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Traumapunkte - Wie einsetzen?(Rise of Heroes)
Pesttanz:
Guten morgen werte Tanelorn Gemeinde :)
Wie der ein oder andere evt weiß, arbeite ich an einem eigenen Rollenspiel, namens Rise of Heroes. Für die, die noch nix davon gehört haben, es handelt sich hier bei um Dark Fantasy. Ich bin momentan mit einer Sache beschäftigt, die ich nicht so wirklich hin bekomme.
Ich möchte einen Wert einführen(Arbeitstitel Traumapunkte), der ähnlich wie SI bei Shadowrun funktioniert. Also eine zusätzliche Bedrohung seinen Char zu verlieren. Der Charakter soll Traumapunkte bekommen, für z.B. traumatische Erlebnisse, Patzer und dergleichen. Es gibt eine (z.B:) Grenze von 500 Traumapunkten, ist diese erreicht, wird der Char unspielbar. Elementaristen werden zu ihrem Element, weltliche Chars verfallen dem Wahnsinn usw. Anfangs habe ich an Spielleiterentscheid gedacht, aber das ist viel zu willkürlich. Also habe ich mich dafür entschieden feste Regeln, wann Traumapunkte vergeben werden einzuführen.
Bei Magier wären das z.B. Zauberpatzer. Allgemein habe ich noch Patzer auf diverse Proben z.B. Tapferkeit, Anblick eines Dämon und der Effekt von Zaubern die solche Traumapunkte verursachen. (Natürlich gibt es Möglichkeiten, den Punktewert wieder zu senken.) Ansonsten evt noch diverse Taten. Ich suche nun viel mehr weitere Punkte, in denen man Traumapunkte vergeben kann. Es gibt in dem System elementare Magie, normale Magie, Priester, Dunkle Priester(Dämonische) und weltliche Chars. Dazu kommen neben Rassen wie Menschen,
Elfen auch noch Orks und Dunkelelfen.
Genau da ist mein nächstes Problem. Ich hatte mir überlegt gewisse Taten mit Traumapunkten zu unterlegen. Das aber ist fast unmöglich. Ein Ork reagiert auf das Töten eines Unschuldigen nun mal anders, als ein ehrbarer Krieger.
Ich suche nun auf der einen Seite feste Punkte, bei denen man Traumapunkte geben kann/muss, auf der anderen Seite müssen sie Char unabhängig sein. Ist dies überhaupt möglich?
aschar:
Beim Schwarzen Auge gibt es etwas ähnliches in der Borbarad-Box. Dort gibt es Entsetzen-Proben, welche bei besonderen Schreckerlebnisse zu Einbussen auf das Attribut Mut gibt. Vielleicht bietet dir die ein paar nützliche Ideen.
Übrigens gibt es dies Box ganz legal als kostenloser Download unter
http://www.dasschwarzeauge.de/index.php?id=114
pharyon:
Naja, zuerst kannst du dir überlegem, ob es etwas gibt, dass JEDEM Traumapunkte verursacht und ob das immer in gleicher Höhe vorliegt. Dann kannst du evtl. nach Zugehörigkeit Rasse, Kultur, etc. noch für verschiedene Dinge Traumapunkte verlangen. Für eine übersichtliche Darstellung wären dann wohl Tabellen angebracht.
nehmen wir Mal - Hintergrund: magisch, elementaristisch, himmlisch, dämonisch, weltlich oder Rassen: Mensch, Elf, Dunkelelf, Ork
Jetzt könntest du z.B. für jeden "Satz" 5 Dinge nehmen, die bei dieser Gruppe für Trauma sorgen und die Spieler wählen sich aus dem Hintergrund 2-4 und der Rasse 1-3 Dinge heraus, die ihrem Charakter Traumapunkte einbringen. Dann noch für jeden Satz 3 Möglichkeiten, wie Traumapunkte abgebaut werden können, die Spieler wählen aus, welcher Weg bei Ihnen stärker wirken soll. Und dann hast du ein fixes, aber relativ flexibles Netz für Traumapunkte.
Beispiel - Hintergrund himmlisch: Trauma durch...
1. Entweihung heiligen Bodens --> TP +5
2. Patzer bei der Glaubensprobe (sofern es das bei dir gibt) --> TP +10
3. Töten Unschuldiger --> TP +20
4. Patzer bei der Gebetsprobe (siehe 2.) --> TP +2
5. Verletzung durch Dämonen oder dämonisch Veränderte --> TP + Schaden
Trauma abbauen durch...
