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Was hört Ihr gerade so?
6:
Einen ESC-Beitrag muss ich jetzt doch mal hier reinstellen:
Go_A - Shum
Crimson King:
10 Hard'n'Heavy Stücke, die älter sind als das erste Black Sabbath-Album.
The Kinks - You really got me (1964)
Cream - Sunshine of your Love (1967)
Steppenwolf - Born to be wild (1968)
Jimi Hendrix - Voodoo Child (Slight Return) (1968)
Iron Butterfly - In-a-gadda-da-vida (1968)
The Beatles - Helter Skelter (1968)
Deep Purple - Mandrake Root (1968)
Led Zeppelin - Communication Breakdown (1969)
The Stooges - I wanna be your Dog (1969)
King Crimson - 21st Century Schizoid Man (1969)
Chiarina:
Ich stelle hier gerade noch eine letzte Ornette Coleman Nummer ein. Sie ist auf dem berühmten Album "The Ornette Coleman Trio at the Golden Circle Stockholm" (von 1965). Ornette spielt nur mit einem Bassisten und einem Schlagzeuger. Der pure Ornette sozusagen.
Den Bassisten finde ich nicht so aufsehenerregend, der Schlagzeuger aber ist Charles Moffett, und je genauer ich ihm zuhöre, desto stärker überlege ich, wieviele Arme der Mann wohl hat. Ich liebe außerdem diese süffigen, durchgehenden Ride-Becken-Sounds.
Ornette geht von einem kurzen, auskomponierten Thema aus und spielt dann free. Weil er aber das einzige Melodieinstrument spielt, es auch kein Harmonieinstrument gibt und der Bass sich recht dezent zurückhält (er hätte etwas lauter aufgenommen sein können, finde ich), entstehen kaum dissonante Reibungen oder Missklänge.
Deswegen lässt sich hier relativ leicht und ungehindert verfolgen, wie Ornette eine Phrase nach der anderen ausspuckt - und dann auch hin und wieder in spannende Dialogsituationen mit dem Schlagzeug kommt.
So. Das war Ornette Coleman. Das nächste Mal schreibe ich erst wieder über ihn, wenn ich seine "Harmolodics" verstanden habe.
The Ornette Coleman Trio: Faces And Places
Crimson King:
King Crimson - In the Wake of Poseidon
Das ist für mich sowas wie die vernachlässigte Stieftochter unter den King Crimson-Alben, vor allem, weil ich es ein Stück weit als Selbstkopie ansehe, da es in Konzeption und Stil zu großen Teilen an In the Court of the Crimson King angelehnt ist. Aggressiver jazziger Opener (Pictures of a City vs. 21st Century Schiziod Man), gefolgt von einem balladesken Stück mit psychedelischem Einschlag (Cadence and Cascade vs. I talk to the Wind) und einem mellotronlastigen, ebenfalls balladesken Langstück (In the Wake of Poseidon vs. Epitaph oder In the Court of the Crimson King). Erst danach werden auf In the Wake of Poseidon neue Sachen entwickelt. Cat Food bringt überraschende Rock'n'Roll-Elemente ein, ohne dabei in simple Backbeat-Rhytmik mit Zwei-Akkord-Riff in Bluesharmonik zu verfallen. Der Instrumentalteil ist zum Tanzen dann aber doch zu jazzig-vertrackt. The Devil's Triangle ist eine Adaption des Mars-Satzes aus Gustav Holsts Planeten-Suite und damit meines Wissens die einzige Klassikadaption überhaupt von King Crimson.
Eingerahmt werden diese Stücke von dem in drei Teile aufgespaltenen Peace, von dem ein Teil zu Beginn des Albums, eines in der Mitte, und eines zum Ende, direkt in Anschluss an das Ende des Mars-Satzes wohl auch als Kontrast zum Kriegsbringer plaziert ist.
Das Album ist gut, wird aber wohl weiterhin nur wenige Umläufe kriegen, weil King Crimson einfach einige Alben veröffentlicht hat, die mir besser gefallen.
Chiarina:
Hier ein schöner Track von Kabaka Pyramid.
Der Typ wird aktuell eigentlich unter Roots Reggae einsortiert.
Das hier hat aber einen sehr schicken Dancehall Vibe.
Der Text ist ein echter Impro-Brainstorm und handelt von den Strapazen einer Europa-Tournee und Blähungen verursachendem Porree bis hin zu Aufrufen, sich friedfertig zu verhalten.
Kabaka Pyramid (ft. Masacka): Choppingz
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