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Kampagne im Stil von Fairy Tail (Manga)

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Jed Clayton:
Hallo,

seit letztem Jahr lese ich regelmäßig die kleine Manga-Serie FAIRY TAIL von Hiro Mashima. Im Moment ist das eine der wenigen aktuellen Serien bei Carlsen, die ich mit meinem Geschmack überhaupt noch lesen kann. Carlsen veröffentlicht FAIRY TAIL als Titel in seiner "Action" Sparte.

Worum geht es?

In der Welt von Fairy Tail, die eine Art magisch-mystische Parallelwelt mit Anleihen aus dem Europa des 18. und 19. Jahrhunderts zu sein scheint (magische Kutschen und Eisenbahnzüge, viele Frauen in langen Röcken und Männer in Frack und Zylinder, europäische Fachwerkhäuser, viele unabhängige Stadtrepubliken?), ist die Magie überall. "Magier" ist ein fast ganz normaler Beruf, und die berühmtesten Magier sind so etwas wie die Rockstars dieser Welt. Die Welt der Magier ist aber vergleichsweise straff organisiert und hat sich ihre eigenen Regeln gegeben. Die mehrheitlich jugendlichen Zauberer und Magier (... Charaktere mit 25 gelten schon als "alte Veteranen", was auf die anvisierte Zielgruppe des Mangas hindeutet) haben sich bis auf wenige Ausnahmen in Gilden organisiert.

Eine Gilde ist ein Verband oder Verein aus den unterschiedlichsten Magiebenutzern, mit einer Art Clubhaus, in dem die Magier auch essen, trinken, schlafen, Karten spielen, Späße machen, von ihren neuesten Erlebnissen erzählen oder einfach irgendwie die Zeit bis zum nächsten Auftrag totschlagen. Die Gilde hat zwar einen Großmeister als Vorsitzenden, dieser ist aber nicht der Lehrmeister oder Schuldirektor der anderen Gildeangehörigen, da diese alle unterschiedliche Magieformen beherrschen oder auch in anderen Städten bei anderen Meistern ihre Ausbildung gemacht haben können (oder in manchen Fällen auch einfach mit einem naturgegebenen Händchen für Magie auf die Welt gekommen sind). In der Gilde herrscht keine Schulatmosphäre, das Gildenhaus ist also kein "Hogwarts". Stattdessen ist dort einfach Party- oder Kneipenstimmung angesagt, es wird auch viel gebechert und gestritten.

Viele Magier im Gildenhaus hegen kleine und kleinliche Feindseligkeiten untereinander, überall herrscht ein Konkurrenzkampf selbst unter guten Freunden, und es bilden sich unter den Gildenmitgliedern ab und zu Liebespärchen und trennen sich auch wieder welche. Die "Aufträge" für Magier hängen an einer großen Pinnwand im Versammlungssaal des Gildenhauses. Aufträge sind praktisch die einzige Jobmöglichkeit für junge Magier. Es wird nach dem Prinzip "wer zuerst kommt, malt zuerst" verfahren und die Bezahlung ist immer in Bargeld, Juwelen oder Ähnlichem. Nur bestimmte besonders gefährliche Jobs wie das Bekämpfen größerer Monster und Dämonen sind Magiern einer gewissen Erfahrungsstufe vorbehalten.

Wenn niedriger eingestufte Magier solche Jobs trotzdem annehmen, ziehen sie sich den Zorn ihrer erfahreneren Gildenkollegen zu und operieren außerhalb ihrer Befugnisse. Neben den Streitigkeiten innerhalb der Gilde kommen natürlich noch die Fehden und Wettkämpfe der verschiedenen Gilden untereinander hinzu. Es gibt sogar einen Rat der Gilden, der von einem Gremium der verschiedenen Großmeister und Großmeisterinnen angeführt wird. In diesem Verband haben sich alle "guten" und anständigen Magiergilden organisiert. Solche Magier, die die Grundprinzipien und Regeln dieses Dachverbands nicht einhalten, gelten als Ausgestoßene und können sich eventuell in einer der "Schwarzen Gilden" organisieren. Das sind die "bösen" Magier der Serie, diejenigen, die sich nicht um Recht und Anstand scheren oder bewusst "negative" Zauber wirken.

