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Eine Lanze für die WoD

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Felix R:
Regeln sind für mich zwar durchaus ein Punkt den ich bei einem System beachte - aber nur einer und nicht unbedingt der wichtigste.
Ja, die Regeln der nWOD finde ich auch schlanker/besser als die der alten, aber das hat für mich bei der Entscheidung, welches System ich lieber spielen würde nicht so sehr eine Rolle gespielt.

Zunächst hat mich überzeugt, dass ich die Romane der nWOD/V:tR die ich gelesen habe wesentlich besser finde als die Romane über die alte WoD.
In den Romanen kommen für mich viele Elemente - egal ob nun die "Vampirgesellschaft(en)", Horror/Dramatik wenn Vampire und Menschen aneinander geraten, die "Existenz" als Vampir und was man damit so anfängt, etc pp - viel besser, glaubwürdiger, schöner, stimmiger rüber als es in den Romanen zur alten Spielwelt der Fall war.

Persönlich und vereinfacht finde ich die neue Vampirwelt weniger angestrengt "ästhetisch", "kitschig", "schön", "schwarzromantisch" - und das ist für mich ein Vorteil.
Gerade die Vampirromantik die in der alten WOD meiner Wahrnehmung nach (hängt aber auch sicher mit den Spielern zusammen an die man gerät) viel stärker ausgeprägt war (oooh, die Dramatik des Tot seins, des Monster seins, Weltschmerz! Angst!) hat mich immer eher abgestoßen.


Persönlich halte ich die Struktur von V:tR viel spielbarer als jene des alten Masquerade. Für Live Rollenspiel noch mehr.
Für mich ist die nWoD glaubwürdiger und spielbarer. Aber sie in meinen Augen auch (noch) weniger für Anne Rice & Co Fans geeignet als die alte WoD (wobei, wie das "noch" vielleicht andeutet, ich diese Sichtweisen auch dort schon immer für fehl am Platz hielt).


V:tR hat nicht diese zwei Superüberorganisationen mit Superhierarchie und irgendwo superalten Machthabern die supermächtig sind - wobei die Inhalte und Themen der beiden Organisationen so arg überspitzt und extrem sind, dass es für mich jetzt im Nachhinein lächerlich wirkt..

Teylen:
@Nin
Ah, gut, dann war es doch keine Hausregel ^^

@Deal

--- Zitat von: Athair am 15.11.2010 | 15:58 ---Kann es sein, dass die nWoD, das, was die oWoD groß gemacht hat, einfach deutlich schelchter kann?
--- Ende Zitat ---
Boah, ich muss ehrlich daemlich gewesen sein als ich dachte das es hier tatsaechlich mal um eine ansatzweise ernste Diskussion geht die ohne Polemiken und Beleidigungen auskommt und vielleicht tatsaechlich mal halbwegs auf Erkenntnisgewinn aus gelegt ist.
Das man seitens der nWoD'ler vielleicht Argumente statt stumpfe Parolen geht oder auf Beitraege eingeht.

Statt dessen nur die alten Kamellen an Polemiken und Beleidigungen, neu hervorgebracht (KKK-RPG'ler; was auch nicht witziger wird wenn es mal RdL in nem Buch brachte) und aus den untiefen anderer Foren zitiert.  :q

Holothuroid:

--- Zitat von: Nin am 15.11.2010 | 15:55 ---Ich verstehe nicht, wo da ein Unterschied zwischen oWoD und nWoD (außer Schwierigkeit vs. Dicepool) sein soll. Kannst du das bitte noch mal mit anderen Worten formulieren?
--- Ende Zitat ---

OK. Also der Spieler soll eine Probe würfeln, nehmen wir - was weiß ich - mal Geschick+Handwerk.

In der oWoD sammelt der Spieler nun seiner Würfel und würfelt sie. Die Würfelzahl bestimmt sich allein durch die Zahlen auf seinem Charakterbogen. Dann schaut er den Spielleiter erwartungsvoll an, um die Mindestaugenzahl zu erfahren. Sobald er die weiß, kann er die Zahl seiner Erfolge nennen.