1. Gebet 3x am Tag (normal: TP -1; stark: TP -2)
2. Erfüllung einer heiligen Queste (normal: TP/2; stark: TP/4)
3. Einen Monat im Jahr zur Buße verwenden (normal: TP -20; stark: TP -40)
Die Effekte müsste man evtl. mit der zu erwartenden Häufigkeit noch austarieren (sonst nähmen einige Spieler wohl allein aus wertetechnischen Gründen im Beispiel 1., 2. und 4. (oder 5., wenn der Schaden eher klein ist).
Nur mal so als Anregung, Gruß, p^^
Sebastian:
--- Zitat von: Pesttanz am 30.11.2010 | 09:51 ---Es gibt eine (z.B:) Grenze von 500 Traumapunkten, ist diese erreicht, wird der Char unspielbar. Elementaristen werden zu ihrem Element, weltliche Chars verfallen dem Wahnsinn usw.
--- Ende Zitat ---
Statt einer einzigen Grenze (darunter: alles okay / darüber: Wahnsinn) würde ich evtl. ein Stufensystem spannender finden. Damit die Spieler auch schon vor Erreichen der 500 Punkten die Auswirkungen ihrer Traumapunkte spüren können. Die Magie eines Magiers wird dann vielleicht unkontrollierbarer, ein Weltlicher bekommt ein psychisches Handicap oder ähnliches.
Nur so ne Idee...
Edit: Neben festgelegten Situationen finde ich die Idee, Traumapunkte nach Spielleiterentscheid zu vergeben, gar nicht so schlecht. Er könnte beispielsweise im Vorfeld festlegen: "Wer diese Situation erlebt muss gegen Willenskraft (o.ä.) würfeln und erhält sonst X Traumapunkte." Man muss sich nur vorher gut überlegen, welchen Stellenwert diese Punkte im System haben sollen. Eher eine Gefahr unter vielen oder ein zentrales Element?
Pesttanz:
Danke zunächst für die ersten Antworten
@aschar: Danke für den Link. Unter welchen Namen kann ich diese Borbard Box dort finden? Es ist fas 10 Jahre her, wo ich das letzte Mal DSA gespielt habe und habe mir keine Namen behalten.
@pharyon: Zuerst hatten wir vor jedem Char unabhängig von Rasse oder Kalsse für die gleichen Dinge Traumapunkte zu geben. Dies hat sich relativ schnell als unrealistisch raus gestellt. Also einigte man sich auf eine Unterteilung zwischen Magier, Priester und weltliche Chars. Es traten aber auch hier noch einige Probleme auf. Die Unterteilung war noch nicht genug. Momentan läuft es darauf hinaus noch genauer zu unterteilen. Ähnlich wie du es angemerkt hast. An dieser Stelle übrigens ein Danke für deine Beispiele. Dergleichen kann ich auch noch mehr gebrauchen. :)
Ein Problem was wir/ich momentan haben sind generell Gründe für Traumapunkte zu finden insbesondere bei bestimmten Rassen/Klassenkombinationen. Dem Ork ist es wohl reichlich egal, wenn er mal einen Unschuldigen tötet. Dem Dunkelelfen genauso. Sie sind nicht unbedingt die klassischen guten Vertreter des Helden. Des weiteren möchten wir bei unserem System auch die Priester der dunklen Götter spielbar machen. Einem Nekromanten(Ja bei uns eher ein Priester) z.B. ist das Töten unschuldiger auch eher egal. Allerding ist dein Ansatz durchaus schon mal ganz hilfreich. :d
@Sebastian: Es gibt ein Stufensystem. Ich habe vergessen das anzumerken. Natürlich wird auch schon unter 500 Punkten etwas spürbar, also es zeichnet sich ab. Die Unterteilungen dort, machen mir soweit aber auch kein Kopfzerbrechen. ;)
Generell bin ich eben kein Freund von SL Entscheid, allerdings gefällt mir die Idee mit den Situationen wo man auf Willenskraft würfelt. Sehr sogar. (Das gute liegt manchmal so nah) Werde das mal mit dem Mitbegründer des Systems besprechen. Danke sehr. :)
Sie sollen kein zentrales Element spielen, wie z.B. bei cthulhu.
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