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Heinlein

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Timberwere:
"Have Space Suit, Will Travel" kann ich noch wärmstens empfehlen. Das ist mein erklärter Lieblings-Young-Adult-Roman von Heinlein.

Außerdem immer sehr gerne gelesen habe ich neben den von Feuersänger schon erwähnten "Rolling Stones" noch "The Door into Summer" und "Podkayne of Mars". Hier ist die titelgebende und ich-erzählende Podkayne "Poddy" Fries eine sehr resolute und eigenständige junge Heldin und alles andere als ein weibliches Klischee, und der Roman selbst ist - vor allem wegen seines überraschenden Endes - eigentlich kein echter Young Adult Roman mehr. Das Ende wurde übrigens in einer späteren Version vom Verlag (zu Heinleins großen Protesten) etwas abgemildert.

"Friday" hat auch eine Heldin, ist auch in der 1. Person geschrieben, und den Ansatz, dass die Hauptperson eine genetisch modifizierte, "künstliche" Person ist, die aufgrund dieser Tatsache mit massiven Vorurteilen seitens der Gesellschaft kämpfen muss, fand ich damals beim Lesen ziemlich spannend. Die Story ist, soweit ich mich erinnern kann, dagegen eher normale Spionage-/Abenteuer-Kost.

Und dann sei noch "The Puppet Masters" erwähnt. Diese Geschichte einer Alien-Invasion ist oberflächlich betrachtet auch ein Beispiel von "amerikanischer Kampfgeist überwindet alles", aber ich finde, sie enthält doch einige durchaus interessante (und fast ein wenig subversive) Elemente, und verdammt spannend liest sie sich noch dazu.

MadMalik:

--- Zitat von: Grey am  8.03.2011 | 10:25 ---Danke für die Empfehlungen. :) "Young Adult" bzw. "Juvenile" ist durchaus auch meine Richtung.
Naja, gerade beim Chauvi kann ich nun wirklich nicht "Kind seiner Zeit" als Entschuldigung gelten lassen. Er teilte sich seine Zeit mit liberalen Geistern wie z.B. Isaac Asimov und A.E. van Vogt. Was das Jugendfreie betrifft... ich glaube, eine 50er-Jahre-Realverfilmung von den ganzen "Boy's Life"-Geschichten durch Disney wäre irgendwie eine Traumhochzeit gewesen. ;D

--- Ende Zitat ---

Kind seiner Zeit bezieht sicht allerdings meist auf die Vorstellungen und Lebensweise der Masse, nicht auf die Individuen die sich durch Bruch mit selbigen Vorstellungen von der Masse absetzen. Ist natürlich keine Entschuldigung, aber eine durchaus legitime Erklärung.  :gasmaskerly:

Feuersänger:
Hab die letzten Tage wieder mal einen Heinlein gelesen - "Double Star" diesmal. Spielt wieder in einem anderen Universum, wie man an den außerirdischen Rassen erkennen kann. Die Technologie ist soweit fortgeschritten, dass eine Reise zwischen Erde und Mars nur ca. 2 Tage dauert. Torchships also.
Die Erde ist in einem Imperium vereint, und hat auch Venus, Mars und die Jupitermonde kolonisiert; ferner hat jede dieser Welten eine eigene eingeborene intelligente Spezies. Man erfährt relativ früh, dass es eine Regierung und eine "Loyale Opposition" gibt. Ist aber alles gar nicht so schlimm, wie es sich anhört. Tatsächlich handelt es sich um eine konstitutionelle Monarchie, in der der Imperator nur repräsentative Aufgaben erfüllt; insgesamt erinnert es stark an das britische System, inklusive Direktwahl der Abgeordneten in den Wahlbezirken. Außerirdische haben das aktive, aber nicht das passive Wahlrecht. Es gibt eine ganze Reihe von Parteien, die sich zu Koalitionen zusammenschließen müssen (hier haben wir einen deutlichen Unterschied zum amerikanischen und britischen System).
Als kleines Schmankerl wird der Kaiser vom Haus Oranien gestellt. ^^ Wie es dazu kam, wird allerdings nicht erklärt. Die Hauptstadt des Imperiums liegt auf dem Mond und heisst Neu-Batavia.

Insgesamt ein recht optimistisches Setting (von Hunger, Unterdrückung und Krieg ist keine Rede), wenn auch keine Utopie im engeren Sinne. Die Hauptpersonen der Geschichte sind Politiker, die auf eine Gleichberechtigung aller Rassen hinarbeiten, also den Außerirdischen das volle imperiale Bürgerrecht inklusive passivem Wahlrecht verschaffen wollen und so weiter. Gewisse libertäre Aspekte kommen ebenfalls zum Tragen, z.B. die Abschaffung der Handelsbeschränkungen und Zölle zwischen den Planeten, die es zu Beginn der Geschichte seltsamerweise noch gibt.

Die eigentliche Story scheint den Film "Dave" inspiriert zu haben; mehr will ich dazu auch gar nicht sagen. Ich war am Anfang etwas skeptisch, aber schon bald hat sie mir richtig gut gefallen.

Greifenklaue:
Ich wollte auch mal in Heinlein reinlesen, es stehen zur Auswahl:

- Farmer im All
- Ein Mann in einer fremden Welt.
- Die Tramps von Luna

Empfehlungen zu einem der drei?

Pyromancer:

--- Zitat von: Kiste +1 / +5 vs. Plots am 14.07.2011 | 12:44 ---Ich wollte auch mal in Heinlein reinlesen, es stehen zur Auswahl:

- Farmer im All
- Ein Mann in einer fremden Welt.
- Die Tramps von Luna

Empfehlungen zu einem der drei?

--- Ende Zitat ---

Farmer im All ist eine von Heinleins gefühlten 1000 "Pfadfinder im All"-Büchern; als Kind fand ich die nicht schlecht, bezweifle aber, ob sie nach objektiven Kriterien heute besonders gut abschneiden würden.
Ein Mann in einer fremden Welt (das ist doch "Stranger in a strange land"?) würde ich nicht als Heinlein-Einstieg nehmen, das ist hippireligiös verbrämter Quatsch.
Bleiben die Tramps von Luna, und die hab ich selbst nicht gelesen. Ich würde trotzdem damit anfangen. ;)

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