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[Empfehlt mir] Historische Romane / Historische Fantasy der Artus Sage

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korknadel:

--- Zitat von: Crimson King am 19.01.2011 | 09:11 ---Zur Gralssage kann dir Nocturama einen Haufen Tipps geben.
--- Ende Zitat ---

Ich bin zwar nicht Nocturama, aber zum Stichwort "Gralssage" kann ich "Der Rote Ritter" von Adolf Muschg empfehlen, wobei das natürlich weder ein historischer Roman noch Fantasy ist, streng genommen. Muschg hat mit Wolframs Parzival eben genau das gemacht, was Wolfram mit dem Perceval von Chretien de Troyes gemacht hat. Übersetzt/nacherzählt, aber dabei neu geformt, "transportiert". Dabei fließt bei Muschg natürlich auch Hartmann von Aue und erstaunlich viel anderer Kram ein, aber so metapoetisches Zeug ist ja bei Wolfram auch schon drin.

Der Rote Ritter ist jedenfalls sehr klug, erfrischend, geistreich, anrührend und auf einem hinreißenden Sprach(witz)niveau. Also ganz anders als meine Forenbeiträge ....  ;D

Mentor:
Die Albion/Avalon Saga (Mists of Avalon) von Marion Zimmer Bradley vielleicht?

Niniane:

--- Zitat von: Mentor am 20.01.2011 | 11:57 ---Die Albion/Avalon Saga (Mists of Avalon) von Marion Zimmer Bradley vielleicht?

--- Ende Zitat ---

"Nebel von Avalon" wollte ich auch gerade vorschlagen, wobei ich allerdings zum "Original" raten würde, also eben "The mists of Avalon". Die anderen Bücher fand ich eher enttäuschend und kamen mir ein bißchen arg nach "Thema ausschlachten, bis nichts mehr da ist" vor.

Die Bücher von Cornwell kann ich auch empfehlen, und ich bin eigentlich auch nicht so der Freund von Ich - Erzählungen, aber ich fand die großartig, und die sind auch im Original gut zu lesen.

Lyonesse:
Jack Vance - The Complete Lyonesse

Spielt auf den älteren Inseln, die einst im Golf von Biskaya lagen, etwa zwei Generationen vor König Arthus. Es gibt einen König, der Herrscher der älteren Inseln werden will und der über die größte Landstreitmacht verfügt, und einen weiteren König, der die größte Seestreitmacht hat und das verhindern will. Es gibt Ritter, einen großen, meist ziemlich beschäftigten Zauberer und kleinere Zauberer, die gegen ihn intrigieren, Elfen, Hexen, Druiden, Oger, den Vorläufer der Tafelrunde, eine Gralssuche, die Anfänge des Christentums, Eroberer aus dem hohen Norden, einen verfluchten Gegenstand, den Goblinmarkt, eine Reise zu einer Parallelwelt, etc...
Ein großartiger Fantasyroman und Vance's ganz eigene Interpretation der Arthussage - intelligent, barock, zynisch, schicksalhaft, grausam und märchenhaft.

Edit: Interessanterweise haben Magier in dem Setting nur etwas drauf, wenn sie ihre Zauberbücher und magischen Gegenstände haben. Werden sie beklaut, dann sind sie nur noch arme Tröpfe ohne große Macht, weswegen die Zauberer ihre Sammlungen hüten wie ihren Augapfel.

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