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Was hört Ihr gerade so?
Vash the stampede:
Solomun Feat. Isolation Berlin - Kreatur der Nacht
Solomun ist spätestens seit Kackvogel eine coole Socke. Dieser Track, ich habe ihn im Trailer zur kommenden, gut aussehenden Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" entdeckt, hat eine sehr geile Stimmung und wurde von Fatih Akin prominent und passend als Video umgesetzt.
Crimson King:
Warduna ist im Wesentlichen ein Ein-Mann-Projekt von Einar Selvik. Die Idee hinter Wardruna ist, möglichst authentische altnordische Musik zu machen. Dazu werden nicht nur althergebrachte Instrumente eingesetzt, sie werden auch noch selbst gebaut. Auch in Bezug auf die Kompositionen wird es schwierig, den Notationen sind aus der Zeit keine überliefert.
Einar Selvik nimmt das Ganze offenkundig ziemlich ernst, was man auch seinen Interviews entnehmen kann. Dementsprechend klingen Wardruna, die unter Pagan Folk gelabelt sind, auch völlig anders als beispielsweise Faun, die unter dem gleichen Label firmieren. Die Musik hat etwas ambient-mäßiges, meditatives. Seine Arbeit mit Wardruna führte letzten Endes auch dazu, dass Selvik größere Teile der Musik zur Vikings-Fernsehserie komponieren und einspielen durfte.
Wardruna - Bjarkan
Chiarina:
Hier noch ein letzter Song von Jah9. Das aktuelle Album von 2020 heißt "Note To Self", enthält eher langsame Songs, die aber dann teilweise doch mit deutlichem Jazzeinschlag. Verlinken tue ich aber einen groovigen Midtempo-Song, bei dem der Reggae-Einfluss überwiegt. Jah9 erzählt uns, dass man nach Rückschlägen nach vorn sehen muss und nicht den Glauben an sich verlieren darf... und dass das dann in Moll erklingt, die Background-Stimmen ein paar Quartenakkorde einwerfen und das Ganze nicht zu einer Happy-Nummer gerät, das gefällt mir sehr. Ich wünsche mir noch ein paar weitere tolle Songs und Alben von ihr.
Jah9: Heaven (Ready Fi Di Feeling)
Jiba:
--- Zitat von: Vash the stampede am 10.02.2021 | 22:35 ---Solomun Feat. Isolation Berlin - Kreatur der Nacht
--- Ende Zitat ---
Danke für den Tipp, das ist sehr gut.
Chiarina:
Ja, Panik: Mein Lieber
Der Song ist von 2007. Er hat ein bisschen Dilettantismus-Charme, was die Kirmesorgel und Ukulele unterstützen... die holprigen Verse auch... die kaum erkennbaren Reime, die sich aber vielleicht doch reimen sollen, auch... die langweiligen Harmonien auch... der rumpelige Rhythmus auch... die nichtssagenden Texte auch.
Man kann das auch Montage-Technik nennen. Dann wird das Ganze zu irgendeinem Kaleidoskop der Gegenwart, das Erwartungshaltungen unterläuft. Darüber kann man dann wieder irgendwelche künstlerischen Manifeste verfassen. Was da drin steht, ist völlig egal. Hauptsache, es hypt ein wenig. Ich kann das dann milde belächeln.
Es bleiben ein paar lustige Fragmente, die man hin und wieder in ein Gespräch einfließen lassen kann:
- er cruised im Gebüsch herum
- ich fühl mich overdressed und undersexed
...
Ach, das war´s eigentlich auch schon.
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