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Was hört Ihr gerade so?

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Coltrane:
Miles Davis - Tutu

Chiarina:
"Tutu" ist für mein Empfinden übrigens das tollste der späten Miles Davis Alben.

-

Ich habe mich vorhin sehr über eine Aufnahme von Freddie Hubbard gefreut. Der Trompeter hatte um 1960 seine große Zeit, hat mit Coltrane und Ornette Coleman gespielt und auch ein paar tolle Alben unter eigenem Namen aufgenommen hat. Sein Trompetenspiel ist für meine Begriffe wirklich absolut herausragend. Sein Ton ist warm und voll, seine Technik ist atemberaubend, seine Höhen sind spektakulär, sicherlich ein ganz großer Musiker seiner Zeit.

Ich verlinke den Titeltrack seines Albums von 1962, ein hitziges Bebop Stück, mit Soli, die ich aufmerksam verfolgt habe. Hier zeigen fünf großartige Musiker, was sie drauf haben, ohne auch nur eine Sekunde Leerlauf. Hier die Solo-Reihenfolge:

0:00 Intro

0:13 Thema (völlig crazy!)

0:42 Freddie Hubbard (Trompete) Solo 1 (in knapp 2 Minuten bekommen wir alles zu hören, was man hören kann: Tonkaskaden, Spitzentöne, Fragmente, Synkopen, Rotationen, die sich auf überraschende Weise irgendwann doch weiterentwickeln... das Solo ist großartig)

2:33 James Spalding (Altsaxophon)

4:03 Herbie Hancock (Klavier) Könnt ihr hören, wie er hier ganz nebenbei überraschende Tonarten ansteuert und kurz darauf wieder dorthin zurückkehrt, wo er hergekommen ist, als sei nichts gewesen? Ich bewundere das sehr!

5:32 Freddie Hubbard (Trompete) Solo 2 (diesmal werden um der Steigerung willen besonders die höheren Lagen angepeilt, das Solo endet dann aber effektvoll und hörerfreundlich mit einer kleinen bluesartigen Wendung)

6:40 Clifford Jarvis (Schlagzeug) dichtes Wirbeln, vorsichtiges Verlassen des Metrums, vorsichtiges Zurückkehren zum Metrum, und das während diesem unglaublichen Gewirbele, das fand ich schon spannend... später dann Hinzunahme der Becken, dann ein lauter werdender Wirbel und das klickende Hi-Hat führt die wartenden Mitmusiker zurück ins Tempo.

7:46 Thema

Freddie Hubbard: Hub-Tones

Crimson King:
Der wahre Gourmand hebt sich das Beste ja bekanntlich bis zum Schluss auf. Deshalb sind aktuell Agharta und Pangeia von Miles Davis dran, die den Abschluss seiner musikalischen Tätigkeit in den 70ern und bilden. Einfach tolle Alben, die ich trotz der erkennbaren Komplexität und der wilden Improvisations-Eskapaden erstaunlich eingängig finde, vermutlich weil Schlagzeug und Bass weitgehend phänomenal groovige Funk-Rhythmen unterlegen, die herzlich zum Mitwippen einladen.

Chiarina:
Ich höre ein paar Songs des von mir sehr geschätzten Folk-Sängers Michael Hurley.
Hier mit zwei Damen zu himmlischer Dreistimmigkeit vereint, die ihr Leid über harte Zeiten erklingen lässt und im Licht der Sterne ihre Vergänglichkeit erkennt.

O my stars, you undo me!

Der Refrain ist ´ne Wucht!

Michael Hurley: O my stars

6:
Indila - Derniere Danse (live)
Absolut geniale Stimme. :D

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