In der nWoD kann der Spieler nicht würfeln, bevor er weiß, ob sein Würfelpool modifiziert wird. Ich habe mich oben nur auf Erschwernisse bezogen, weil Boni nicht so schlimm sind. Würfel nachträglich dazu würfeln, ist möglich. Aber aus einem bereits gewürfelten Satz Würfel nachträglich welche herausnehmen, geht nicht.

Besser als beide Verfahren wäre es, wie gesagt, für die Schwierigkeit von den Erfolgen abzuziehen bzw. Bonuserfolge zu geben.

Nin:
Danke, jetzt hab ich's kapiert. Wobei es auch die Situation in oWoD Runden gibt, dass die SpielerInnen die Schwierigkeit vor dem Wurf erfragen - aber egal.

Auf der anderen Seite...
Es gibt natürlich auch die Leute, die, wenn die Schwierigkeit nach Ausführung des Wurfs bekannt gegeben wird, den Vorwurf der Spielleiterwillkür erheben. Wenn alle Bedingungen vor dem Wurf berücksichtigt wurden, gilt das was liegt.
... ein Vorwurf, der auch deinem Vorschlag, nach dem Wurf der SpielerInnen wird das Ergebnis verändert/manipuliert, gemacht werden könnte.

D. M_Athair:

--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 16:20 ---Boah, ich muss ehrlich daemlich gewesen sein als ich dachte das es hier tatsaechlich mal um eine ansatzweise ernste Diskussion geht die ohne Polemiken und Beleidigungen auskommt und vielleicht tatsaechlich mal halbwegs auf Erkenntnisgewinn aus gelegt ist.

Statt dessen nur [...] aus den untiefen anderer Foren zitiert.  :q
--- Ende Zitat ---
Schön, dass du die Eindrücke und Wahrnehmungen anderer so abkanzelst. Wenn ich nicht glaubte es besser zu wissen, würde ich meinen, dass du diejenige bist, die nicht wirklich an einer ergebnisoffenen Diskussion interessiert ist.


Ich verstehe auch nicht, was so schlimm an folgenden Aussagen ist:
Die nWoD hat gut designte Regeln und ein interessantes, modulares Setting.
Die oWoD hat hat einen schönen Metaplot, eine ansprechende Ikonographie und einige grenzgeniale Ideen.

Außerdem kann ich nichts Verkehrtes daran finden, wenn das bessere Spiel für weit weniger anziehend empfunden wird.
Was ist dein Problem? Dass V:tM nicht als DAS Rollenspiel schlechthin anerkannt ist?

Was erwartest du, Teylen?
Sowas?


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 14:16 ---Etwas das dem Ansatz White Wolfs welche die oWoD mitterweile als o(riginal )WoD statt o(ld )WoD bezeichnen um eine gewisse Versoehnung zu erreichen kontraer entgegen steht.
--- Ende Zitat ---
Ich halte die "original"-Idee der Wölfe für eine miserable.
Sie trägt nämlich genau nichts zur Versöhnung bei. Im Gegenteil. Wenn man "original" unter seiner Bedeutung "echt" versteht, dann muss die nWoD zwingend die f(alse)WoD sein. "Original" hätte Sinn gemacht, wenn die WoD sich in dritter oder höherer Inkarnation befunden hätte.


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 14:16 ---Leider findet die Konzeption der oWoD sowie der nWoD in dem Abschnitt, abseits der Innovation, keine nennenswerte Erwaehnung obwohl doch es ein wichtiger Punkt ist wenn nicht der wichtigste ein System zu spielen.
--- Ende Zitat ---
Zustimmung.


