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[TRiAS] d20 vs. d10
Mentor:
Ich würde das auch als Vorteil sehen, dass man beim d10 mit "schönen" 10%, 20% usw. arbeitet. Wobei es hier ja nicht nach dem schönsten Würfel geht, sondern ob z.B. der d20 durch seine Auflösung einen hier relevanten Mehrwert bietet.
Funktionalist:
Bei einem w20 kannst du das Steigern kontinuierlicher gestalten als beim w10.
Wenn du eine flachere Lernkurve anstrebst, kann der W20 trotzdem noch das Fortschrittsgefühl aufrechterhalten. das Kann wichtig sein, wenn das System nicht sehr gut skaliert und man den "sweet spot" möglichst lang gestalten will.
sers,
Alex, der weiß dass 1/3 besser ist als 30%. ;D
Jed Clayton:
--- Zitat von: Mentor am 8.11.2010 | 12:19 ---Ich bin am Überlegen, in meinem Homebrew System TRiAS den d20 durch den d10 zu ersetzen [...]
Fertigkeiten haben 3 Werte am Charakterblatt (z.B. Heimlichkeit:1-10-15). Bei einer Probe wird mit einem d20 Wurf geprüft, welchen der 3 Werte man unter/erwürfelt, und erhält so einen großen Erfolg, einen "normalen" Erfolg, einen Teilerfolg oder einen Misserfolg.
--- Ende Zitat ---
Abgesehen davon, dass ich zurzeit 20-seitige Würfel wieder ganz chic und elegant finde (... ich habe einfach so viele davon, die nie benutzt werden) ... ;)
Das Einzige, was ich jetzt an deinem Beispiel mit 1-10-15 nicht ganz verstehe, ist die Stufe mit 1. Wenn es um Unterwürfeln des Zahlenwerts geht, kann ich die 1 doch weder auf einem W20, noch auf einem W10 "unterwürfeln", höchstens erreichen. Ich nehme an, dass diese Stufe dann auch die schwierigste in dieser Dreiergliederung sein soll. Ich habe jetzt schon in mehreren Rollenspielen mit Unterwürfel-Regeln bemerkt, dass im Regelbuch nicht immer ganz eindeutig gesagt oder hervorgehoben wird, ob "Unterwürfeln" tatsächlich weniger als die Target Number bedeutet, oder kleiner oder gleich der Target Number.
Insofern kann ich bloß noch bestätigen, was Tudor the Traveller bereits geschrieben hat: Die 1 auf einem W20 kommt eben in einem Zwanzigstel der Fälle (5%), auf einem W10 schon in einem Zehntel der Fälle. Vielleicht war es von dir ja schon ursprünglich so abgeschätzt, dass die höchste Schwierigkeitsstufe nur bei 5% der Versuche klappen soll.
Aber die Idee mit mehreren Würfeln und dann dem schlechtesten Ergebnis ist auch toll und macht das wieder interessant. (Die gleiche Besonderheit gibt es auch in Cartoon Action Hour.)
Mentor:
--- Zitat von: Jed Clayton am 8.11.2010 | 15:06 ---Das Einzige, was ich jetzt an deinem Beispiel mit 1-10-15 nicht ganz verstehe, ist die Stufe mit 1. Wenn es um Unterwürfeln des Zahlenwerts geht, kann ich die 1 doch weder auf einem W20, noch auf einem W10 "unterwürfeln", höchstens erreichen.
--- Ende Zitat ---
Im konkreten Fall muss man er- oder unterwüfeln. 1 = großer Erfolg, 2 bis 10 = Erfolg, 11 bis 15 = Teilerfolg, 16+ Fehlschlag. Das selbe Erklärungsproblem gibts aber auch beim überwürfeln, wo man häufig ja auch "er- oder überwürfelt", siehe z.B. die AC bei DnD.
Vielleicht wäre noch der Hinweis angebracht, dass in meinem Beispiel 1, 10 und 15 Zahlen sind, die sich der Spieler durch XP erkauft und die nicht ein fixes System-Schema sind (was man glauben könnten, weil ich zufällig so schön runde Zahlen im Beispiel genommen hab). Da könnte genauso gut 2-8-17 stehen, oder 0-18-19. Ergo ist das mit dem Halbieren egal, weil in der d10-Variante die Spieler andere Zahlen zu ganz anderen Kosten erkaufen, nur dass die Granularität in diesem "neuen" Kaufsystem dann 10% ist statt 5%. Eine 1 ist natürlich dann mehr wert, aber die würde dann auch mehr XP kosten, oder die Charaktere einfach nur 1/2 soviele bekommen wie bisher, etc ;)
--- Zitat von: Jed Clayton am 8.11.2010 | 15:06 ---Aber die Idee mit mehreren Würfeln und dann dem schlechtesten Ergebnis ist auch toll und macht das wieder interessant. (Die gleiche Besonderheit gibt es auch in Cartoon Action Hour.)
--- Ende Zitat ---
Exkurs: Da darf man nur nicht vernachlässigen, dass best-of-2 oder best-of-3 Würfe (bzw worst-of-*) eine extreme Wahrscheinlichkeitsverschiebung haben, und zudem nicht linear besser/schlimmer werden. Aber hier ist es natürlich recht egal, ob man nun d10 oder d20 nimmt.
Beral:
Wenn du alle Kämpfer deines Systems in hierarchische Schubladen packen wolltest, wie viele Schubladen brauchst du?
Mal als Beispiel, was ich meine: schlecht, mittelmäßig, gut - drei Schubladen. Mit solchen Schubladen können wir aber einen Klitschko nicht von einem x-beliebigen unbekannten (und chancenlosen...) Schwergewichtler unterscheiden, denn beide wären "gut". Wenn dir solche Unterscheidungen aber wichtig wären, brauchst du weitere Schubladen, z.B. noch "sehr gut" obendrauf.
Wie viele Schubladen sind für dich nötig?
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