Medien & Phantastik > Hören
Was hört Ihr gerade so?
Noir:
Manowar - Call to arms
Meine Fresse … ich hatte schon fast vergessen wie geil der shit ist!
Fight for the kingdom!
Bound for glory!
Armed with a heart of steel!
I swear by the brothers
who stand before me:
„To no Man shall I kneel!“
And blood is upon my steel!
Hach … einfachere Zeiten!
Crimson King:
Zugegebenermaßen haben Manowar nach dem Rauswurf von Ross The Boss für mich was Essenzielles verloren und sind ab da quasi zu ihrer eigenen Coverband verkommen. Ich hab die 1991 live gesehen. Das war quasi Manowar-Folklore, ein übles herbe-männliches Gepose ohne jede Ironie. Musik war zweitrangig.
Keine Ahnung, ob das Problem, das ich mit Manowar ab 1990 habe, direkt mit den Personalwechseln zusammenhängt oder ob das reine Koinzidenz ist, aber wirklich anhören kann ich mir von dem späteren Kram lediglich ein paar Tracks von Triumph of Steel. Allerdings finde ich schon Fighting the World und Kings of Metal leicht durchwachsen.
Ich selbst habe mir gerade die aktuellsten Remasters von Into Glory Ride und Hail to England angeschafft, weil die Produktionsqualität der Alben ursprünglich extrem niedrig war. Gerade Into Glory Ride ist sehr bedeutend für die Entwicklung des Epic Metal und steht sehr hoch im Kurs bei mir. Bis auf das Cover. Das alte war objektiv unfassbar scheiße, aber kultig-trashig. Das Cover der Imperial Edition ist der übliche Manowar-Schrott.
Noir:
Ich persönlich bin erst sehr sehr spät auf den Manowar-Zug aufgesprungen. Ich bin mit Blind Guardian 1998 mit der Nightfall in Middle Earth auf Metal aufmerksam geworden (eine Platte, die ich bis heute für eine der besten Alben der Musikgeschichte halte! Ja ... Genre-übergreifend). Erst gut 2 Jahre später hab ich überhaupt mal ein Ohr bei Manowar riskiert. Die Louder than Hell hab ich sehr gefeiert (Return of the Warlord und Brothers of Metal Pt. 1 waren ewig Lieblingssongs von mir im "Kampf" gegen den Mainstream - es hat damals einfach genau die Knöpfe gedrückt, die ich brauchte. Ich war der einzige mir bekannte Metalfan auf meiner neuen Schule nach einem erzwungenen Wechsel. Manowar hat mir damals die Worte gegeben, die ich brauchte, um gegen Techno, Pop und vor allem Hip Hop kämpfen zu können. Allein auf weiter Flur. So Alben wie Warriors of the World United waren dann halt schnell hoch im Kurs. Weil ... allein die Wortwahl: "Many stand against us, but they will NEVER win!" - hach ... ich fühle die Energie heute noch!
Heute mit viel Abstand und mehr Lebenserfahrung ist das natürlich ziemlich bescheuert und albern ~;D. Aber damals hab ich das gebraucht :D
Crimson King:
Ja, du hattest da ein Riesenglück, als Nachgeborener doch irgendwie in die Ecke guter Musik rein zu rutschen. Ich bin quasi mit Kings of Metal sozialisiert worden, das war die Blaupause für die von dir genannten Alben.
Nightfall in Middle Earth ist übrigens in meiner Traditional Metal-Top 10. Phänomenales, großartiges, konsistentes und reifes Album. Mir sind die ganz alten Sachen zu krude und die neueren zu überladen, aber Somewhere far beyond, Imaginations from the Other Side und Nightfall treffen den Sweet Spot zwischen rustikalem Geballere und Power Metal Cheese.
Sidekick-Kai:
Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs - Wort auf
Es ist schon irgendwie interessant, dass sogenannter Hamburger-Schule-Kram mir altem Sack mittlerweile teilweise ganz gut gefällt, hatte ich das alles mit Anfang 20 so etwas von kategorisch abgelehnt, weil er mir stets zu lahm und uninspiriert erschien.
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