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 14:16 ---Man spielte einen Vampir, einen ueber aus coolen Vampire der recht viele Gemeinsamkeiten mit Vampiren hatte wie man sie aus Southern Vamp.. den Vampire Chroniken Anne Rice kannte.
Man spielte ein untotes Wesen das gefangen zwischen der schwindenen Menschlichkeit, der eigenen Macht und einer fremden Hirarchie bzw. Macht Strukturen seinen - und den eigenen - persoenlichen Horror Nacht fuer Nacht ausgesetzt wird.
Man spielte in einem System das auf Drama und Geschichte ausgelegt war [...]
--- Ende Zitat ---
Ja, so habe ich es auch empfunden. Allerdings lieferte das Regelwerk kaum kontinuierliche Unterstützung. Eher das Gegenteil war der Fall. Insofern war die goldene Regel eigentlich nicht mehr und nicht weniger als ein Hilfskonstukt, um das System am Laufen zu halten.


--- Zitat von: Teylen am 15.11.2010 | 14:16 ---Dabei ist es nicht mal so das ich der neuen World of Darkness absprechen wuerde ein Konzept zu haben, man koennte es auch entsprechend bewerben.
Also das man einen Menschen spielt, einen coolen Menschen der viele Gemeinsamkeiten mit einem Menschen hat, wie er zum Beispiel bei den Outer Limits vorkommen, der sich mit dem unfassbaren konfrontiert sieht, der staendig die Tuer in eine neue Welt durchstoesst die parallel zu der eigenen steht, der sich mit dem persoenlichen Horror der eigenen moralischen Entscheidungen konfrontriert sieht und damit die fremde Welt in die eigene - mit Familie und Co. - einzubetten.
Wo man wieder mit einem System spielt das Drama und Geschichte betont und mit den Regeln ermoeglicht.

Aber als solches wird einem die neue World of Darkness nicht verkauft, [...]
--- Ende Zitat ---
Ich hab mir die nWoD & Geist:the sin-Eaters dewegen gekauft.
Ich hatte nie den Eindruck, dass die nWoD einfach nur die oWoD ersetzten wollte. An welcher Stelle ist denn ein dazu gegenteiliger Eindruck entstanden?


--- Zitat ---Die Herausforderung ist jedoch das er sich eigentlich zwei komplette Grundregelwerke kaeuft, einmal Menschen und einmal Vampire, und sich durch das Menschen GRW lesen muss um Vampire zu spielen.
Das waere etwa so als wollte man sich True Blood ansehen, muesste aber davor einmal AkteX geschaut haben, sonst bekommt man kein True Blood bzw. erschliesst sich die Serie nicht.
--- Ende Zitat ---
Hmmm ... bei der nWoD kaufe ich doch gerade keine 2 GRW, sondern einmal Grundregeln, die auch klassischen "urban horror" ermöglichen und dann ein Erweiterungsbuch für die Art Übernatürlicher, die ich gerade spielen möchte. Bei der oWoD, da musste ich doch die Grundregeln in jedem Buch neukaufen. Wenn ich Werewolf:tA erwerbe, dann bekomme ich nochmal die genzen Spielregeln, die ich von V:tM schon habe.
... True Blood? Würde ich mit den Büchern V:tR & WoD basteln. Gerade, weil Menschen da eine große Rolle spielen.


--- Zitat ---Das dann teilweise nicht drin ist was drauf steht macht es nicht besser. Ernsthaft, wenn jemand "Geist" auf ein Regelwerk schreibt, erwarte ich "Geister", keine Wiedergaenger sondern Geister wie in Ghosts die bei Ghostbuster erledigt werden.
--- Ende Zitat ---
"Geist: the sin-Eaters"? Was ich da erwartet hatte? Nichts konkretes. White Wolf hat schon immer gern deutsche Namen genommen, um ungewöhnliches Zeug zu benennen. Von daher war mir zumindest klar, dass es nicht einfach nur um Geister gehen würde.


--- Zitat ---Ansonsten finde ich steht der nWoD nicht unbedingt der Crossover Stempel.
--- Ende Zitat ---
Im direkten Vergleich mit der oWoD ist es nur fair darauf hinzuweisen, dass Crossover jetzt kein Problem mehr darstellen.


