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Kingkiller Chronicles von Patrick Rothfuss
Luxferre:
Achtung, Spoilergefahr!
Ich habe beide gern gelesen, wobei mir schon recht viele inhaltliche Dinge auf den Sack gingen. Schreibweise und Machart sind hingegen ziemlich gut.
Kvothe ist der Obervollpfosten! So viel geballte dämliche und naive Inkompetenz kann gar nicht mit diesem angeblichen Talent gesegnet sein. Ich schätze, dass er seine ganzen Geschichten als dummer Gossenjunge nur geträumt hat.
Auzßerdem ist er zu blöde den offensichtlichsten Hinweisen zum Namen des Windes nachzugehen. :d Supertyp!
Mal abgesehen von seinem stetigen Versagen in der Erzählerzeit und das schlechte Behandeln seines Freundes, des Fae, den ich übrigens mal ziemlich cool finde.
Tja ... einige schöne Momente, zuviel Kitsch und geballte Dummheit. Ein einfältiger Taugenichts, der eigentlich ein Held sein soll. Nicht so meins.
Nachtrag: alles besser, als die Vergewaltigungsorgien eines Peter V. Brett!
Turgon:
Ich halte die Kingkiller Chronicles ebenfalls für nicht unbedingt gut gelungen.
Der Plot besteht größtenteils aus Klischees und Stereotypen, die Charaktere abgesehen von Kvothe bleiben eindimensionale Abziehbilder, und Rothfuss schwafelt zu viel. Gerade der zweite Band hätte gut und gerne um 500 Seiten kürzer sein können.
Den dritten werde ich mir wohl nicht mehr geben, sollte er dann doch irgendwann erscheinen.
Darius:
Ich fand die Reihe bisher großartig.
Ist aber wie immer Geschmacksache. Kvothes Verhalten lässt sich bei mir einfach durch sein Alter erklären. Er ist zum Ende hin wie alt? 17?
Da darf man noch recht dämlich sein und ich bin ganz einfach gespannt, wie es weitergeht mit ihm, weil er ja wohl mal recht heftig werden soll, wenn man den Legenden glauben darf.
Und das er sich so zu seinem Fae-Kumpel verhält...naja. Er will ja eigentlich nicht mehr, ist stark deppressiv und des Lebens wohl müde oder habe ich da was falsch verstanden?
Nochmal...das Ganze Werk macht mir Spaß und ich mag die Geschichte und wie Rothfuss schreibt.
Grey:
OK, ich will echt nicht den Thread ins OT pushen, aber eine Erwiderung kann ich mir nicht verkneifen:
--- Zitat von: Luxferre am 10.12.2013 | 08:31 ---Nachtrag: alles besser, als die Vergewaltigungsorgien eines Peter V. Brett!
--- Ende Zitat ---
Luxferre: Du sprichst mir so was von aus der Seele! Selten so was Widerwärtiges in meinem Bücherschrank geparkt (und wieder entsorgt) wie Brett!
Rothfuss spielt da, auch wenn ich den "Kingkiller" einfach nur nervtötend fand, klar in einer anderen Liga. Er stellt Menschen immer noch als Menschen dar -- vielfältig und alles in allem liebenswert --, und mit Sprache kann er unbestreitbar umgehen.
Turgon:
--- Zitat von: Luxferre am 10.12.2013 | 08:31 ---Nachtrag: alles besser, als die Vergewaltigungsorgien eines Peter V. Brett!
--- Ende Zitat ---
Jup, es gibt schlechteres.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Aber die Vergewaltigungsgeschichte am Ende des zweiten Bandes ist ja mal auch so richtig schlecht. Von einem guten Autor erwarte ich besseres, und nicht so etwas, um den Protagonisten zwar badass, aber mit möglichst weißer Weste dastehen zu lassen.
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