfach über die Bühne gehen. Zum Ausgleich wird der gesamte zweite Teil des Satzes nochmal wiederholt.

Im zweiten Satz (Andante) werden die Auflösungstendenzen noch verstärkt. Er beginnt wieder wie eine Sonatenhauptsatzform. Nach einem naiven Anfangsthema (9:56) folgt ein ausdrucksstarkes zweites Thema in tiefer Lage (10:53), das sich schon bald mit dem 1. Thema verknüpft (ab 11:52). Ist das schon die Syntheseidee? Nach der Themenvorstellung setzt jedenfalls eine Verarbeitung ein (12:21), die nicht weiter außergewöhnlich erscheint, bis deutlich wird, dass das zweite Thema völlig unter die Räder gerät. Das Stück wird einfach mit anderem Material (vor allem natürlich aus dem ersten Thema) frei fortgesetzt und zu einem ruhigen Schluss geführt. Auch hier wird der gesamte zweite Teil nochmal wiederholt.

Der letzte Satz (Finale, Allegro assai, ab 21:25) ist ein flotter Rausschmeißer. Der Anfangsabschnitt wird einige Male variiert, dazwischen werden aber zweimal Kontrastteile eingeschoben (einmal eine Mollpassage ab 22:09, dann in einer donnernden, verwandten  Durtonart ab 23:19), am Ende folgt eine kleine Coda. Kein intellektueller Schluss, aber einer, der es versteht, das Interesse des Hörers bei der Stange zu halten.

Die Art und Weise, wie Ivo Pogorelich in der verlinkten Aufnahme verschiedenen Abschnitten unterschiedliche Ausdrucksqualitäten verleiht, geht über Haydns Angaben ein ganzes Stück hinaus, kommt mir aber sehr toll und spannend vor.

Lyonesse:
Motherless Brooklyn Theme

Flamebeard:
Guyz Nite - Die Hard

Nme3005:
Meine Kinder rumjammern weil der Kaba nicht die richtige Temperatur hat...

Als Kontrastprogramm
Boltthrower - at first light :headbang:

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