--- Zitat ---Regeln

[*] Ich mag variable Schwierigkeitgrade und kann da spontan nichts schlechtes dran erkennen.
Zudem finde ich es einfacher abzuschaetzen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist einen variablen Schwierigkeitsgrad auf nen W10 zu erreichen als die Auswirkung zusaetzlicher Wuerfel.
--- Ende Zitat ---
Hmmm ... zusätzliche Würfel wurden doch in der oWoD auch verteilt, oder?


--- Zitat ---[*] Gut, mit Ini, bis zu 2 bis 4+ Wuerfen pro Runde ist der alte Kampf ein Krampf, aber das durch einen Wurf zu ersetzten ist ebenso daemlich wenn nicht daemlicher.
Besonders wenn man bedenkt das es in der WoD auch mal gegeneinander geht und intensive Vorbereitung zum aufbauen einer Defense eher Storytelling untypisch sind.
--- Ende Zitat ---
Die Story Games der Forge haben gezeigt, dass ein Würfelwurf dem Erzählspiel nicht abträglich ist


--- Zitat ---Das Setting

[...] Wenn man tatsaechlich jeden Plot der oWoD in der nWoD spielen koennte, wieso gibt es dann keine nWoD Version mit dem alten Metaplot?
--- Ende Zitat ---
Vielleicht, weil White Wolf seinerzeit etwas Neues anfangen wollte? Nicht den ganzen "oWoD-Ballast" mitnehmen wollte?


--- Zitat ---Zudem laesst imho das neue "Setting" keine Freiheiten.
Damit Freiheiten existieren, braucht es Vorgaben, gibt es keine Vorgeben folgt daraus keine Freiheit sondern Beliebigkeit.

--- Ende Zitat ---
Wenn es DIR zu wenige Vorgaben sind, dann ist das so. Anderen reichen die Vorgaben.
[Wir können zweifelsfrei festhalten: Die nWoD arbeitet mit wenigen verbindlichen Vorgaben.]


--- Zitat ---Bei der alten Welt der Dunkelheit kann man sich dazu entscheiden sich die Freiheit zu nehmen und zu sagen "Kain gab es nicht" bzw. "Nichts genaues, wisst ihr nicht". Bei der neuen Welt der Dunkelheit ist es einfach voellig egal, beliebig. Es gibt keinerlei Vorgaben und es hat keinen Belang.
--- Ende Zitat ---
Nicht ganz. Wenn ich das Setting der oWoD benutzen möchte, dann fällt  die Freiheit "Kain gab es nicht" eigentlich aus. Für viele Spieler gehört dieses Faktum zwingend zur Spielwelt. Für die wäre alles andere "Nicht WoD!". Kurz: Ich halte bzgl. des Spiels am Spieltisch für weniger problematisch Kernmythen (z.B. mit dem nWoD-Baukasten) aufzustellen, als sie einfach zu streichen.


--- Zitat ---Die konturlosigkeit ist nun, imho, das schlimmste was die neue World of Darkness machen konnte.
--- Ende Zitat ---
Klar, wenn man überzeichnet, kommt bei der nWoD ein unscharfes, unheimliches Echo unserer Welt heraus.
Tut man aber dasselbe bei der bei der oWoD, landet man bei einer dysteren und interessanten Karrikatur unserer Gegenwart.


--- Zitat ---[...] muesste man sich die Muehe machen Sachen dazu zuschreiben anstelle von weg zu lassen - was mehr Arbeit ist.
--- Ende Zitat ---
Hmmm ... die nWoD liefert die passenden Werkzeuge mit, um nötige Anpassungen schnell und unkompliziert zu tätigen. Ich stelle mir abweichende Settings mit der oWoD schwieriger vor. Ganz einfach, weil die Stellschrauben nicht separat bedienbar sind.

So, zufrieden? Oder ist das, was ich schrieb, immer noch "bloße Polemik und Ignoranz"?

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