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Was hört Ihr gerade so?

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Flamebeard:
Immer wieder gut: Steve'n'Seagulls...

Infernal Teddy:
Nach meinem ersten Besuch bei meiner Frau - damals Freundin-in-fernbeziehung - saß ich im Zug zurück nach Kaiserslautern, und hatte schon extreme Sehnsucht (Der Zug hatte erst vor ein paar minuten den Bahnhof von Münster verlassen) als der mp3-Player dieses Lied abspielte...

Imogen Heap - First Train Home

Chiarina:
J. J. Johnson (schwarz, aus Indianapolis) und Kai Winding (weiß, dänische Wurzeln), zwei Jazzposaunisten, die 1960 zusammen ein sehr relaxtes Album aufgenommen haben ("The Great Kai & J. J."). Am Klavier saß bei der Gelegenheit der junge Bill Evans, der zu der Zeit noch nicht allzu lang zu einer bemerkenswerten Karriere gestartet war. Eine der Nummern, die sich Johnson und Winding ausgesucht hatten, war "Blue Monk". Thelonius Monk, der Komponist der Nummer (schwarz, aus New York), galt damals als Rivale von Bill Evans (weiß, klassisches Musikstudium in Louisiana). Evans begleitet hier aber ohne mit der Wimper zu zucken sehr ordentlich (...sogar ein wenig im Stil von Monk, wenn ich das richtig mitbekomme).

"Blue Monk" ist natürlich ein Blues. Ein Durchgang des Harmonieschemas heißt "Chorus" und dauert 12 Takte. Der Aufbau:
Chorus I: Intro
Chorus II: Johnson und Winding stellen das Thema vor. Johnson Melodie, Winding Begleitung.
Chorus III: Wiederholung des Themas. Winding Melodie, Johnson Begleitung.
Chorus IV - V: Solo Winding, zentrale Motive werden wiederholt und variiert, Melodielinien werden allmählich ausgebaut und erweitert.
Chorus VI: Bridge in Form einer Variation des Themas. Zunächst hat Johnson die Führung und Winding spielt eine Gegenstimme, später spielen beide gleichberechtigt parallele Melodieverläufe.
Chorus VII - VIII: Solo Johnson, vom Metrum her freier, kontrastreicher, fragmentartiger und überraschender als Winding.
Chorus IX: abschließendes Thema.

Fazit: Sehr entspannte, schöne Nummer, fast peinlich auf Gleichberechtigung der beiden Posaunisten ausgerichtet, das zeigt auch die symmetrische Form des Arrangements. Ich finde den Vergleich der Soli am spannendsten und ahne, dass Winding noch stärker der Swingtradition verhaftet ist. Johnson hingegen zeigt sich eher als Bebop Vertreter. Am Schönsten finde ich aber, wie wunderbar diese beiden unterschiedlichen Stile hier zusammen funktionieren. Da gibt´s zwar unterschiedliche Facetten, die verhindern aber nicht, dass die beiden zusammen Musik machen.

J. J. Johnson & Kai Winding: Blue Monk

Ayou:
Daughtry - Heavy Is The Crown

Keine Ahnung was mich daran so anspricht. Aber es läuft gerade sehr häufig.

Jiba:
Das erste Bat out of Hell-Album im Gedenken an Jim Steinman.

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