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Haben Halblinge eine Existenzberechtigung

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Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: SeelenJägerTee am  7.03.2011 | 22:53 --- Denn im HDR wird erwähnt wenn ich mich recht entsinne, 
--- Ende Zitat ---
taten sie das um den Einen Ring zu schützen ansonsten versuchten sie den Norden(Arnor, Arthedain vor dem Bösen zu schützen)

Die Hobbits haben vorher schon zu den Waffen geriffen um sich gegen Orks zur Wehr zu setzen.

Scylla:

--- Zitat von: Erik Erikson am  8.03.2011 | 08:45 ---Allerdings sollte man nicht vergessen, das die Halblinge in HDR im Laufe des Buches zu kleinen Kampfmaschinen mutieren (zumindest die Hälfte).

--- Ende Zitat ---
Du meinst die Hobbits, welche extra für Kampf und Schlacht gezüchteten Orkkrieger niederstechen? Pfff... Das war genau der Punkt, ab dem ich die HdR Geschichte nicht mehr so den Brüller fand. Ok, Frodo hatte Stich, aber trotzdem...

Terrorbeagle:
Bin ic der einzige, der tolkien-hafte Halblinge ausserhalb des Tolkien-spezifischen Settings eher unangebracht finde? Es mag daran liegen, dass die kleinen Pelzfüße so prominent sind in den beiden Erzählungen, die ich von Tolkien kenne, aber irgendwie kommt mir das komisch vor, die zu transplantieren. Die kleinen Kerls scheinen nie so wirklich zu passen, und irgendwie ist es auch, wie soll ich sagen, unimaginativ.

Na ja...

ich kann mir eigentlich relativ gut vorstellen, dass entsprechende Halblinge in die menschliche Kultur assimiliert werden und innerhalb menschlicher Gemeinden leben. Immer verbunden mit entsprechenden Vorurteilen und Problemen (z.B. Sitzhöhen, Ghettoisierung oder nachgestellte Rechte und Rechtsansprüche), aber nichtsdestotrotz als Teil des Ganzen, mit einigen wenigen sehr wohlhabenden Hobbits, die über großen Landbesitz verfügen oder wichtige Positionen in Zünften und Gilden übernehmen.
Für den Kriegsdinest eher ungeeignet, ausser für besondere Aufgaben, iwürde dies in dieser Konstellation vermutlich sogar noch weniger ausgeprägt auftreten, weil die Rolle als Bürger 2. Klasse diejenigen, die Heere ausheben auch dagegen einnimmt, ausgerechent das "Halbling-Pack" bewaffnen zu wollen (auch völlig unabhängig von deren tatsächlichen Möglichkeiten und Stärken).

ErikErikson:
Wenn ich mich recht erinnere, verkörpert der Hobbit doch den gemütlichen englischen Landmann, der aber über sich selbst hinauswächst und entsprechend hart zurückschlägt, wenn ihm der Nazi (oder eben die imaginäre feindliche Armee) auf die Pelle rückt. Oder so ähnlich. Anders gesagt, der Hobbit ist gerade ein Symbol dafür, das sich auch friedliche Leute in Zeiten der gefahr zu Kämpfern entwickeln können.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Maarzan am  7.03.2011 | 18:39 ---ein bisher relativ gesittetes ausgeglichenes Tal

tolkinischen Interpretation (also keine giftschleudernden kleinen Wilden z.B.)

in einer ausgewachsenen Konfliktsituation

keine andere Gruppe, die sie mal unter die Fittiche nehmen kann

jeder am Überleben ist

keine Gruppe bisher sonderlich hohe moralische Standards entwickelt


--- Ende Zitat ---

Halblinge sind vielleicht extrem friedlich. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass im HdR Strukturen zur Verbrechensbekämpfung bei den Hobbits erwähnt werden (Polizei o.ä.), also könnte es sein, dass ihnen körperliche Gewalt gegen andere tatsächlich fremd ist. Wenn sie allerdings Fleisch essen (da bin ich mir grad nicht sicher), dann muss es Jäger oder zumindest Metzger geben, insofern ist ihnen das Töten anderer Lebewesen nicht grundsätzlich fremd.

Wenn jetzt Feindkontakt besteht, dann gibt es erstmal zwei Möglichkeiten:

a) er erfolgt langsam, über Jahre

b) er erfolgt schnell

Im Fall a) könnten die Halblinge Abwehr- und Schutzmechanismen entwickeln, die durchaus effektiv sein können (oder eben auch nicht)

im Fall b) hätten sie imo kaum eine Chance, da sie schlicht überrannt würden

Dann stellt sich die Frage, was die Invasoren wollen. Sie haben keine hohe Moral und führen einen Kampf ums Überleben. Das spricht nicht gerade für die Halblinge. Da ergeben sich für mich drei Möglichkeiten

a) beim geringesten Widerstand werden die Halblinge getötet

b) die Halblinge ergeben sich und arrangieren sich mit den Besatzern; ein Sklaven- oder wenigstens Randdasein wäre die Folge ("humanoide Ratten"). Ein Widerstand aus dem Untergrund oder von schwer zugänglichen Rückzugsgebieten wäre denkbar. Über Erfolg des Widerstandes entscheiden hauptsächlich die Ressourcen der Invasoren, wenn die Halblinge nicht zufällig eine Schwäche finden und ausnutzen können.

c) die Halblinge flüchten und treten gar nicht in den Konflikt ein.

Ich stimme dem TE daher zu. Spricht man den Halblingen grundsätzlich ein Gewaltpotenzial ab, wie es im HdR der Fall zu sein scheint*, ist es extrem unwahrscheinlich, dass diese sich in einem Konflikt erfolgreich behaupten können. Alle anderen bisherigen Vorschläge erscheinen mir zwar prinzipiell denkbar, aber doch arg unwahrscheinlich. Die Idee mit den Söldnern vielleicht noch am ehesten, aber das ist mit der Ausgangssituation nur bedingt vereinbar: es benötigt Bezahlung (haben Halblinge überhaupt Geld? Woran wären Söldner sonst interessiert?) und Zeit zur Anwerbung. Schließlich wären die Halblinge wahrscheinlich auch noch isoliert/abgeschnitten, was das Anwerben auch ziemlich unterbinden würde.

*Einzelschicksale außerhalb der Halblinggesellschaft dürfen dabei nicht zählen.

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