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War in True Grit: Western-Smalltalk/Filmemacher & Gesellschaft
Chaosdada:
--- Zitat von: Surodhet am 3.03.2011 | 18:47 ---Und die "Vergangenheitsbewältigung" bei Guido Knopp und auch leider viel zu oft im Geschichtsunterricht finde ich zwar auch größtenteils furchtbar,
--- Ende Zitat ---
Wie? Nur im Geschichtsunterricht? Also bei mir auf der Schule hatten sämtliche jüngere Bücher, die wir gelesen haben, irgendetwas mit Nazis zu tun. Und selbst bei den älteren war "Die Judenbuche" dabei.
--- Zitat ---viel zu häufig nur nach dem "Warum?" und nicht nach dem "Was?" gefragt.
--- Ende Zitat ---
Das meinst du umgekehrt, oder?
Kurna:
--- Zitat von: Chaosdada am 2.03.2011 | 14:41 ---[...]
Und bezüglich der Oscars: Ich finde zwar nicht, dass The King's Speech der beste Film des letzten Jahres war, aber für welche Gruppierung war er denn nun besonders hilfreich. Stotterer?
--- Ende Zitat ---
Man könnte auch sagen, Konservative und Royalisten.
Denn deutliche Abweichungen von der historischen Wirklichkeit gab es vor allem bei Churchill (der eigentlich noch sehr lange für Edward war) und George VI. und Elizabeth (die die Appeasementpolitik von Chamberlain extrem stark unterstützt haben und sich dabei sogar über im UK übliche Konventionen hinweggesetzt hatten).
Tschuess,
Kurna
P.S.: Wobei ich das aber jetzt auch nicht allzu streng sehe. ;) Trotzdem hat mir der Film sehr gut gefallen.
Chaosdada:
--- Zitat von: Kurna am 4.03.2011 | 02:33 ---Man könnte auch sagen, Konservative und Royalisten.
--- Ende Zitat ---
Was allerdings eine lächerliche Behauptung wäre.
Churchhill wurde wohl (ein paar Sekunden lang) eingebaut, um den Kontext in Erinnerung zu rufen und weil er eine extrem beliebte und bekannte Figur ist. Irgendeinen Vorteil für Konservative bringt das nicht. Und auf die außenpolitischen Einstellungen von König und Königin wird nicht eingegangen; die einzige Stelle an der das überhaupt relevant wird, ist die Rede, wo er auch ziemlich milde spricht. Im Übrigen ist Appeasement eigentlich eine sehr vernünftige Sache, aber Politik spielt in dem Film nun mal keine Rolle.
Das Thema des Films hängt stark damit zusammen, dass der König für seine Aufgaben völlig ungeeignet ist, was eher anti-royalistisch wäre. Sein Vorgänger ist ja sogar so ungeeignet, dass er abtreten muss.
Suro:
--- Zitat von: Chaosdada am 4.03.2011 | 02:09 ---Das meinst du umgekehrt, oder?
--- Ende Zitat ---
Nein - wenn sich in Deutschland irgendetwas mit der Zeit vor dem 2. Weltkrieg beschäftigt, dann meistens unter der Lupe "Warum kam es zum zweiten Weltkrieg?", bzw. "Wie konnte Hitler bloß die Macht ergreifen?" oder "Warum hat niemand all die Glatzenköpp bemerkt?".
Das jemand die Zeit davor für sich, als was-war-da-tatsächlich-so-los betrachtet, ist scheinbar eher eine Sache für selten gelesene Geschichtsbücher (die Bismarck-Zeit ist dann schon wieder etwas anderes, aber Bismarck war ja auch toll, nach dem hat man einen Hering benannt).
Chaosdada:
@ Surodhet: Ah, verstehe. Ich hätte jetzt gedacht, die Frage nach dem Warum lässt sich nur mit dem "Was war vorher?" beantworten.
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