Ich mag die Charaktere dieser Serie, auch und weil sie manchmal wie die typischen Manga-Teenager agieren. Außerdem liebe ich die Art und Weise, wie in dieser Serie Magie aussieht und funktioniert. Jeder Magier in der Serie hat unterschiedliche Artefakte, Hilfsmittel, Spezialzauber und "Finishing Moves", die nur er allein beherrscht bzw. nur an seine engsten Schüler weitergibt.

Ich überlege gerade, wie ich eine Rollenspielkampagne im Stil dieser Serie machen würde. Welche Regeln wären wohl die besten dazu? Vielleicht OVA? Oder eher 'was Traditionelleres?

Sollte ich Eigenheiten der Serie in den Regeln berücksichtigen oder ist das eurer Meinung nach doch eher alles Fluff?

Holothuroid:
Fairytail rockt.

Du hast vergessen, dass alle Protagonisten aus unschönen Familienverhältnissen kommen.

- Natsu wurde von seinem Ziehvater Igneel (dem Feuerdrachen) plötzlich im Stich gelassen.

- Greys Familie wurde getötet. Seine Lehrerin und Ersatzmutter gab ihr Leben, um Greys Nemesis den Dämonen Schießmichtot zu töten.

- Lucy hat ganz gewöhnlichen Stress mit ihrem Vater. Ihre Mama ist tot und zwar...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)im gleichen Jahr gestorben, wie die Drachen verschwunden sind.

- Erza wuchs als Sklavin auf einer Insel voll böser Magier auf, ihr Jugendfreund entwickelte sich daraufhin zum bösesesten Magier von Welt und sieht genauso aus wie ein hochrangiges Mitglied von Fairytail und hat nebenbei die totgeglaubte echte Tochter von Greys Lehrerin als Sidekick.

Jed Clayton:
Schön, dass du es auch kennst. Über die Charaktere wollte ich hier noch nicht viel verraten.

Ich bin gerade mit Band 6 fertig geworden, also dem neuesten in deutscher Übersetzung. Da zwischen zwei Bänden bei Carlsen im Moment gut 2 Monate liegen (9 bis 10 Wochen), muss ich mich jetzt wieder ein bisschen gedulden.

Der große Dämon, der im Eis eingeschlossen wurde, heißt Deliora.

Ich nehme an, dass "Erza" die Gleiche ist wie in den deutschen Bänden "Elsa". ;)

Meine Lieblingsfiguren sind neben Lucy und der Katze Happy übrigens Gray und Levy.

Holothuroid:
Ja, aber erst aus den Charakteren entsteht doch die Funktionsweise der Serie.

Man bemerkt:
- Unglückliche Kindheit
- Nur ein Charakter ist aus einer relativ normalen, also nicht-magischen Familie. Die anderen haben Zauberei mit der Muttermilch eingesogen.
- Die Hintergrundgeschichten haben gewisse Überschneidungen.

Das scheinen mir doch Elemente zu sein, die es aufzunehmen gilt.

Ich glaube der 6. Band geht bis zum Ende der Deliora-Geschichte oder? Da sieht man das natürlich noch nicht so. Ich hatte soweit Info eingebaut, wie man im Anime sehen kann.


@Elsa: OK. Das Siegrein eigentlich Sieglein heißen soll, ist mir schon aufgefallen. (Der Name ist übrigens sprechend. ;)) Den Gedankensprung bei Fairytails bester Magierin war mir noch entgangen. Danke dafür.

Jed Clayton:
Sieglein ist immerhin besser als "Zieglein".

Hmm, natürlich spreche ich hier die ganze Zeit von dem Manga, nicht der Anime-Version.

Alle scheinen hier immer den Anime zuerst zu kennen, lange bevor Carlsen u.a. die jeweilige Manga-Taschenbuch-Fassung veröffentlichen.

Ich bin also voll und ganz im Printmedium. Im Grunde habe ich schon seit Jahren keinen Anime mehr geguckt (außer Shin Mazinger etc.) und sehe auch fast nie eine Animeserie bis zur letzten Folge an. Meistens höre ich nach 2 oder 3 Folgen wieder auf.

Der 6. Band enthält das Ende der Deliora-Geschichte, geht aber noch bis einschließlich der Zerstörung des Gildenhauses durch die Phantom-Lord-Gilde und der Szene, in der der Fairy-Tail-Chef "Jetzt herrscht Krieg!" sagt.

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